... schon wieder.
Und immer noch Hammer.
N. ist glaub ich aus dem Lachen gar nicht mehr heraus gekommen. Ich hab mich zu gleichen Teilen über N. amüsiert, über das Stück selbst und über die Teile die entweder grundlegend schief gelaufen sind ODER die Fehler die mittlerweile wirklich Teil der Veranstaltung sind. (Womit ich nicht nur merklich mehr gelacht habe, sondern auch ziemlich gut abschätzen konnte warum die Schauspieler selbst gerade absolut am grinsen waren. Es ist doch schön wenn die Pannen neben den ganzen anderen schrägen Ideen schon fast nicht mehr auffallen...)
N. war auf jeden Fall hin und weg. Und allein das war den Abend auf jeden Fall wert.
Und wieder ist ein viel zu kurzes Wochenende vorbei...
Aber Hammer war es.
Und immer wieder sehenswert.
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Dienstag, 21. Mai 2013
Sonntag, 11. September 2011
Große Freiheit 51
Woah, Hilfe. Nachdem mich gestern wohlmeinende Menschen mit insgesamt vier Kaffee abgefüllt haben und es bei der Premiere zur Großen Freiheit 51 auch noch Sekt gab... irgendwie bin ich heute nicht wirklich zu etwas zu gebrauchen, was Hirn erfordert.
Künstlerisch wertvolle Rezensionen sind heute auf jeden Fall Mangelware.
Dabei war die gestrige Premiere durchaus unterhaltsam.
Matthias Brenner - der gestern Geburtstag hatte, wie der eine oder andere vielleicht mitbekommen hat - sah sich auf Grund der Doppelveranstaltung mit IC Falkenberg veranlasst die Premiere gestern um ein ganzes Stück zu kürzen, und zwar direkt am Anfang. Als Hilmar Eichhorn meinte, er würde seinen großen Traum jetzt nicht erzählen, weil die Zeit eilt, aber beim nächsten Mal, da würde er ihn erzählen und wir müssten eben einfach noch einmal wieder kommen, wenn wir ihn hören wollten... nun, da hat er das ernst gemeint. Der Anfang soll wohl ein ganzes Stück länger sein und auf den Handzetteln steht eigentlich auch noch, dass das Ensemble bei der Einleitung hätte mitwirken sollen...
Fairer weise werde ich mich dann auch nicht über besagten Epilog äußern. Vielleicht wenn ich ihn mir aufgrund unfairer Werbemaßnahmen noch mal angesehen habe. ;P
Nah, der Abend war durchaus in Ordnung. Das eigentliche Problem des Stückes ist wirklich nicht, dass irgendwo gekürzt wurde oder werden musste. Es liegt auch nicht an der Stückauswahl, die ich an anderer Stelle schon mal erwähnt hatte. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei: modernes Theater (Heiner Müller), sozialkritisches Kostümstücke (Lenz - Sturm und Drang), Tagespolitisches, eine sehr freie Neuauflage der Bremer Stadtmusikanten, eine kleine Reflektion auf die Lage der Kulturinsel (wieder Heiner Müller) und Verarbeitungen von mehr oder weniger bekannten Filmen (Coffee and Cigarettes und Woody Allen).
Kurz: für jeden etwas.
Und wenn ich ehrlich bin: mir hat unterm Strich Daisy am besten gefallen (ein wirklich niedliches Schaf, und ja, ich mag Puppentheater). Und Alexander Pensel war wirklich hervorragend, denn zumindest für mich kam seine Rolle vollkommen unerwartet. Nur mit Heiner Müller bin ich trotz mehrerer Versuche von Seiten der Germanistik irgendwie nie vollkommen warm geworden.
Wem da nun was am ehesten zusagt ist eh subjektiv, also Schwamm drüber.
Wo ist also das Problem?
Wobei Problem schon wieder ein wenig übertrieben klingt.
Das gesamte Konzept ist unglaublich auf Lücke gebastelt.
Am Anfang hatte jeder ein Programmheft in die Hand bekommen, auf dem ein Buchstabe stand. Entsprechen sollten sich die Zuschauer dann den Gruppen zuordnen (wobei sich viele die Freiheit nahmen sich eher ihren Bekannten als den ihnen zugeteilten Buchstaben zuzuordnen.) und los geht es.
Die Runde durch die Kulturinsel ist festgelegt, die Reihenfolge ist im Grunde immer die gleiche, nur die Startpunkte sind verschieden. Und geplant war, dass jeder Wechsel zwischen den Orten genau zwei Minuten dauert.
Es geht ganz generell, wenn man gut zu Fuß ist. Aber der Knackpunkt ist einfach der: so schön es ist, die Inszenierung ist definitiv nicht Behindertengerecht.
Um das kurz zu erklären: Man sitzt, 8 Minuten wird eine Szene gespielt, in den folgenden zwei Minuten wird geklatscht, Alle erheben sich und bilden eine Menschentraube vor (zumeist) Doppelflügelige Türen von denen nur eine Seite offen ist. Es staut sich, man hastet anschließend durch Gänge, drängelt sich genauso koordiniert durch eine weitere Doppeltür und sucht einen Platz, bevor es weiter geht.
Gruppenstärke liegt so bei grob 30 Leuten, eingeplante Zeit für das ganze Prozedere: wie gesagt, 2 Minuten.
Ich habe zwischendrinnen angefangen auf das Klatschen zu verzichten, immerhin sollte es ja schnell gehen. Und der Punkt ist einfach: so riesig und beeindruckend das ganze Gebäude wirkte, als man zur Einführungsmatinee durchgelotst wurde: davon kriegt man zur Vorstellung einfach nichts mehr mit. Man ist viel zu sehr mit eilen beschäftigt.
Und ich bin schon wieder mäkelig, oder?
Wenn man gut zu Fuß ist ist das Konzept auf jeden Fall zu bewältigen. Und wenn man wenig nach links und rechts schaut und einfach den Massen, den Linien auf dem Fußboden oder den "Schließer" genannten Gruppenführern folgt auch.
Als alternatives Spielkonzept ist es auf jeden Fall interessant, auch wenn ich vorerst nicht in der Nähe wohnen möchte. Das Nebelhorn hat man schon am Freitag über den gesamten Uniplatz gehört. Das Ding ist echt laut.
Logistisch definitiv eine Riesen Leistung.
UND einen Heiden Respekt an die Darsteller. Ich bin dank der Uni einiges gewohnt. Klimaanlage und Lüftung sind nie die wichtigsten Anschaffungen für ein Institut. Und so haben nicht Wenige von uns schon zig Seminare in Sauerstoffmangel bei kuscheliger Hitze verdöst. Bei den Bedingungen anderthalb Stunden lang auf Text, Timing und alles weiter zu achten: Respekt. Die Meisten von uns waren in den Seminaren froh, wenn sie nach 20 Minuten wieder ihre Ruhe hatten.
Künstlerisch wertvolle Rezensionen sind heute auf jeden Fall Mangelware.
Dabei war die gestrige Premiere durchaus unterhaltsam.
Matthias Brenner - der gestern Geburtstag hatte, wie der eine oder andere vielleicht mitbekommen hat - sah sich auf Grund der Doppelveranstaltung mit IC Falkenberg veranlasst die Premiere gestern um ein ganzes Stück zu kürzen, und zwar direkt am Anfang. Als Hilmar Eichhorn meinte, er würde seinen großen Traum jetzt nicht erzählen, weil die Zeit eilt, aber beim nächsten Mal, da würde er ihn erzählen und wir müssten eben einfach noch einmal wieder kommen, wenn wir ihn hören wollten... nun, da hat er das ernst gemeint. Der Anfang soll wohl ein ganzes Stück länger sein und auf den Handzetteln steht eigentlich auch noch, dass das Ensemble bei der Einleitung hätte mitwirken sollen...
Fairer weise werde ich mich dann auch nicht über besagten Epilog äußern. Vielleicht wenn ich ihn mir aufgrund unfairer Werbemaßnahmen noch mal angesehen habe. ;P
Nah, der Abend war durchaus in Ordnung. Das eigentliche Problem des Stückes ist wirklich nicht, dass irgendwo gekürzt wurde oder werden musste. Es liegt auch nicht an der Stückauswahl, die ich an anderer Stelle schon mal erwähnt hatte. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei: modernes Theater (Heiner Müller), sozialkritisches Kostümstücke (Lenz - Sturm und Drang), Tagespolitisches, eine sehr freie Neuauflage der Bremer Stadtmusikanten, eine kleine Reflektion auf die Lage der Kulturinsel (wieder Heiner Müller) und Verarbeitungen von mehr oder weniger bekannten Filmen (Coffee and Cigarettes und Woody Allen).
Kurz: für jeden etwas.
Und wenn ich ehrlich bin: mir hat unterm Strich Daisy am besten gefallen (ein wirklich niedliches Schaf, und ja, ich mag Puppentheater). Und Alexander Pensel war wirklich hervorragend, denn zumindest für mich kam seine Rolle vollkommen unerwartet. Nur mit Heiner Müller bin ich trotz mehrerer Versuche von Seiten der Germanistik irgendwie nie vollkommen warm geworden.
Wem da nun was am ehesten zusagt ist eh subjektiv, also Schwamm drüber.
Wo ist also das Problem?
Wobei Problem schon wieder ein wenig übertrieben klingt.
Das gesamte Konzept ist unglaublich auf Lücke gebastelt.
Am Anfang hatte jeder ein Programmheft in die Hand bekommen, auf dem ein Buchstabe stand. Entsprechen sollten sich die Zuschauer dann den Gruppen zuordnen (wobei sich viele die Freiheit nahmen sich eher ihren Bekannten als den ihnen zugeteilten Buchstaben zuzuordnen.) und los geht es.
Die Runde durch die Kulturinsel ist festgelegt, die Reihenfolge ist im Grunde immer die gleiche, nur die Startpunkte sind verschieden. Und geplant war, dass jeder Wechsel zwischen den Orten genau zwei Minuten dauert.
Es geht ganz generell, wenn man gut zu Fuß ist. Aber der Knackpunkt ist einfach der: so schön es ist, die Inszenierung ist definitiv nicht Behindertengerecht.
Um das kurz zu erklären: Man sitzt, 8 Minuten wird eine Szene gespielt, in den folgenden zwei Minuten wird geklatscht, Alle erheben sich und bilden eine Menschentraube vor (zumeist) Doppelflügelige Türen von denen nur eine Seite offen ist. Es staut sich, man hastet anschließend durch Gänge, drängelt sich genauso koordiniert durch eine weitere Doppeltür und sucht einen Platz, bevor es weiter geht.
Gruppenstärke liegt so bei grob 30 Leuten, eingeplante Zeit für das ganze Prozedere: wie gesagt, 2 Minuten.
Ich habe zwischendrinnen angefangen auf das Klatschen zu verzichten, immerhin sollte es ja schnell gehen. Und der Punkt ist einfach: so riesig und beeindruckend das ganze Gebäude wirkte, als man zur Einführungsmatinee durchgelotst wurde: davon kriegt man zur Vorstellung einfach nichts mehr mit. Man ist viel zu sehr mit eilen beschäftigt.
Und ich bin schon wieder mäkelig, oder?
Wenn man gut zu Fuß ist ist das Konzept auf jeden Fall zu bewältigen. Und wenn man wenig nach links und rechts schaut und einfach den Massen, den Linien auf dem Fußboden oder den "Schließer" genannten Gruppenführern folgt auch.
Als alternatives Spielkonzept ist es auf jeden Fall interessant, auch wenn ich vorerst nicht in der Nähe wohnen möchte. Das Nebelhorn hat man schon am Freitag über den gesamten Uniplatz gehört. Das Ding ist echt laut.
Logistisch definitiv eine Riesen Leistung.
UND einen Heiden Respekt an die Darsteller. Ich bin dank der Uni einiges gewohnt. Klimaanlage und Lüftung sind nie die wichtigsten Anschaffungen für ein Institut. Und so haben nicht Wenige von uns schon zig Seminare in Sauerstoffmangel bei kuscheliger Hitze verdöst. Bei den Bedingungen anderthalb Stunden lang auf Text, Timing und alles weiter zu achten: Respekt. Die Meisten von uns waren in den Seminaren froh, wenn sie nach 20 Minuten wieder ihre Ruhe hatten.
Donnerstag, 23. Juni 2011
Die 39 Stufen - Revisited - oder so
Ich glaube ich sollte das wieder viel öfter tun. Ich habe das erste Mal diese Woche das Gefühl auch ohne Koffein, Taurin, Guarana oder sonstiges Dergleichen halbwegs frei durchatmen zu können.
Es war klasse. Ehrlich.
Das ich Jonas Schütte für einen begnadeten Schauspieler halte sagte ich glaube ich mal. Irgendwo zwischen Slapstick und Ernst. Und notfalls beides gleichzeitig.
Lena Zip spielt sich gekonnt durch sämtliche Klischees, von Femme Fatal bis Vollblutblondine.
Und statt Andreas Range steht dieses Mal Benedikt Crisand auf der Bühne um zusammen mit Peter W. Bachmann alle weiteren Rollen zu übernehmen - also Frauen, Psychopathen und alles was sonst noch so mitspielt... bunt, abwechslungreich und herrlich überdreht.
Einfach wunderbar..
Und ich werde mir jetzt mein Stimmungshoch NICHT mit lesen vermiesen, sondern mir noch ein Eis holen - Bonuspunkte für alle die wissen, wo die Idee nur her kommen könnte - und mich für heute ins Bett machen.
Wer noch nicht da war: unbedingt hin gehen! Ich habe das vor etwa einem Jahr schon mal gesagt. Aber ganz ernsthaft: Freilufttheater mit Lachgarantie. Und wenn sich selbst die Darsteller vor Lachen biegen, dann muss es gut sein...
Es war klasse. Ehrlich.
Das ich Jonas Schütte für einen begnadeten Schauspieler halte sagte ich glaube ich mal. Irgendwo zwischen Slapstick und Ernst. Und notfalls beides gleichzeitig.
Lena Zip spielt sich gekonnt durch sämtliche Klischees, von Femme Fatal bis Vollblutblondine.
Und statt Andreas Range steht dieses Mal Benedikt Crisand auf der Bühne um zusammen mit Peter W. Bachmann alle weiteren Rollen zu übernehmen - also Frauen, Psychopathen und alles was sonst noch so mitspielt... bunt, abwechslungreich und herrlich überdreht.
Einfach wunderbar..
Und ich werde mir jetzt mein Stimmungshoch NICHT mit lesen vermiesen, sondern mir noch ein Eis holen - Bonuspunkte für alle die wissen, wo die Idee nur her kommen könnte - und mich für heute ins Bett machen.
Wer noch nicht da war: unbedingt hin gehen! Ich habe das vor etwa einem Jahr schon mal gesagt. Aber ganz ernsthaft: Freilufttheater mit Lachgarantie. Und wenn sich selbst die Darsteller vor Lachen biegen, dann muss es gut sein...
Sonntag, 26. September 2010
Ernst sein ist Alles
Oh man, ich habe den Fehler gemacht mal nachzuschauen, zu welchen Stücken ich noch alles eine Rezension hatte schreiben wollen. Eine recht lange Liste, die mir da noch bevor steht...
Fangen wir also an dieser Stelle erst mal mit etwas Einfachem an.
Ernst sein ist Alles.
Ich habe aus dem Studium bestimmt nicht immer so viel mitgenommen wie ich gesollt hätte. Aber meine Begeisterung für Oscar Wilde verdanke ich wirklich einer einzigen Dozentin. Am Semesterende - wenn keiner mehr was machen wollte und trotzdem noch Stunden zu bestreiten waren - haben wir uns meistens inhaltlich wertvoll Filme auf Englisch angesehen. Auch die wunderbare Ernst sein ist Alles Verfilmung mit Rupert Everett, Colin Firth, Frances O'Connor und Reese Witherspoon. Und Judi Dench soll natürlich auch nicht unterschlagen werden.
Egal in welcher Version, der Inhalt ist immer der gleiche: Zwei Männer geben sich als Ernst aus und zwei Frauen haben sich nun einmal in den Kopf gesetzt keinen anderen Mann als einen Ernst lieben zu können. Das kann natürlich nicht auf Dauer gut gehen, vor allem wenn alle vier zusammen treffen.
Und nach unzähligen Verwechslungen, einer wieder vereinten Familie und jeder Menge Wortspielen kann das Happy End schließlich kommen.
Tja, und was fällt mir nun zur Inszenierung des nT ein?
Es ist erst einmal unbestreitbar, dass das Stück genial ist. Es ist nahezu unmöglich solch eine Vorlage zu verhunzen. ABER: Da gibt es ja immer noch so etwas wie den persönlichen Geschmack.
In Halle ist das Stück glaube ich eines der erfolgreichsten die wir haben. Ich habe bisher nur mit Menschen gesprochen, die von diesem Stück grenzenlos begeistert waren. Und während ich zwischenzeitlich mit gerade mal 30 Leuten in einer Heute weder Hamlet Inszenierung saß, fand zeitgleich eine schon fast überfüllte Ernst sein ist Alles Inszenierung im Hof statt... deren Musik teilweise auch bis zu uns drang...
Wenn ich jetzt also sage, dass mir persönlich die DVD besser gefällt, schwimme ich damit glaube ich gegen die Mehrheit der Halleschen Zuschauer.
Es ist nicht so, dass ich es nicht verstehe.
Das Bühnenbild im nT ist unbestreitbar die geschmackvollste Lila-Rosa Mischung, die mir jemals untergekommen ist. (Gut, an so viele erinnere ich mich auch nicht, aber trotzdem.) Ich habe nach wie vor Mitleid mit dem armen Schaf. Die Drehbühne ist eine absolut geniale Idee, welche vollkommen neue Möglichkeiten ermöglicht Szenenwechsel zu gestalten. Und vielleicht geht auch der Germanist mit mir durch, aber selbst die Form des Stillebens wurde in begrenzter Form wiederbelebt. Ob das nun eine Verbeugung an die DVD sein soll, ein spontaner Regieeinfall oder tatsächlich ein Hinweis auf eine damals zeitgenössische Kunstform, kann ich von hier schwer beurteilen. Aber es hat was.
Also warum ziehe ich die DVD vor und fast alle die ich kenne eher das Stück bei uns im nT?
Wäre ich jetzt diplomatisch, würde ich sagen es läge an meinem schlechten Englisch oder meinem sicherlich mitunter auch reichlich verqueren Humor. Weniger diplomatisch liegt es daran, dass ich der halleschen Version von Algy einfach nichts abgewinnen kann.
Das ist wie gesagt Geschmackssache. Aber Algy - für mich der Held des Stücke, er hat einfach mal die besten Sätze abbekommen - muss trocken klingen. Ich glaube, dass Algy das was er da sagt - so absurd es teilweise klingen mag - wirklich meint. Und das er den Gutteil der Zeit sogar recht hat.
Und genau darum bin ich der Meinung ein betont trockener, zurückhaltender Humor steht Algernon weitaus besser an als ein nasaler oder schriller Tonfall.
Ich weiß, trockener Humor ist nicht für jeden. Subtiler Humor auch nicht. Meine Vorstellung von Algernon würde wahrscheinlich weitaus weniger Lacher produzieren, als das was Herr Gerlach in jeder einzelnen Veranstaltung bietet.
Es trifft halt nur einfach nicht meinen persönlichen Geschmack.
Trotzdem ist das Stück genial, kein Zweifel. Der Text und damit die Pointen haben sich ja nicht geändert. Die Ehetauglichkeitsprüfung ist - meiner Meinung nach - nach wie vor eine der genialsten Szenen, die jemals für das Theater geschrieben wurden.
Ich habe mir das Stück im nT sogar zwei Mal angesehen. Also kann es ja nicht schlecht sein.
Es ist eben einfach nur recht weit von dem entfernt, was sich in meinem Kopf abspielt, wenn ich mich einmal im Jahr mit einer Tasse Tee hin setze und das Stück mal wieder lese.
ABER: das muss an dieser Stelle auch noch einmal ganz deutlich unterstrichen werden: das Stück ist ideal für Theatermuffel. Es ist lustig, es ist absurd, es ist sympathisch, es ist gute Unterhaltung und ich glaube ich bin der einzige Mensch, der sich jemals an Algy gestoßen hat.
Außerdem ist die Vorstellung im Sommer im Hoftheater. Wer sich also mitschleifen lassen musste, kann sich das ganze auch während der Vorstellung schön trinken - etwas das sonst im Theater nahezu unmöglich ist.
Nötig wird es nicht sein, aber manche möchten so etwas ja vorsorglich tun.
Und der ganze Rest kann sich einfach zurücklehnen und eine der genialsten Sprachkomödien sehen, die es gibt. Das ist doch auch was.
Wer noch einen Theatergutschein aus der Studienanfängertüte hat, ist hier auf jeden Fall bestens beraten. Einfach ein paar neue Bekannte schnappen, sich das ganze Mal ansehen, gemeinsam lachen und danach vielleicht noch irgendwo einen Cocktail oder ein Bier.
Es wird sicherlich ein guter Abend werden, unabhängig von meinem Geschmack.
Ehrlich.
Fangen wir also an dieser Stelle erst mal mit etwas Einfachem an.
Ernst sein ist Alles.
Ich habe aus dem Studium bestimmt nicht immer so viel mitgenommen wie ich gesollt hätte. Aber meine Begeisterung für Oscar Wilde verdanke ich wirklich einer einzigen Dozentin. Am Semesterende - wenn keiner mehr was machen wollte und trotzdem noch Stunden zu bestreiten waren - haben wir uns meistens inhaltlich wertvoll Filme auf Englisch angesehen. Auch die wunderbare Ernst sein ist Alles Verfilmung mit Rupert Everett, Colin Firth, Frances O'Connor und Reese Witherspoon. Und Judi Dench soll natürlich auch nicht unterschlagen werden.
Egal in welcher Version, der Inhalt ist immer der gleiche: Zwei Männer geben sich als Ernst aus und zwei Frauen haben sich nun einmal in den Kopf gesetzt keinen anderen Mann als einen Ernst lieben zu können. Das kann natürlich nicht auf Dauer gut gehen, vor allem wenn alle vier zusammen treffen.
Und nach unzähligen Verwechslungen, einer wieder vereinten Familie und jeder Menge Wortspielen kann das Happy End schließlich kommen.
Tja, und was fällt mir nun zur Inszenierung des nT ein?
Es ist erst einmal unbestreitbar, dass das Stück genial ist. Es ist nahezu unmöglich solch eine Vorlage zu verhunzen. ABER: Da gibt es ja immer noch so etwas wie den persönlichen Geschmack.
In Halle ist das Stück glaube ich eines der erfolgreichsten die wir haben. Ich habe bisher nur mit Menschen gesprochen, die von diesem Stück grenzenlos begeistert waren. Und während ich zwischenzeitlich mit gerade mal 30 Leuten in einer Heute weder Hamlet Inszenierung saß, fand zeitgleich eine schon fast überfüllte Ernst sein ist Alles Inszenierung im Hof statt... deren Musik teilweise auch bis zu uns drang...
Wenn ich jetzt also sage, dass mir persönlich die DVD besser gefällt, schwimme ich damit glaube ich gegen die Mehrheit der Halleschen Zuschauer.
Es ist nicht so, dass ich es nicht verstehe.
Das Bühnenbild im nT ist unbestreitbar die geschmackvollste Lila-Rosa Mischung, die mir jemals untergekommen ist. (Gut, an so viele erinnere ich mich auch nicht, aber trotzdem.) Ich habe nach wie vor Mitleid mit dem armen Schaf. Die Drehbühne ist eine absolut geniale Idee, welche vollkommen neue Möglichkeiten ermöglicht Szenenwechsel zu gestalten. Und vielleicht geht auch der Germanist mit mir durch, aber selbst die Form des Stillebens wurde in begrenzter Form wiederbelebt. Ob das nun eine Verbeugung an die DVD sein soll, ein spontaner Regieeinfall oder tatsächlich ein Hinweis auf eine damals zeitgenössische Kunstform, kann ich von hier schwer beurteilen. Aber es hat was.
Also warum ziehe ich die DVD vor und fast alle die ich kenne eher das Stück bei uns im nT?
Wäre ich jetzt diplomatisch, würde ich sagen es läge an meinem schlechten Englisch oder meinem sicherlich mitunter auch reichlich verqueren Humor. Weniger diplomatisch liegt es daran, dass ich der halleschen Version von Algy einfach nichts abgewinnen kann.
Das ist wie gesagt Geschmackssache. Aber Algy - für mich der Held des Stücke, er hat einfach mal die besten Sätze abbekommen - muss trocken klingen. Ich glaube, dass Algy das was er da sagt - so absurd es teilweise klingen mag - wirklich meint. Und das er den Gutteil der Zeit sogar recht hat.
Und genau darum bin ich der Meinung ein betont trockener, zurückhaltender Humor steht Algernon weitaus besser an als ein nasaler oder schriller Tonfall.
Ich weiß, trockener Humor ist nicht für jeden. Subtiler Humor auch nicht. Meine Vorstellung von Algernon würde wahrscheinlich weitaus weniger Lacher produzieren, als das was Herr Gerlach in jeder einzelnen Veranstaltung bietet.
Es trifft halt nur einfach nicht meinen persönlichen Geschmack.
Trotzdem ist das Stück genial, kein Zweifel. Der Text und damit die Pointen haben sich ja nicht geändert. Die Ehetauglichkeitsprüfung ist - meiner Meinung nach - nach wie vor eine der genialsten Szenen, die jemals für das Theater geschrieben wurden.
Ich habe mir das Stück im nT sogar zwei Mal angesehen. Also kann es ja nicht schlecht sein.
Es ist eben einfach nur recht weit von dem entfernt, was sich in meinem Kopf abspielt, wenn ich mich einmal im Jahr mit einer Tasse Tee hin setze und das Stück mal wieder lese.
ABER: das muss an dieser Stelle auch noch einmal ganz deutlich unterstrichen werden: das Stück ist ideal für Theatermuffel. Es ist lustig, es ist absurd, es ist sympathisch, es ist gute Unterhaltung und ich glaube ich bin der einzige Mensch, der sich jemals an Algy gestoßen hat.
Außerdem ist die Vorstellung im Sommer im Hoftheater. Wer sich also mitschleifen lassen musste, kann sich das ganze auch während der Vorstellung schön trinken - etwas das sonst im Theater nahezu unmöglich ist.
Nötig wird es nicht sein, aber manche möchten so etwas ja vorsorglich tun.
Und der ganze Rest kann sich einfach zurücklehnen und eine der genialsten Sprachkomödien sehen, die es gibt. Das ist doch auch was.
Wer noch einen Theatergutschein aus der Studienanfängertüte hat, ist hier auf jeden Fall bestens beraten. Einfach ein paar neue Bekannte schnappen, sich das ganze Mal ansehen, gemeinsam lachen und danach vielleicht noch irgendwo einen Cocktail oder ein Bier.
Es wird sicherlich ein guter Abend werden, unabhängig von meinem Geschmack.
Ehrlich.
Donnerstag, 26. August 2010
Keine Sorge, ich lebe auch noch
Und ich habe auch vor den Blog weiter zu führen. XD
Mein einziges Problem ist nur, dass ich am zweiten eine Prüfung habe. Ich halte es mittlerweile für wahrscheinlicher, dass eine Ziege ein Kreuzworträtsel lösen kann, als dass ich durch komme...
Aber mal Hand aufs Herz, wer hat die neue Pispers DVD/ CD?
Wer hat vor sie sich morgen zu holen?
Wen werde ich also morgen Abend alles sehen?
Ich gehe ja ehrlich gesagt davon aus, dass die halbe Uni da sein wird, aber mal schauen. Semesterpause und Laternenfest, vielleicht haben ja auch mal ein paar andere Leute eine Karte abbekommen. *g*
Aber ich freu mich jetzt schon.
Und an dieser Stelle noch kurz was persönliches:
Ganz großen Dank an R., der nicht nur zwei mal etwas von seiner wertvollen Zeit geopfert hat, SONDERN sich auch noch die 39 Stufen mit mir angesehen hat. Seiner Meinung nach teilweise etwas klamaukig, sehr lustig und wirklich gut in der Verarbeitung von Klischees. Ich sehe darin immer noch die hohe Kunst aus sehr wenig sehr viel zu machen. Aber gefallen hat es ihm.
Und ein eben so großer Dank an C., dafür dass sie mich allgemein erträgt, immer wieder ihre Katzen zum Kraulen bereit gestellt hat und immer noch gegen jede Wahrscheinlichkeit versucht mir einzureden, dass ich es schon schaffen werde. Ich verspreche hoch und heilig, wenn ich das hinter mir habe schmeiß ich eine Gratis Runde Kaffee.
Und damit verabschiede ich mich einmal mehr, dieses Mal zu Heinrich von Ofterdingen.
Mein einziges Problem ist nur, dass ich am zweiten eine Prüfung habe. Ich halte es mittlerweile für wahrscheinlicher, dass eine Ziege ein Kreuzworträtsel lösen kann, als dass ich durch komme...
Aber mal Hand aufs Herz, wer hat die neue Pispers DVD/ CD?
Wer hat vor sie sich morgen zu holen?
Wen werde ich also morgen Abend alles sehen?
Ich gehe ja ehrlich gesagt davon aus, dass die halbe Uni da sein wird, aber mal schauen. Semesterpause und Laternenfest, vielleicht haben ja auch mal ein paar andere Leute eine Karte abbekommen. *g*
Aber ich freu mich jetzt schon.
Und an dieser Stelle noch kurz was persönliches:
Ganz großen Dank an R., der nicht nur zwei mal etwas von seiner wertvollen Zeit geopfert hat, SONDERN sich auch noch die 39 Stufen mit mir angesehen hat. Seiner Meinung nach teilweise etwas klamaukig, sehr lustig und wirklich gut in der Verarbeitung von Klischees. Ich sehe darin immer noch die hohe Kunst aus sehr wenig sehr viel zu machen. Aber gefallen hat es ihm.
Und ein eben so großer Dank an C., dafür dass sie mich allgemein erträgt, immer wieder ihre Katzen zum Kraulen bereit gestellt hat und immer noch gegen jede Wahrscheinlichkeit versucht mir einzureden, dass ich es schon schaffen werde. Ich verspreche hoch und heilig, wenn ich das hinter mir habe schmeiß ich eine Gratis Runde Kaffee.
Und damit verabschiede ich mich einmal mehr, dieses Mal zu Heinrich von Ofterdingen.
Freitag, 2. Juli 2010
39 Stufen
Etwas, dass ich am Hoftheater immer wieder bewundere, ist die Genauigkeit, mit der die Stücke den lokalen Gegebenheiten angepasst werden. Die 39 Stufen sind eine große organisatorische Leistung, keine Frage. Sie sind außerdem witzig und haben gleichzeitig den Charme von alten Agenten Filmen. Und zumindest nach dem ersten Sehen fällt es mir schwer zu sagen wo einige Pannen aufhörten und die bewusste Inszenierung anfing. Gut möglich, dass die Grenzen einfach fließend waren.
Kaum ein Teil des Hofes wurde in diesem Stück nicht zum fliehen, laufen, auftreten, verfolgen, Rollenwechseln oder verschwinden genutzt.
Und ein kleiner Tipp: Die Plätze am Mittelgang sind mit die Besten - ruhig auch ein klein wenig weiter hinten. Gute Sicht auf die Bühne und da regelmäßig jemand an einem vorbei spurtet, kriegt man dort auch das Meiste mit.
Apropo Rollenwechsel:
Das ist einfach faszinierend. Im Programmheft steht glaube ich was von 50 Rollen mit 4 Schauspielern, oder so.
Jonas Schütte spielt den Verfolgten. Lane Zipp ist mal die die Leiche in seiner Wohnung, mal die Frau an seinem Handgelenk. Und Peter W. Bachmann und Andreas Range besetzen dann alle Rollen, die damit noch nicht abgedeckt sind - also eine ganze Menge.
Eine der beeindruckendsten Szenen war es, als Andreas Range mit drei Kopfbedeckungen gleichzeitig hantierte, um einen drei-Mann-Dialog in Personalunion darzustellen. Ich frage mich immer noch, wie man sich so was im Kopf organisiert, um nicht durcheinander zu kommen.
Und dann sind einfach eine Menge Versatzstücke aus Filmen wieder verwendet. Die meisten Szenen kennt man irgendwie und hat eine ungefähre Vorstellung was passieren wird - auch wenn man die Filmvorlage noch nicht gesehen hat. Aber teilweise folgen diese so schnell aufeinander, dass es einen einfach mitreißen muß.
Ein kleines Beispiel: einen Milchmann davon zu überzeugen, dass er einem auf der Flucht hilft, ist nichts grundlegend neues. Nun war der Dialog aber schon so verzweigt, dass ich ohne den Hinweis am Ende gar nicht gemerkt hätte, dass der Mann mit seinem eigenen Geld bezahlt wird - auch wenn gerade das wieder eines der Versatzstücke aus der Geschichte solcher Agentenfilme ist, oder wenigstens aus deren Parodien.
Und ja, das wirkt auf der Bühne wesentlich besser und lebendiger, als wenn ich das hier erzähle.
Zwischendurch sind selbst die Schauspieler nicht von einem Lachanfall verschont geblieben.
Die Vorlage war aber auch viel zu gut.
Andreas Range war, in einer seiner viel zu vielen Rollen, das schlechte Zweitgebiss heraus gefallen, welches er direkt wieder einsetzte, nur eben verkehrt herum. Jonas Schütte versuchte zum einen seinen Lachanfall in der Fuchsstola seiner Vorderfrau zu ersticken, zum anderen trotzdem mit gepresster Stimme ein Zimmer zu bestellen. Lane Zipp wirkte auch nicht ernsthafter. Und nachdem Peter W. Bachmann endlich verstanden hatte was hinter ihm los war, konnte er sich selbstverständlich einen Kommentar zum Thema Haftpulver nicht verkneifen...
Wer soll denn in so einem Moment noch ernst bleiben?
Die 39 Stufen gehören auf jeden Fall zu den Stücken, die ich mir nächste Spielzeit noch einmal ansehen würde. Die erste Bekannte hat schon gemeint, dass sie das Stück auch sehen möchte. Frischluft und Lachen sind ja ohnehin eine gute Kombination. Und: ein klein wenig neugierig bin ich schon, wie sich die nächste Vorstellung von der unterscheiden würde, die ich gesehen habe...
Kaum ein Teil des Hofes wurde in diesem Stück nicht zum fliehen, laufen, auftreten, verfolgen, Rollenwechseln oder verschwinden genutzt.
Und ein kleiner Tipp: Die Plätze am Mittelgang sind mit die Besten - ruhig auch ein klein wenig weiter hinten. Gute Sicht auf die Bühne und da regelmäßig jemand an einem vorbei spurtet, kriegt man dort auch das Meiste mit.
Apropo Rollenwechsel:
Das ist einfach faszinierend. Im Programmheft steht glaube ich was von 50 Rollen mit 4 Schauspielern, oder so.
Jonas Schütte spielt den Verfolgten. Lane Zipp ist mal die die Leiche in seiner Wohnung, mal die Frau an seinem Handgelenk. Und Peter W. Bachmann und Andreas Range besetzen dann alle Rollen, die damit noch nicht abgedeckt sind - also eine ganze Menge.
Eine der beeindruckendsten Szenen war es, als Andreas Range mit drei Kopfbedeckungen gleichzeitig hantierte, um einen drei-Mann-Dialog in Personalunion darzustellen. Ich frage mich immer noch, wie man sich so was im Kopf organisiert, um nicht durcheinander zu kommen.
Und dann sind einfach eine Menge Versatzstücke aus Filmen wieder verwendet. Die meisten Szenen kennt man irgendwie und hat eine ungefähre Vorstellung was passieren wird - auch wenn man die Filmvorlage noch nicht gesehen hat. Aber teilweise folgen diese so schnell aufeinander, dass es einen einfach mitreißen muß.
Ein kleines Beispiel: einen Milchmann davon zu überzeugen, dass er einem auf der Flucht hilft, ist nichts grundlegend neues. Nun war der Dialog aber schon so verzweigt, dass ich ohne den Hinweis am Ende gar nicht gemerkt hätte, dass der Mann mit seinem eigenen Geld bezahlt wird - auch wenn gerade das wieder eines der Versatzstücke aus der Geschichte solcher Agentenfilme ist, oder wenigstens aus deren Parodien.
Und ja, das wirkt auf der Bühne wesentlich besser und lebendiger, als wenn ich das hier erzähle.
Zwischendurch sind selbst die Schauspieler nicht von einem Lachanfall verschont geblieben.
Die Vorlage war aber auch viel zu gut.
Andreas Range war, in einer seiner viel zu vielen Rollen, das schlechte Zweitgebiss heraus gefallen, welches er direkt wieder einsetzte, nur eben verkehrt herum. Jonas Schütte versuchte zum einen seinen Lachanfall in der Fuchsstola seiner Vorderfrau zu ersticken, zum anderen trotzdem mit gepresster Stimme ein Zimmer zu bestellen. Lane Zipp wirkte auch nicht ernsthafter. Und nachdem Peter W. Bachmann endlich verstanden hatte was hinter ihm los war, konnte er sich selbstverständlich einen Kommentar zum Thema Haftpulver nicht verkneifen...
Wer soll denn in so einem Moment noch ernst bleiben?
Die 39 Stufen gehören auf jeden Fall zu den Stücken, die ich mir nächste Spielzeit noch einmal ansehen würde. Die erste Bekannte hat schon gemeint, dass sie das Stück auch sehen möchte. Frischluft und Lachen sind ja ohnehin eine gute Kombination. Und: ein klein wenig neugierig bin ich schon, wie sich die nächste Vorstellung von der unterscheiden würde, die ich gesehen habe...
Freitag, 25. Juni 2010
Shockhead Peter
Also gut, noch schnell, bevor ich mich für heute hinlege:
Ich hatte eigentlich nicht die höchsten Erwartungen an Shockhead Peter. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass ich The Tiger Lillies im letzten Dreivierteljahr hier im Opernhaus live gesehen habe, und es war... nicht mein Geschmack.
Ich bin an und für sich relativ schmerzunempfindlich. Ich war von Le Comte Ory befremdet, habe mir aber die ganze Oper angesehen. Ich saß für Freunde auch schon über zwei Stunden in Oratorien. Und ich habe auch das Wunderhorn ohne bleibende Schäden überstanden. Aber bei den Tiger Lillies kam ich an meine Grenzen. Ich war wirklich ganz kurz davor mittendrin zu gehen. Das hängt auch mit dem etwas absurden britischen Humor zusammen (was will mir ein Mann sagen, der mit einem Sexspielzeug auf das Piano einhaut? zumal die Melodie darunter leidet), mit dem etwas übertriebenen Einsatzes des Theremin (was auf Dauer echt nervt - das Ding eignet sich hervorragend Geistergeräusche in 60er Jahrestreifen zu vertonen. Das muß man auch erst mal zwei Stunden ertragen können.) und dann war da noch die Stimme von Martyn Jacques. Ich persönliche finde tiefe Männerstimmen angenehm zum zuhören und hohe Männerstimmen sind auch kein Thema - in Maßen. Aber bei Martyn Jacques Stimme ist meine persönliche Schmerzgrenze einfach erreicht. (Zumal der Schlußapplaus bombastisch war, aber die Anwesenden - zumindest die, die ich sehen konnte - während der Vorstellung alle einen Gesichtsausdruck trugen, als wären sie in diesem Moment lieber beim Zahnarzt als in der Oper.)
Und - um auf den heutigen Abend zurück zu kommen - es ist nicht weiter schlimm, dass nicht jeder Sänger mit solch einer wandelbaren Stimme "gesegnet" ist wie Mister Jacques. Die Musik war wirklich hörenswert, auch wenn das spannungsaufbauende "Ich vollende den Satz jetzt mal nicht, sondern fange noch drei Mal von vorne an, bevor ich das Wort ausspreche, das hier eh alle erwarten" vielleicht etwas oft vorkam.
Ich gebe auch offen zu, dass ich es im Moment bereue, dass ich mir bisher nichts im Puppentheater angesehen habe. Die nächste Gelegenheit ist wohl auch noch ein wenig hin, aber ich werde es auf jeden Fall im Hinterkopf behalten.
Kommen wir jetzt endlich wirklich mal zum Stück:
Ein namenloser Bengel wird von seinen Eltern für einen Abend an einen Baby Sitter abgetreten. Die Babysitterin ist ein wenig irritiert, was sie mit dem vorlauten Fratz machen soll. Und ungefähr dort setzen dann auch diverse Erzählungen aus dem Struwwelpeter an - welche der Bengel mit Begeisterung verfolgt und welche seine Aufpasserin eher in Angst und Schrecken versetzen.
So, für die, deren Kindheit etwa genauso weit zurück reicht wie die meine und daher schon etwas dunkel ist: Es ging in dem Buch, naja, in dem Büchlein, nicht nur um den Struwwelpeter. Viel mehr handelt es sich um eine gereimte "Kurzgeschichtensammlung", in der auf grob 20 Seiten kindliches Fehlverhalten vorgeführt und in der Erzählung selbst bestraft wird, untermalt mit recht einprägsamen Zeichnungen. (Wiki hilft wie immer weiter)
Man kann das Buch als eine frühe Form der Kinderpsychologie lesen. ADHS, Magersucht, Depression - wenn man das so sehen möchte ist sind das in diesem Buch beschriebene Zustände.
Etwas netter ist die Version, in der Heinrich Hoffmann anfangen mußte den Struwwelpeter zu zeichnen, um überhaupt an seine jungen Patienten heran zu kommen. Beliebte Erziehungssprüche wie "wenn du nicht aufhörst zu ..., dann kommt der Arzt und..." hatten ihm nicht gerade einen einfachen Stand eingebracht. Die Geschichten waren eine Methode an die Kranken heran zu kommen. Und der Struwwelpeter war wohl damals als eine sehr frühe Form von Kino intendiert. Aus einem anfangs normalen Jungen wird im Laufe des Zeichnens ein immer wilderer Knabe und das Reden und Zeichnen weckt die Neugier der Patienten und hoffentlich auch ihre Kooperationsbereitschaft.
Literarischer Diskurs Ende. Nur eines noch: es soll wohl vollkommen im Interesse des Autoren gewesen sein, dass Kinder die Bücher auseinander nehmen. (physisch, nicht literarisch)
Und was hat das nun mit dem Stück zu tun?
Die kleinen Geschichtchen werden in Liedern nacherzählt und gleichzeitig auf einer Bühen auf der Bühne pantomimisch nachgestellt. Klingt komplizierter als es ist, man darf nur keine durchgehende Handlung erwarten.
Die Frau zwei rechts von mir meinte am Ende, das ganze wäre etwas schwer zugänglich gewesen. Vielleicht hat es am Ende wirklich was mit Übung zu tun, aber ich persönlich fand das Stück gut verständlich... vielleicht hat es auch geholfen, dass ich den Struwwelpeter Anfang des Jahres mal wieder gelesen hatte.
Die kleinen Episoden spielen ja im Grunde fast alle zuhause. Ma und Pa wurden von richtigen Schauspieler gespielt, allerdings pantomimisch und etwas übertrieben. Der Suppenkasper, Hans Guck in die Luft, der Struwwelpeter oder die Geschichte vom bösen Friedrich wurden mit Puppen oder Menschen mit Puppenköpfen gespielt - ebenfalls pantomimisch. Gesprochen haben - wenn ich das richtig im Kopf habe - nur die beiden Hauptpersonen und der Alptraummann.
Das Schöne ist einfach, dass durch die Pantomime das ganze ein wenig ins Absurde gezogen wurde und die Geschichten nicht mehr ganz so brutal wirkten wie sie eigentlich sind. Und: ich bin immer noch hin und weg, dass man aus so einer kleinen Puppe, auch wenn sie nur einen kurzen Auftritt für ein Lied hat, eine richtige Person machen. Zwar mit starrem Gesichtsausdruck, aber mit wirkungsvoller Gestik und eigenem Charakter...
Zumindest mir tat der böse Friedrich am Ende leid. Und das muß man auch erst mal schaffen: Mitleid zu erzeugen, mit einer Handpuppe, hinter der zwei Menschen in schwarz stehen und jede Bewegung steuern...
Ich hatte eigentlich nicht die höchsten Erwartungen an Shockhead Peter. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass ich The Tiger Lillies im letzten Dreivierteljahr hier im Opernhaus live gesehen habe, und es war... nicht mein Geschmack.
Ich bin an und für sich relativ schmerzunempfindlich. Ich war von Le Comte Ory befremdet, habe mir aber die ganze Oper angesehen. Ich saß für Freunde auch schon über zwei Stunden in Oratorien. Und ich habe auch das Wunderhorn ohne bleibende Schäden überstanden. Aber bei den Tiger Lillies kam ich an meine Grenzen. Ich war wirklich ganz kurz davor mittendrin zu gehen. Das hängt auch mit dem etwas absurden britischen Humor zusammen (was will mir ein Mann sagen, der mit einem Sexspielzeug auf das Piano einhaut? zumal die Melodie darunter leidet), mit dem etwas übertriebenen Einsatzes des Theremin (was auf Dauer echt nervt - das Ding eignet sich hervorragend Geistergeräusche in 60er Jahrestreifen zu vertonen. Das muß man auch erst mal zwei Stunden ertragen können.) und dann war da noch die Stimme von Martyn Jacques. Ich persönliche finde tiefe Männerstimmen angenehm zum zuhören und hohe Männerstimmen sind auch kein Thema - in Maßen. Aber bei Martyn Jacques Stimme ist meine persönliche Schmerzgrenze einfach erreicht. (Zumal der Schlußapplaus bombastisch war, aber die Anwesenden - zumindest die, die ich sehen konnte - während der Vorstellung alle einen Gesichtsausdruck trugen, als wären sie in diesem Moment lieber beim Zahnarzt als in der Oper.)
Und - um auf den heutigen Abend zurück zu kommen - es ist nicht weiter schlimm, dass nicht jeder Sänger mit solch einer wandelbaren Stimme "gesegnet" ist wie Mister Jacques. Die Musik war wirklich hörenswert, auch wenn das spannungsaufbauende "Ich vollende den Satz jetzt mal nicht, sondern fange noch drei Mal von vorne an, bevor ich das Wort ausspreche, das hier eh alle erwarten" vielleicht etwas oft vorkam.
Ich gebe auch offen zu, dass ich es im Moment bereue, dass ich mir bisher nichts im Puppentheater angesehen habe. Die nächste Gelegenheit ist wohl auch noch ein wenig hin, aber ich werde es auf jeden Fall im Hinterkopf behalten.
Kommen wir jetzt endlich wirklich mal zum Stück:
Ein namenloser Bengel wird von seinen Eltern für einen Abend an einen Baby Sitter abgetreten. Die Babysitterin ist ein wenig irritiert, was sie mit dem vorlauten Fratz machen soll. Und ungefähr dort setzen dann auch diverse Erzählungen aus dem Struwwelpeter an - welche der Bengel mit Begeisterung verfolgt und welche seine Aufpasserin eher in Angst und Schrecken versetzen.
So, für die, deren Kindheit etwa genauso weit zurück reicht wie die meine und daher schon etwas dunkel ist: Es ging in dem Buch, naja, in dem Büchlein, nicht nur um den Struwwelpeter. Viel mehr handelt es sich um eine gereimte "Kurzgeschichtensammlung", in der auf grob 20 Seiten kindliches Fehlverhalten vorgeführt und in der Erzählung selbst bestraft wird, untermalt mit recht einprägsamen Zeichnungen. (Wiki hilft wie immer weiter)
Man kann das Buch als eine frühe Form der Kinderpsychologie lesen. ADHS, Magersucht, Depression - wenn man das so sehen möchte ist sind das in diesem Buch beschriebene Zustände.
Etwas netter ist die Version, in der Heinrich Hoffmann anfangen mußte den Struwwelpeter zu zeichnen, um überhaupt an seine jungen Patienten heran zu kommen. Beliebte Erziehungssprüche wie "wenn du nicht aufhörst zu ..., dann kommt der Arzt und..." hatten ihm nicht gerade einen einfachen Stand eingebracht. Die Geschichten waren eine Methode an die Kranken heran zu kommen. Und der Struwwelpeter war wohl damals als eine sehr frühe Form von Kino intendiert. Aus einem anfangs normalen Jungen wird im Laufe des Zeichnens ein immer wilderer Knabe und das Reden und Zeichnen weckt die Neugier der Patienten und hoffentlich auch ihre Kooperationsbereitschaft.
Literarischer Diskurs Ende. Nur eines noch: es soll wohl vollkommen im Interesse des Autoren gewesen sein, dass Kinder die Bücher auseinander nehmen. (physisch, nicht literarisch)
Und was hat das nun mit dem Stück zu tun?
Die kleinen Geschichtchen werden in Liedern nacherzählt und gleichzeitig auf einer Bühen auf der Bühne pantomimisch nachgestellt. Klingt komplizierter als es ist, man darf nur keine durchgehende Handlung erwarten.
Die Frau zwei rechts von mir meinte am Ende, das ganze wäre etwas schwer zugänglich gewesen. Vielleicht hat es am Ende wirklich was mit Übung zu tun, aber ich persönlich fand das Stück gut verständlich... vielleicht hat es auch geholfen, dass ich den Struwwelpeter Anfang des Jahres mal wieder gelesen hatte.
Die kleinen Episoden spielen ja im Grunde fast alle zuhause. Ma und Pa wurden von richtigen Schauspieler gespielt, allerdings pantomimisch und etwas übertrieben. Der Suppenkasper, Hans Guck in die Luft, der Struwwelpeter oder die Geschichte vom bösen Friedrich wurden mit Puppen oder Menschen mit Puppenköpfen gespielt - ebenfalls pantomimisch. Gesprochen haben - wenn ich das richtig im Kopf habe - nur die beiden Hauptpersonen und der Alptraummann.
Das Schöne ist einfach, dass durch die Pantomime das ganze ein wenig ins Absurde gezogen wurde und die Geschichten nicht mehr ganz so brutal wirkten wie sie eigentlich sind. Und: ich bin immer noch hin und weg, dass man aus so einer kleinen Puppe, auch wenn sie nur einen kurzen Auftritt für ein Lied hat, eine richtige Person machen. Zwar mit starrem Gesichtsausdruck, aber mit wirkungsvoller Gestik und eigenem Charakter...
Zumindest mir tat der böse Friedrich am Ende leid. Und das muß man auch erst mal schaffen: Mitleid zu erzeugen, mit einer Handpuppe, hinter der zwei Menschen in schwarz stehen und jede Bewegung steuern...
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Dienstag, 25. Mai 2010
Der Mond ist inzwischen ersoffen - Schauriges zur Nacht
Um den Kulturschock des Wunderhorns zu verkraften, habe ich mir an dem Abend noch ein weiteres Stück gegönnt: Der Mond ist inzwischen ersoffen - Schauriges zur Nacht.
Das Hoftheater macht bei etwas milderen Temperaturen sicherlich noch mehr Spaß, aber ein Sternenklarer Himmel und Makaberes zum warm werden, sind keine grundlegend falsche Kombination.
Das Programm selbst war bunt gemischt. Nur leider sind die meisten Pointen mit etwas Übung absehbar. Was aber das Programm nicht abwerten soll. Schon allein für die Parodie auf Schillers Handschuh hätte ich mich aus dem Haus bewegt. So richtig alt fühlte ich mich, als plötzlich von Knorkator "Weg nach unten" erklang. Und der Sketch, der strukturell dem Lied "Nichts von Bedeutung" von Max Raabe gleicht, macht immerhin auch dann noch Spaß, wenn man die wahrscheinliche Pointe schon kennt.
Und nicht alles war zur Erheiterung gedacht. Eherbrecher, die in den Gräbern ihrer Geliebten landen, oder Dauerschwangere, die ihr achtes Kind lieber Umbringen als es groß zu ziehen, sorgen dafür, dass für wirklich jede Schauerstufe was dabei ist.
Und - vielleicht bin ich ja leicht zu beeindrucken, aber es ist trotzdem nicht selbstverständlich - dass im Grunde jeder auf der Bühne mindestens ein Instrument beherrschte, fand ich doch bemerkenswert. Und ich rede hier nicht vom Kamm, sondern von Gitarre, Mundharmonika, Akkordeon, einem Mini-Keyboard und von einem als Trommel umfunktionierten Mülleimer - also die Dinge, die man nicht unbedingt an einem verregneten Sonntag lernt.
Auch wenn nicht jede Pointe Begeisterungsstürme weckt, war das Stück alle in allem durchaus sehenswert. Und unterhaltsam. (Und ich fühle mich immer noch alt...)
Und - Überraschungserkenntnis des Abends - Andreas Range ist noch immer in Halle. Schön, dass ich das nach einem Dreivierteljahr auf dem Bildungszug durch die Bühnen Halle auch endlich mal mitbekomme. Eine Freundin von mir war Riesen-Fan von ihm, als sie mich damals zu den Singenden Rucksäcken mitgeschleift hat und ich für meinen Teil würde mich zumindest zu der Aussage hinreißen lassen, dass an dem Mann ein Komiker verloren gegangen ist. Zumindest was seine Gesichtszüge angeht. (Da freu' ich mich auf die 39 Stufen doch gleich mal doppelt)
Wer eines Nachts mal wirklich nichts zu tun hat und zu einem etwas makaberen Humor neigt, ist hiermit auf jeden Fall gut beraten.
Einziger Wermutstropfen: so weit ich weiß gibt es hierzu kein Programmheft. Bei einigen Sachen hätte ich schon gern mal gewusst, wo sie her sind und was man zur Selbstbespaßung vielleicht noch an Werken anschließen könnte.
Das Hoftheater macht bei etwas milderen Temperaturen sicherlich noch mehr Spaß, aber ein Sternenklarer Himmel und Makaberes zum warm werden, sind keine grundlegend falsche Kombination.
Das Programm selbst war bunt gemischt. Nur leider sind die meisten Pointen mit etwas Übung absehbar. Was aber das Programm nicht abwerten soll. Schon allein für die Parodie auf Schillers Handschuh hätte ich mich aus dem Haus bewegt. So richtig alt fühlte ich mich, als plötzlich von Knorkator "Weg nach unten" erklang. Und der Sketch, der strukturell dem Lied "Nichts von Bedeutung" von Max Raabe gleicht, macht immerhin auch dann noch Spaß, wenn man die wahrscheinliche Pointe schon kennt.
Und nicht alles war zur Erheiterung gedacht. Eherbrecher, die in den Gräbern ihrer Geliebten landen, oder Dauerschwangere, die ihr achtes Kind lieber Umbringen als es groß zu ziehen, sorgen dafür, dass für wirklich jede Schauerstufe was dabei ist.
Und - vielleicht bin ich ja leicht zu beeindrucken, aber es ist trotzdem nicht selbstverständlich - dass im Grunde jeder auf der Bühne mindestens ein Instrument beherrschte, fand ich doch bemerkenswert. Und ich rede hier nicht vom Kamm, sondern von Gitarre, Mundharmonika, Akkordeon, einem Mini-Keyboard und von einem als Trommel umfunktionierten Mülleimer - also die Dinge, die man nicht unbedingt an einem verregneten Sonntag lernt.
Auch wenn nicht jede Pointe Begeisterungsstürme weckt, war das Stück alle in allem durchaus sehenswert. Und unterhaltsam. (Und ich fühle mich immer noch alt...)
Und - Überraschungserkenntnis des Abends - Andreas Range ist noch immer in Halle. Schön, dass ich das nach einem Dreivierteljahr auf dem Bildungszug durch die Bühnen Halle auch endlich mal mitbekomme. Eine Freundin von mir war Riesen-Fan von ihm, als sie mich damals zu den Singenden Rucksäcken mitgeschleift hat und ich für meinen Teil würde mich zumindest zu der Aussage hinreißen lassen, dass an dem Mann ein Komiker verloren gegangen ist. Zumindest was seine Gesichtszüge angeht. (Da freu' ich mich auf die 39 Stufen doch gleich mal doppelt)
Wer eines Nachts mal wirklich nichts zu tun hat und zu einem etwas makaberen Humor neigt, ist hiermit auf jeden Fall gut beraten.
Einziger Wermutstropfen: so weit ich weiß gibt es hierzu kein Programmheft. Bei einigen Sachen hätte ich schon gern mal gewusst, wo sie her sind und was man zur Selbstbespaßung vielleicht noch an Werken anschließen könnte.
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