Na bitte, ich wußte es doch:
Die MZ war begeistert:
http://www.mz-web.de/a?id=1296641406434
Und so muß man das auch erst mal formulieren können.
Ich bin mir sicher die Rezension wird auch sehr bald auf der Homepage der Bühnen Halle landen.
Wen kümmert da noch meine unqualifizierte Meinungsäußerung? ^_~
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Sonntag, 6. Februar 2011
Lulu
Die MZ wird es lieben, mit ziemlicher Sicherheit sogar. Alle die ich im Publikum gesehen habe und die irgendwie mit den Bühnen Halle oder den Darstellern zusammen hängen, haben sich fast wahnsinnig geklatscht und gejubelt. Es gab stehende Ovationen, lange Beifall. Jeder an dem ich vorbei gegangen bin schien es geliebt zu haben.
Es muss wirklich gut gewesen sein. Wedekinds Vorlage ist eh über jeden Zweifel erhaben.
Ich stehe sogar hinter diesem "Lulu als Projektionsfläche für jeden der sie geheiratet hat" Ansatz.
Und trotzdem saß ich da und konnte die Begeisterung einfach nicht nachvollziehen. Das hat auch, aber nicht nur, mit der Musik zu tun.
Kommen wir erst mal auf die gelungenen Sachen zu sprechen:
Mein persönlicher Geschmack hin oder her, so lange nicht mehrere Personen gleichzeitig singen (was selten der Fall ist) kommt das Stück eigentlich auch ohne Übertitel aus. Das ist bei der Vorlage durchaus eine Leistung, das begreife sogar ich als Laie.
Auch das Lulu für jeden Mann anders aussieht wurde auch sehr schön gelöst. Nicht nur über den Text, sondern auch darüber, dass die meisten Männer Lulu das gewählte Kostüm selbst anziehen, sie entsprechend behandeln und vor allem entsprechend nennen. (Ich amüsiere mich schon den ganzen Morgen darüber, dass man sie neben Eva auch Mignon genannt hat. Das hatte ich schon wieder ganz vergessen. Und für die Nicht-Germanisten: Goethe - Wilhelm Meisters Lehrjahre. Mignon ist ein anhängliches Naturkind, dass an einer Herzschwäche stirbt, als sie sieht, wie sich ihr Adoptivpapa Wilhelm Meister und eine andere Frau in Liebe küssen. Das ist doch mal ein Frauenbild, dass bei Dr. Schön durchaus tief blicken lässt.)
Und: wandelbares Bühnebild. Vom Atelier bis zum Nachclub kann man aus so einem Käfig alles machen, wenn man nur will.
Leider ist das Bühnebild aber auch eines der Gründe, warum ich einfach nicht in das Stück rein gekommen bin. Ich meine, die Übertitel waren auch eine Ablenkung. Aber das ist ein anderes Thema und wahrscheinlich Übungssache.
Was mich kontinuierlich aus dem Stück heraus geworfen hat, war dieser Käfig. Das Ding ist stabil, es erfüllt seinen Zweck, es ist multi-funktional, es ist eine geniale Idee. Aber eine mit Macken.
Das ist noch nicht mal so sehr die Tatsache, dass die Türen manchmal ein Eigenleben entwickeln und sich ein kleines Stück weit bewegen, obwohl sie das nicht sollen. Sondern die Tatsache, dass die Konstruktion wackelt wie ein Montagsprodukt. Wenn jemand das Bedürfnis hat diesen Käfig herauf zu krackseln, dann ist das ein dramatischer Moment, der nicht gewinnt wenn ich mich frage, ob ich gleich Zeuge werde wie diese Person runter fällt und sich sämtliche Gräten bricht.
Natürlich hat das Ganze gehalten, sonst würde ich hier wahrscheinlich gar nicht darüber schreiben. Aber mich hat das jedes Mal irritiert. Soll es vielleicht auch, wer weiß.
Und drei andere Kleinigkeiten:
Man sollte sich definitiv vorher den Gefallen tun und nachlesen worum es geht. Dank Alban Bergs Verknappungen dürfte man sonst ganz schön auf dem Schlauch stehen. Das Programmheft trifft es sehr gut. Wikipedia tut es auch. Ich persönlich empfehle Wedekind einfach mal selbst zu lesen.
Dr. Schöns Tod sah aus wie frisch aus einem unrealistischen Splatterfilm. Weniger wäre mehr gewesen.
Und: So schön ich persönlich es finde, dass sie auf Jack the Ripper verzichtet haben, den ich schon in der Vorlage ein wenig übertrieben fand: die Abschlußpantomimie war eine recht eigene Interpretation des Stückes.
Natürlich klingt das jetzt viel schlimmer als es eigentlich ist.
Das sind Kleinigkeiten, die wahrscheinlich gar nicht ins Gewicht gefallen wären, wenn ich mit der Musik etwas hätte anfangen können. Das selbe Bühnebild und dazu Hoffmanns Erzählungen und ich wäre wahrscheinlich Feuer und Flamme gewesen. (Nur als Beispiel. Freilich passt das Bühnenbild nur bedingt zu Offenbach, aber von der Sache her...) Abgesehen davon bin ich wirklich überzeugt, dass die MZ das Stück über den grünen Klee loben wird. Und die erreichen ohnehin sehr viel mehr Personen als ich mit meinem kleinen Blog hier.
Wer mit Alban Bergs Musik was anfangen kann, soll hin gehen. Wer es nicht weiß, kann ja bei den einschlägigen Quellen mal nach Hörproben suchen und sich selbst ein Bild machen. Wer Wedekind für ein Genie hält und wenig auf das Medium der Darbietung gibt: der soll hin gehen. Wer einfach nur neugierig ist soll auch hingehen. Wer gestern 3Sat gesehen hat und vergleichen möchte, soll hin gehen. Man verblödet ja nicht daran. Aber ich arbeite zu ungleichmäßigen Teilen daran, meine Ohren zu entknoten und nachzuvollziehen warum die gestern Alle gejubelt haben wie die Irren...
Es muss wirklich gut gewesen sein. Wedekinds Vorlage ist eh über jeden Zweifel erhaben.
Ich stehe sogar hinter diesem "Lulu als Projektionsfläche für jeden der sie geheiratet hat" Ansatz.
Und trotzdem saß ich da und konnte die Begeisterung einfach nicht nachvollziehen. Das hat auch, aber nicht nur, mit der Musik zu tun.
Kommen wir erst mal auf die gelungenen Sachen zu sprechen:
Mein persönlicher Geschmack hin oder her, so lange nicht mehrere Personen gleichzeitig singen (was selten der Fall ist) kommt das Stück eigentlich auch ohne Übertitel aus. Das ist bei der Vorlage durchaus eine Leistung, das begreife sogar ich als Laie.
Auch das Lulu für jeden Mann anders aussieht wurde auch sehr schön gelöst. Nicht nur über den Text, sondern auch darüber, dass die meisten Männer Lulu das gewählte Kostüm selbst anziehen, sie entsprechend behandeln und vor allem entsprechend nennen. (Ich amüsiere mich schon den ganzen Morgen darüber, dass man sie neben Eva auch Mignon genannt hat. Das hatte ich schon wieder ganz vergessen. Und für die Nicht-Germanisten: Goethe - Wilhelm Meisters Lehrjahre. Mignon ist ein anhängliches Naturkind, dass an einer Herzschwäche stirbt, als sie sieht, wie sich ihr Adoptivpapa Wilhelm Meister und eine andere Frau in Liebe küssen. Das ist doch mal ein Frauenbild, dass bei Dr. Schön durchaus tief blicken lässt.)
Und: wandelbares Bühnebild. Vom Atelier bis zum Nachclub kann man aus so einem Käfig alles machen, wenn man nur will.
Leider ist das Bühnebild aber auch eines der Gründe, warum ich einfach nicht in das Stück rein gekommen bin. Ich meine, die Übertitel waren auch eine Ablenkung. Aber das ist ein anderes Thema und wahrscheinlich Übungssache.
Was mich kontinuierlich aus dem Stück heraus geworfen hat, war dieser Käfig. Das Ding ist stabil, es erfüllt seinen Zweck, es ist multi-funktional, es ist eine geniale Idee. Aber eine mit Macken.
Das ist noch nicht mal so sehr die Tatsache, dass die Türen manchmal ein Eigenleben entwickeln und sich ein kleines Stück weit bewegen, obwohl sie das nicht sollen. Sondern die Tatsache, dass die Konstruktion wackelt wie ein Montagsprodukt. Wenn jemand das Bedürfnis hat diesen Käfig herauf zu krackseln, dann ist das ein dramatischer Moment, der nicht gewinnt wenn ich mich frage, ob ich gleich Zeuge werde wie diese Person runter fällt und sich sämtliche Gräten bricht.
Natürlich hat das Ganze gehalten, sonst würde ich hier wahrscheinlich gar nicht darüber schreiben. Aber mich hat das jedes Mal irritiert. Soll es vielleicht auch, wer weiß.
Und drei andere Kleinigkeiten:
Man sollte sich definitiv vorher den Gefallen tun und nachlesen worum es geht. Dank Alban Bergs Verknappungen dürfte man sonst ganz schön auf dem Schlauch stehen. Das Programmheft trifft es sehr gut. Wikipedia tut es auch. Ich persönlich empfehle Wedekind einfach mal selbst zu lesen.
Dr. Schöns Tod sah aus wie frisch aus einem unrealistischen Splatterfilm. Weniger wäre mehr gewesen.
Und: So schön ich persönlich es finde, dass sie auf Jack the Ripper verzichtet haben, den ich schon in der Vorlage ein wenig übertrieben fand: die Abschlußpantomimie war eine recht eigene Interpretation des Stückes.
Natürlich klingt das jetzt viel schlimmer als es eigentlich ist.
Das sind Kleinigkeiten, die wahrscheinlich gar nicht ins Gewicht gefallen wären, wenn ich mit der Musik etwas hätte anfangen können. Das selbe Bühnebild und dazu Hoffmanns Erzählungen und ich wäre wahrscheinlich Feuer und Flamme gewesen. (Nur als Beispiel. Freilich passt das Bühnenbild nur bedingt zu Offenbach, aber von der Sache her...) Abgesehen davon bin ich wirklich überzeugt, dass die MZ das Stück über den grünen Klee loben wird. Und die erreichen ohnehin sehr viel mehr Personen als ich mit meinem kleinen Blog hier.
Wer mit Alban Bergs Musik was anfangen kann, soll hin gehen. Wer es nicht weiß, kann ja bei den einschlägigen Quellen mal nach Hörproben suchen und sich selbst ein Bild machen. Wer Wedekind für ein Genie hält und wenig auf das Medium der Darbietung gibt: der soll hin gehen. Wer einfach nur neugierig ist soll auch hingehen. Wer gestern 3Sat gesehen hat und vergleichen möchte, soll hin gehen. Man verblödet ja nicht daran. Aber ich arbeite zu ungleichmäßigen Teilen daran, meine Ohren zu entknoten und nachzuvollziehen warum die gestern Alle gejubelt haben wie die Irren...
Donnerstag, 27. Januar 2011
Einführungsmatinee zu Lulu
Da war doch dieser Kommentar zum Thema Alter.
Ich komme mir eigentlich noch nicht wahnsinnig alt vor, aber wenn ich in der Oper irgendwo sitze und weit und breit die nächstältere Person jenseits der 40 sein dürfte... dann fühle ich mich wirklich alt. Etwas das in der Oper auch regelmäßig geschieht.
Auch, oder gerade bei Einführungsveranstaltungen.
Ich habe auf dem Weg dorthin sogar noch eine Studentin aus den Musikwissenschaften getroffen, die reichlich irritiert wirkte, dass ich mir so was an einem Sonntag überhaupt ansehe.
Wobei das mit dem Alter natürlich auch ein wenig Polemik ist. Ich habe einen Arbeitskollegen in der Ecke stehen sehen, von dem ich denke, dass er ein oder zwei Jahre jünger sein könnte als ich. Aber hinter uns lag dann wirklich erst mal eine Kluft die sich schon mal in Jahrzehnten messen lässt.
Apropo stehen: das musste die MZ natürlich aufbauschen: dass so Viele da waren, dass Einige stehen mussten. Ich empfehle einen Blick auf das Bild neben dem Artikel. Klingelt's? An dem gleichen Tag fand noch eine Vorstellung der Blume von Hawaii statt. Das Bühnenbild stand schon. Man konnte also schlecht einfach in den Saal. Es wäre schon gegangen, hätte aber auch einen ziemlichen Stilbruch bedeutet. Also ging es in das... Konzertfoyer (? Zwischen Parkett und erster Rang, da wo auch Getränke verkauft werden)
Und wer schon mal da war weiß: so unendlich viele Menschen passen da einfach nicht hinein.
Freilich waren viele da, vor allem wenn man bedenkt, dass mir, als ich zwei oder drei Wochen vorher anfragte, empfohlen wurde die Karte direkt vor Ort zu holen. Das heißt nämlich auch das kein Mensch vernünftig planen konnte...
Ich plaudere schon wieder aus dem Nähkasten, aber so ziemlich jeder der da war müsste das mitbekommen haben. Im Parkett wären wir sehr entspannt untergekommen und hätten ein recht trauriges Bild abgegeben.
Wobei man aber auch sagen musste, dass man sich im Konzertfoyer wirklich Mühe gegeben hat, noch Sitzgelegenheiten zu organisieren. Es hat eben nur nicht ganz gereicht.
Wie genau die Matinee abgelaufen ist, kann man sich ruhig auf der Seite der MZ durchlesen. Alles was dort steht wurde auch auf der Einführungsmatinee gesagt.
Abgesehen von einem Fehler: Lulu und ihre Beziehungen zu den Männern. Ich bin Germanist, ich habe keine Ahnung von Musik, aber bei Wedekind kenne ich mich ein wenig aus. Und Wiki hat nicht den Eindruck vermittelt, dass die Oper da zu sehr abweicht: Lulu hat ALLE Männer, bis einschließlich ihres Dr. Schön, geheiratet. Was sie in der Zwischenzeit mit Schön gemacht hat, steht auf einem anderen Stern. Und wie sie die Männer jeweils behandelt hat auch. Aber bis zu Dr. Schön waren das alles ihre Ehemänner. Nichts von wegen Einen heiraten und den Rest nebenbei halten. Nein, das lief jedes Mal mit Trauung. Was wahrscheinlich für die Männer den Schlag um so schwerer machte zu begreifen: dass ist meine Frau, und ich kann sie doch nicht an mich binden...
So, mehr wollte ich zur Einführungsveranstaltung gar nicht sagen. Wer was Inhaltliches wissen möchte, bitte wirklich mal bei der MZ nachschauen. Dass muss ich nicht noch mal aufschreiben. Vor allem nicht um die Zeit.
Mit einer Ausnahme vielleicht:
Frau Berndt meinte, dass sie sich schon sehr lange auf die Rolle vorbereitet, auch um das überstehen zu können. Lulu als Person ist ja nicht ohne. Das hat in diesem Fall zu weitreichenden Betrachtungen über die Liebe geführt, anhand eines Textes von Max Frisch. Tatsächlich mal lesenswert, auch wenn eine Dame sich beim herausgehen beschwerte, das habe absolut nichts mit der Oper zu tun. Darüber kann man geteilter Meinung sein. Wenn Frau Bernd ihre Rolle anhand dieser Seite ausrichten möchte, kann man es kennen. Und wer nach Max Frisch und dem Wort Liebe googelt, der wird den Text in mehreren Versionen finden... Einfach mal als Service für die Freunde von Hintergrundinformationen.
Ansonsten muß ich sagen, dass ich wahrscheinlich mit der Musik wenig anfangen kann, und mich doch auf den Abend freue. Ob es nun daran liegt, dass Frühling wird, dass das Thalia mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gerettet ist oder aus irgend einem anderenm mir unbekannte Grund:
Das was ich in den letzten zwei Wochen gesehen habe wurde mit dermaßen viel Energie und Freunde gespielt, dass man einfach wieder kommen möchte. Ich werde mich wie gesagt bei diesem Stück wahrscheinlich mehr an die Handlung als an die Musik klammern. Aber ich gehe wirklich davon aus, dass es sehenswert wird.
Ich komme mir eigentlich noch nicht wahnsinnig alt vor, aber wenn ich in der Oper irgendwo sitze und weit und breit die nächstältere Person jenseits der 40 sein dürfte... dann fühle ich mich wirklich alt. Etwas das in der Oper auch regelmäßig geschieht.
Auch, oder gerade bei Einführungsveranstaltungen.
Ich habe auf dem Weg dorthin sogar noch eine Studentin aus den Musikwissenschaften getroffen, die reichlich irritiert wirkte, dass ich mir so was an einem Sonntag überhaupt ansehe.
Wobei das mit dem Alter natürlich auch ein wenig Polemik ist. Ich habe einen Arbeitskollegen in der Ecke stehen sehen, von dem ich denke, dass er ein oder zwei Jahre jünger sein könnte als ich. Aber hinter uns lag dann wirklich erst mal eine Kluft die sich schon mal in Jahrzehnten messen lässt.
Apropo stehen: das musste die MZ natürlich aufbauschen: dass so Viele da waren, dass Einige stehen mussten. Ich empfehle einen Blick auf das Bild neben dem Artikel. Klingelt's? An dem gleichen Tag fand noch eine Vorstellung der Blume von Hawaii statt. Das Bühnenbild stand schon. Man konnte also schlecht einfach in den Saal. Es wäre schon gegangen, hätte aber auch einen ziemlichen Stilbruch bedeutet. Also ging es in das... Konzertfoyer (? Zwischen Parkett und erster Rang, da wo auch Getränke verkauft werden)
Und wer schon mal da war weiß: so unendlich viele Menschen passen da einfach nicht hinein.
Freilich waren viele da, vor allem wenn man bedenkt, dass mir, als ich zwei oder drei Wochen vorher anfragte, empfohlen wurde die Karte direkt vor Ort zu holen. Das heißt nämlich auch das kein Mensch vernünftig planen konnte...
Ich plaudere schon wieder aus dem Nähkasten, aber so ziemlich jeder der da war müsste das mitbekommen haben. Im Parkett wären wir sehr entspannt untergekommen und hätten ein recht trauriges Bild abgegeben.
Wobei man aber auch sagen musste, dass man sich im Konzertfoyer wirklich Mühe gegeben hat, noch Sitzgelegenheiten zu organisieren. Es hat eben nur nicht ganz gereicht.
Wie genau die Matinee abgelaufen ist, kann man sich ruhig auf der Seite der MZ durchlesen. Alles was dort steht wurde auch auf der Einführungsmatinee gesagt.
Abgesehen von einem Fehler: Lulu und ihre Beziehungen zu den Männern. Ich bin Germanist, ich habe keine Ahnung von Musik, aber bei Wedekind kenne ich mich ein wenig aus. Und Wiki hat nicht den Eindruck vermittelt, dass die Oper da zu sehr abweicht: Lulu hat ALLE Männer, bis einschließlich ihres Dr. Schön, geheiratet. Was sie in der Zwischenzeit mit Schön gemacht hat, steht auf einem anderen Stern. Und wie sie die Männer jeweils behandelt hat auch. Aber bis zu Dr. Schön waren das alles ihre Ehemänner. Nichts von wegen Einen heiraten und den Rest nebenbei halten. Nein, das lief jedes Mal mit Trauung. Was wahrscheinlich für die Männer den Schlag um so schwerer machte zu begreifen: dass ist meine Frau, und ich kann sie doch nicht an mich binden...
So, mehr wollte ich zur Einführungsveranstaltung gar nicht sagen. Wer was Inhaltliches wissen möchte, bitte wirklich mal bei der MZ nachschauen. Dass muss ich nicht noch mal aufschreiben. Vor allem nicht um die Zeit.
Mit einer Ausnahme vielleicht:
Frau Berndt meinte, dass sie sich schon sehr lange auf die Rolle vorbereitet, auch um das überstehen zu können. Lulu als Person ist ja nicht ohne. Das hat in diesem Fall zu weitreichenden Betrachtungen über die Liebe geführt, anhand eines Textes von Max Frisch. Tatsächlich mal lesenswert, auch wenn eine Dame sich beim herausgehen beschwerte, das habe absolut nichts mit der Oper zu tun. Darüber kann man geteilter Meinung sein. Wenn Frau Bernd ihre Rolle anhand dieser Seite ausrichten möchte, kann man es kennen. Und wer nach Max Frisch und dem Wort Liebe googelt, der wird den Text in mehreren Versionen finden... Einfach mal als Service für die Freunde von Hintergrundinformationen.
Ansonsten muß ich sagen, dass ich wahrscheinlich mit der Musik wenig anfangen kann, und mich doch auf den Abend freue. Ob es nun daran liegt, dass Frühling wird, dass das Thalia mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gerettet ist oder aus irgend einem anderenm mir unbekannte Grund:
Das was ich in den letzten zwei Wochen gesehen habe wurde mit dermaßen viel Energie und Freunde gespielt, dass man einfach wieder kommen möchte. Ich werde mich wie gesagt bei diesem Stück wahrscheinlich mehr an die Handlung als an die Musik klammern. Aber ich gehe wirklich davon aus, dass es sehenswert wird.
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