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Dienstag, 19. August 2025

Kaulenbergfestival 2025

Ich hatte mit meiner Familie tatsächlich einen Deal, dass es drei Tages dieses Jahr gibt an denen ich für nix und niemanden erreichbar bin.

Ein Tag war das Ghost Konzert in Berlin.

Die anderen zwei Tage waren das Kaulenbergfestival am letzten Wochenende im Herzen von Halle.

Ich habe nicht alles mitgenommen. (Nur fast.) Aber es hatte etwas von einem Mini Urlaub. Man ist da wenn man da ist. Man ist weg wenn man mal eben außerhalb was essen geht. Und wenn man mal eine Stunde für sich braucht - oder einfach noch Zeit bis der Kaffee wirkt - dann setzt man sich halt irgendwo hin und atmet durch.

Es war Hammer.

Mein Samstag bestand aus:

Lenz von Büchner. (Monolog mit Jonas Friedrich Leonhardi) Lebensbejahend geht anders. Aber es ist faszinierend wie weit man mit einer Loop-Station und etwas Klebeband kommt.

Toni Geiling an Geige, Gitarre und Säge.

TNT (Metal aus Jena.)

(Musik findet man jeweils auf Youtube oder der Platform des Vertrauens.)

Meinen ersten Aussetzer hatte ich bei Niebelungen: ein Solo für Kriemhild. Das ganze war von den Theaterlandschaften e.V. und nach dem was ich gesehen habe ein gute Mischung aus Schauspiel, Musik, Tanz und Puppentheater. Aber ich hatte leider Flashbacks an das Altgermanistikseminar. (Unser Dozent hatte immer das Ziel, dass jeder von uns den Anfang der Nibelungen auswendig kann. Yep, ist noch da. Wusste ich nicht. Hätte ich auch nicht wissen müssen... sorry.)

Danach noch ein offizieller Teil und ich habe endlich mal Matthias Brenner mit Der Trinker von Fallada geschafft. Eine Werbung für Alkohol war das jetzt auch nicht, aber: ich war endlich mal da.

Am Sonntag dann:

Candlelight Dynamite - Die Giganten des Universums. Einer dieser fantastischen Moment in denen man die Kinder da hin setzt, damit sie was lustiges zu sehen haben, und die Erwachsenen anderthalb Stunden glücklich vor sich hin feixen.

Walli Wolke mit Kerstin Dathe. Was halt so passiert wenn plötzlich ein Drache schlüpft.

Bassam Abou Diab hat getanzt. Und mir fehlen immer noch die Worte dem gerecht zu werden, was da eigentlich passiert ist.

Bridge Markland hat die Räuber von Schiller interpretiert, mit viel Musik und vielen Puppen. Es war fantastisch, egal wie hart der Bruch zu dem davor war.

Dann Brecht Lieder mit Anton Masie und Holger "Scotti" Gottwald.

Noch ein Konzert mit Bastian Brandt. (Auch hier lohnt sich Youtube.)

Und eine Feuershow zum Abschied.

Zwischendrin gab es noch ein Planschbecke für die Kleinsten, einen Menschen-großen Raaben, Grenzkontrollen, Mitmach-Theater, Musik, 2 Workshops und für mich viel zu viel Mate.

Ist eine ganz schön lange Liste, oder?

Und das alles für einen wirklich humanen Preis für beide Tage! Ja, gut, plus Verpflegung. Aber essen und trinken muss man ja so oder so. ;)

Und auch wenn das alles nicht nur nach einem straffen Programm klingt, sondern auch durchaus eine Menge war: es war alles entspannt. Man hatte immer genug Zeit zwischen den Bühnen hin und her zu laufen, es blieb immer noch Zeit für ein Getränk mehr, es blieb Zeit für die Mittagspause und wenn sich Dinge zu sehr überschneiden, dann wurde eben noch mal spontan das Programm umgeplant.

Es waren unglaublich viele Freiwillige da, nicht nur für Technik, Deko, Orga, Stühle räumen, Getränke ausschenken, Einlass kontrollieren und vieles mehr, sondern im Grunde gab es immer auch irgend jemand der helfen konnte wenn man wirklich mal planlos dastand und nicht wusste wo es weiter geht.

Es war fantastisch. Es war beeindruckend. Selbst die Künstler wirkten entspannt. 

Und ich weiß, dass ich es mochte weil eben nicht halb Halle da war und es sich "gut verlaufen" hat. Und ich weiß auch, dass mein Geschmack nicht immer mit dem anderer Menschen kompatibel ist. Aber es war das zweite Jahr an dem ich da war. Es war das zweite Jahr fantastisch. Und wenn ihr mir nächstes Jahr einen guten Sitzplatz freihaltet kann ich euch das Kaulenbergfestival auch uneingeschränkt weiter empfehlen. ;) 

Sonntag, 28. Mai 2023

Der Deal war ja eigentlich immer...

 ... dass Ihr entweder die schmutzigen Details oder den Titel der Veranstaltung bekommt.


Daher fangen wir erst mal anonym an:

Ich habe neulich eine durchaus interessante Vorlesung besucht, bei der ich - trotz Eintritt - aufgrund eines Planungsfehlers dazu aufgefordert wurde für die Bereitstellung von Essen zu bezahlen, auch wenn ich persönlich gar nicht darum gebeten hatte.

Vortrag war toll. Ich werde mit ziemlicher Sicherheit nicht noch mal hin gehen.


Und dann hatte mir jemand Dracula im Puppentheater wirklich empfohlen, also so richtig mit Nachdruck.

Ich muss an der Stelle einfach auch mal eine generelle Lanze für das Puppentheater brechen: rein technisch war es hervorragend gemacht. Der Punkt beim Puppentheater ist ja gerade, dass man genau sieht wie es funktioniert und man in den guten Moment trotzdem glaubt was man da sieht.

In der Beziehung war der Abend wirklich gut.

Rein von der Handlung her war es im Grunde die Geschichte von Lucy, nur dass die Figur Mina hieß. (Wer das Buch kennt weiß grob was ich meine) Und meine Lieblings-Dozentin hat durchblicken lassen, dass sich der Abend im Laufe der Zeit auch gewandelt hat. Und ich habe bei weiterführenden Fragen auch noch ein Programmheft hier... irgendwo. Nichts davon ändert etwas daran, dass ich die letzte Figur - und damit leider auch den Schluss des Abends - überflüssig und kitschig fand.

Ohne wäre es echt gut gewesen. Mit frage ich mich warum mir das sooo begeistert empfohlen wurde.


Erwähnte ich eigentlich, dass eine ehemalige Kommilitonin von mir aktuell Ihre eigene Vernisage im Neuen Theater hat? Hat Herr Brenner noch selbst am Tag der Arbeit eingeweiht.

Ich find's cool, bin da aber auch nicht neutral.


Was ich gerade richtig feiere ist, dass Peter Fox sein neues Album mal eben drei Wochen vor dem geplanten Veröffentlichungsdatum auf den Markt geworfen hat. Weil... Ist halt fertig. Oder so.

Es ist nicht ganz so schmissig wie der Vorgänger, aber der Mit-Wipp-Nerv wird getroffen.

(CD läuft gerade im zweiten Durchgang)


Für Menschen die mit Slice of Life Mangas was anfangen können habe ich mal noch drei Empfehlungen:

Days on Fes von Kanato Oka: Ursprünglichen Empfehlung kam von einem Youtuber namens BoogieSnacks. Es geht um Musikfestivals. Zum Ende hin etwas unerwartet ernst, aber gut.

Everyday Escape von Shouichi Taguchi. Selbst im Laden gefunden. Es geht um eine überarbeitete Mangaka, deren Freundin im Alltag mehr oder weniger ausschweifende Ablenkungen organisiert. 

Wakabe im Kino von Katsumi Aoyama. Mehr Fanservice als ich persönlich brauchte, aber genau was der Titel sagt: aus dem Leben einer Filmvorführerin.


Zwei Buch Kommentare:

Lesens- bzw. hörenswert ist In the Weeds: Around the World and  Behind the Scenes with Anthony Bourdain von Tom Vitale. Ich hätte gerne noch mehr von Anthony gehört und näher dran als in diesem Buch kommen wir nicht mehr.

Und Banana Yoshimoto hat ein neues Buch draußen. Ich bin noch unsicher was ich von den Aliens (?) in dem Buch halte, wobei als Inspiration wohl ein Film diente den ich nicht kenne. Aber es hat immer noch diese ruhige Akzeptanz von Leben die ich sehr zu schätzen weiß. Deswegen habe ich mir vorgenommen ihre anderen Bücher mal wieder zu lesen.


Und alles was jetzt noch fehlt hat bis morgen Abend Zeit.

Sonntag, 25. September 2011

Buddenbrooks

Manche Sachen müssen sich eben doch erst setzen:
Wie viele Andere auch, wurde ich in der Schule mit Mario und der Zauberer gequält. Dieses winzig kleine Buch von Thomas Mann hat unwesentlich mehr als 100 Seiten, ließt sich quälend zäh und wird damit gefühlt mindestens doppelt so lang und gewann auch nicht dadurch, dass Freunde aus der Parallelklasse schon vorher das Ende verraten hatten.
Thomas Mann war für mich damit erledigt und der Einzige aus der Familie, an den mich die Uni erfolgreich annähern konnte, war am Ende Klaus. Und wie das mit dezidierten Weltbildern so ist: sie erleichtern das Denken und werden gerade daher eher selten auf den Prüfstand gestellt.

Und so stellt sich dann doch die berechtigte Frage, was mich geritten hat mir im Puppentheater eine Adaption eines über 700 Seiten langen Wälzers von Thomas Mann anzusehen, wo es mir doch sogar erfolgreich gelungen ist mich vor der TV Adaption zu drücken...

Ich weiß es heute selbst nicht mehr: wahrscheinlich eine Mischung aus Masochismus und dem Versuch sich ein Stück Allgemeinbildung mit möglichst wenig Aufwand reinzupfeifen.

Und wie nicht anders zu erwarten war zumindest die erste Hälfte absolut schrecklich, also der Teil in dem man Antonie dabei zusieht, wie sie sich von ihrer Familie drängen lässt einen Kerl zu heiraten, den sie absolut widerlich findet.
Nun ist es natürlich so, dass ich weiß, dass es noch vor 150 Jahren vollkommen normal war, dass die Väter die Lebenswege der gesamten Familie bestimmten. Und ich weiß - zumindest intellektuell - auch, dass es ignorant ist so ein Thema in der multikulturellen Gesellschaft des 21sten Jahrhunderts abzutun.
Aber ich kann einfach nicht anders. Bei mir meldet sich bei so was immer der Schnarchreflex, weil ich da einfach keinerlei Anknüpfungspunkte an mein ganz persönliches Leben finde.
Die Sache wird auch nicht leichter, wenn man bedenkt dass die Buddenbrooks im Original wie gesagt über 700 Seiten haben und entsprechend zusammen gekürzt werden mussten. Bevorzugte Darstellungsform: Dialog.
Ich glaube in sofern haben die Puppen tatsächlich das Stück gerettet, weil man sich neben der zu Beginn etwas zähen Handlung immer auch darauf konzentrieren konnte, wie dieses oder jenes als nächstes mit Puppen dargestellt werden kann. (wie immer sehr charmant und mit einem gewissen Augenzwinkern gelöst)

Und, um das Ruder langsam mal rum zu reißen: das eigentlich faszinierende ist, dass das Stück immer besser wurde.
Nachdem Toni, also Antonie, sich doch zu einer Hochzeit durchringen konnte (was dauert), kommt langsam Schwung in die Kiste. Und auch wenn das Buch mittlerweile über 100 Jahre alt ist werden tatsächlich noch Themen angesprochen, die so universell sind, dass man auch heute noch einen Bezug dazu finden kann:
Selbstbestimmung vs. Fremdbestimmung
Leistungsdruck vs. Burnout und kreative Selbstverwirklichung
der Familienfrieden gegen den inneren Frieden
Was zum Henker ist eine glückliche Beziehung?
Kurz: ein Haufen Lebensentwürfe, die, passend zum Untertitel Verfall einer Familie, eigentlich alle scheitern, dafür aber nie wertend präsentiert werden.
Und das eigentlich faszinierende ist, dass die nach 100 Jahren fast alle noch aktuell sind!

Und, wenn man jetzt mal von dem musikalischen Monolog am Ende absieht, sind sie vor allem sprachlich alle recht treffsicher auf den Punkt gebracht.

Das Stück ist wie gesagt sehr Dialoglastig. Einen Actionpreis kriegt es auf jeden Fall nicht, auch wenn immer wieder musikalische Auflockerungen und ähnliches eingeflochten sind.
Wer aber ein wenig Sitzfleich mitbringt und sich fürs Puppentheater begeistern kann, wird hier mit einigen unerwartet aktuellen Problemen in historischem Gewand konfrontiert.

Und das eigentlich wirklich erstaunliche: wenn ich momentan mehr Zeit hätte, ich würde mich wahrscheinlich sogar mal hinsetzen und ausprobieren wie weit ich mit lesen käme, bis es wieder zu dröge würde. Einfach um mal zu schauen was alles raus gekürzt wurde und was noch für Weisheiten in dem Buch stecken (und dabei hat Thomas Mann diese Ziegelstein von einem Buch mit gerade mal 25 Jahren geschrieben.).
Mal schauen, wenn ich dran denke ist das vielleicht was für Anfang nächsten Jahres.
Aber allein die Vorstellung freiwillig Thomas Mann lesen zu wollen, wäre vor einer Woche noch Grund für ernsthafte Erheiterung gewesen.

In so fern ist das hier wohl keines der Stücke die spontane Jubelschreie und Weiterempfehlungen auslösen, das aber das Potential hat einen zum Nachdenken anzuregen.
(Was offen gestanden für Kultur eine ziemlich gute Leistung ist.)

Montag, 23. Mai 2011

Ein Sommernachtstraum

Bevor ich mich dann wieder mit 'unendlich viel Elan' an die Arbeit und in die Uni stürze, hier noch etwas erfreulicheres: gestern war die Premiere des Sommernachtstraumes im Hof der Moritzburg.

Ich musste arbeiten, ich habe vorher schon geahnt dass es mal wieder länger dauert, und so kam ich, wie ebenfalls vorhergeahnt, etwas später.

Plus Punkt Nummer 1: das Wetter hat gehalten. Das heißt es fand überhaupt statt, es hat wenn überhaupt immer nur zwei oder drei Tropfen geregnet und sofort wieder aufgehört. Und das trotz Unwetterwarnung. Außerdem war es angenehm draußen, auch ohne extra Decken und dergleichen mehr.
Außerdem gab es ein oder zwei spontane Spitzen für, gegen und mit dem Wetter.

Plus Punkt Nummer 2: es ist Shakespeare. Die Handlung für Eilige:
Oberon und Titania streiten sich um einen Menschenjungen. Vier Jugendliche - mehr oder weniger erfüllt untereinander verknallt - fliehen durch den Wald um Zwangsheiraten, Nonnenkloster und anderen Greultaten zu entfliehen. Mit viel Magie werden die Gefühle aller beteiligten ordentlich durcheinander gewirbelt. Keine Tote, drei Hochzeiten, eine geschlichtete "Ehe" und ein erfolgreiches Stück im Stück.

Und dann handelt es sich hier um eine von Shakespeares Komödien. Der Mann wird nicht grundlos immer noch gespielt. Das Stück ist so was wie die Urmutter aller Verwechslungskomödien. Ich persönlich halte zwar Viel Lärm um Nichts für die beste seiner Komödien, aber das soll den Sommernachtstraum gar nicht schmälern. Das Stück ist Hammer. Wer es noch nicht kennt: unbedingt mal lesen oder noch besser: hier sehen.

Dann handelt es sich hier um eine Kooperation zwischen Neuem Theater, Puppentheater und dem Theater Junge Generation Dresden.

Gespielt wird, wie so oft, auf einer Multifunktionsbühne: eine Art halb-rund-Bau mit drehbaren Lamellen, durch die die Darsteller auf und ab gehen.

Und falls es irgendwen interessiert: mein persönlicher Humor wurde von Lars Frank hervorragend getroffen.

Alles in allem vielleicht ein klein wenig Orgienlastig. So bald Puck mit seinen Zaubereien anfängt hängt irgendwie jeder an und auf jedem, aber gut, wir sind ja alle erwachsen.

Zusammenfassend muss ich sagen: das Stück werde ich mir auf jeden Fall noch mal ansehen. Einfach genial. Das sollte man wahrscheinlich wirklich am Stück genießen... und das Wetter und die über den Kies knierschenden Zuspätkommer ignorieren... *ups*

Momentan liebäugle ich mit Freitag oder Sonntag, mal schauen... auch wenn ich glaube ich Sonntag zu nichts zu gebrauchen sein werde. Dazu gleich mehr.

Vorerst aber noch mal kurz als Zusammenfassung:
Unbedingt sehenswert. Guter Stoff, gute Inszenierung: hingehen und selbst sehen.
Ist vielleicht heute keine verbal fundierte Erklärung warum es genial ist, aber von mir auch so eine eindeutige Empfehlung. Und ich sollte hier eigentlich langsam los...

Das einzige was ein wenig gefehlt hat, war das originale Schauspiel das Peter Squenz am Ende aufführen läßt.  Die sind im Original ungefähr genauso verplant wie in der Aufführung... nur noch ein wenig anders... oder so...

Dienstag, 19. April 2011

Das wundervolle Zwischending

Ich schaue mir scheinbar auch den letzten Blödsinn noch an. Und durch reinen Zufall mal nicht allein. Im Foyer stand ich plötzlich zwei Bekannten gegenüber, welche die Karte von kranken Freunden geschenkt bekommen haben.
Ich finde es zwar ein wenig verwunderlich, dass man Karten für nicht selbsterklärende Stücke im Puppentheater los wird, aber sich bisher noch Keiner gemeldet hat, der meine Hamlet Studentenkarte für den 28.4. haben möchte... aber naja, das hat mit dem Thema ja nur sehr wenig zu tun.

Um auf das Stück zurück zu kommen: als Erstes sollte man vielleicht klären, worum es geht.
Und das wird in dem Fall wirklich mal schwer. Die Hauptpersonen sind Johann und Anne. Die beiden sind schon ein paar Jahre zusammen und wie das ist: irgendwann schleicht sich der Alltag ein. Aber ist das darstellbar? Es gibt Bilder für das Verlieben und für das Entlieben. Aber wie stellt man das Dazwischen dar? Und wie ist man überhaut dahin gekommen? Genau das versuchen Anne und Johann heraus zu finden. Wenn sie ihre Antwort irgendwann gefunden haben, soll daraus ein Film werden. Aber wie? In welcher Reihenfolge? In welchen Bildern? Was ist (nur einem) wichtig? Und auf welche Ereignisse kann man sich überhaupt objektiv einigen?

Und dann werden die beiden auch noch regelmäßig von einem Mann vom Amt kontrolliert, dem es verständlicherweise eher auf das Ergebnis, als auf den Weg ankommt.

Und während all das vielleicht für die privaten Beziehungen schon schwer genug zu beantworten ist, wird es ja nicht einfacher, wenn man das auch noch in universelle Bilder packen soll.

Ziemlich abstraktes Problem, oder? (Brechstangenüberleitung, sonst nimmt das gar kein Ende mehr...)

Das ganze spielt in einem schwer zu definierenden Raum. Irgendwo zwischen Filmstudio, abrissfertiger Studentenbude und minimalistischem Leben sehen wir den beiden Hauptpersonen zu, wie sie versuchen mit allem was da ist ihren Film zu drehen. Da liegen die Matratzen nackt auf dem Boden. Die Dialoge werden mit halbfertigen Puppen gespielt. Und Decken im Klo zu versenken ist auch möglich. Und ein nicht näher bestimmter zweiter Raum liegt hinter einem Fenster. Leute gehen durch den Kühlschrank...

Und im Grunde... das war zwar nicht geplant, aber diese Rezension nähert sich langsam dem Aufbau des Stückes an.

Auf der Bühne wird offen zugegeben, dass es an jeder dramaturgischen Struktur fehlt. Es gibt keinen Ende. Über den Anfang können sie sich nicht einigen. Die Dialoge sind teils absurd. Szenen werden teils ergebnislos wiederholt, weil man mit der ersten Version nicht zufrieden war. Und am Ende gibt es noch ein kleines Schmankerl für Mitmachphobiker. Unterbrochen wird das ganze von Musik, Fragen über die Lichtdramaturgie, Gesang und dem langhaarigen Mann vom Amt. Der wird übrigens von Uwe Steinbach mit einer unglaublich hässlichen Perücke gespielt.
Johann wird von Sebastian Fortak gespielt, bis zum symbolischen Selbstmord.
Und Anne - mal launisch oder herrisch, mal distanziert mal anlehnungsbedürftig, mal auf eigene Faust handelnd, mal schmerzhaft nach Anerkennung heischend... wie jede Frau eben von Allem was - wird von Magda Lena Schlott gespielt.
Damit haben wir den Teil auch noch unter gebracht.
Und die Vorlage stammt von Martin Hecksmanns, falls das irgendwem was sagt.

Wenn ich das richtig gesehen habe kommt das Stück nicht noch mal. Hätte ich mir die verspätete Rezension im Grunde sparen können. Wohl beides kein direkter Verlust. Man sieht zwar, dass es den Darstellern Spaß gemacht hat, dieses Episodengehäcksele auf die Bühne zu kriegen, durch die Rückfragen ans Licht auch in sich ein wenig gebrochen und durch die Reflexion auf die Struktur auch intelligent und man könnte da mit einem befreundeten Germanisten sicherlich viel Spaß beim interpretieren haben.... man kann aber auch einfach sagen, dass es sich um wirres Gekrösle handelt, einfach eine Episodengeschichte ohne Hand und Fuß. Freilich ist der eine oder andere Lacher dabei. Und auch ein oder zwei wirklich gelungen pointierte Beobachtungen über das Miteinander von Mann und Frau... es hat sicherlich seine Liebhaber gefunden. Kein Zweifel. Man kann es mögen... man muss aber nicht.

Oder wie mir am Ende jemand im Foyer sagte: es ist nicht die Aufgabe von Kunst sich dem Betrachter zu erschließen.

Donnerstag, 24. März 2011

Der kleine Vampir

Eine Freundin wies mich neulich mit Nachdruck darauf hin, dass meine Unkenntnis im Bezug auf den Kleinen Vampir unbedingt behoben werden sollte. Ein Befehl dem ich heute morgen im Puppentheater nachgekommen bin.

Schon wieder eine Schulvorstellung, wobei die Kinder heute echt klasse drauf waren. Bei manchen Fragen vielleicht etwas uneins, aber man hat gesehen, dass auch die Darsteller sichtlich ihre Freude hatten. Nur als die Kinder am Ende 'Zugabe' brüllten, wirkten sie dann doch ein wenig irritiert. *g*

Ansonsten muß ich als Germanist (ohne nenneswerte Vergleichsmöglichkeiten zu Buch oder DVD) sagen, dass das Stück einfach mal gut erzählt ist. Wir fangen mit Anton an, der ein absoluter Gruselfan ist, und mehr oder weniger felsenfest an die Existenz von Vampiren glaubt. Das Auftauchen von Rüdiger wirft ihn trotzdem erst einmal aus der Bahn. Die gegenseitigen Besuchen verlaufen nicht unbedingt reibungslos. Und dann ist da noch Geiermeier, der...
Wozu schreibe ich das eigentlich? Außer mir müßte das doch im Grunde eh schon jeder wissen.
(Und die anwesenden Kinder waren auf jeden Fall besser informiert als ich...)

Auf jeden Fall ist das Ganze erzählerisch sehr gut gelöst. Wir lernen erst Antons Welt kennen, dann die von Rüdiger und zwischendrin werden immer wieder kleiner Probleme aufgeworfen, auf die man erst später wieder zurück kommt. Der Aufbau ist dramaturgisch einfach mal gut. Und sich bei den doch recht umfangreichen möglichen Vorlagen so weit zu begrenzen ist durchaus auch eine Kunst.

Und die Inszenierung ist ebenfalls gelungen. Mutter und Vater sehen ihren Rollen entsprechend eher unbedeutend aus, die Vampire haben ein wenig was von Geistern mit Reißzähnen, Anton macht seinem Nachnahmen alle Ehre und Geiermeier... irgendwie hat der mich an den Alten Sack erinnernt, zwar noch ohne Rollstuhl (und mit einer kindgerechteren Sprache), aber nicht mehr so weit davon entfernt.
Und Antons Wohung oder der Friedhof werden jeweils mit einer hängenden, gefütterten und zugeschnittenen Stoffbahn gekennzeichnet. Das funktioniert erfreulich gut.

Klingt jetzt vielleicht nicht so ganz nach einem Kompliment, zumindest nicht so sehr wie das eigentlich beabsichtigt war, aber auf jeden Fall sehenswert. Die Kinder waren wie gesagt begeistert. Für Neueinsteiger auf jeden Fall geeignet. Für Fans offensichtlich auch. Kurz: ein rundum gelungener Morgen.

(Im Grunde wollte ich mir ja nur was ansehen, damit ich heute ausgeglichen auf Arbeit gehen kann und die momentane Mehrbelastung besser wegstecke. Statt dessen liebäugle ich momentan damit meine Bibliotheksmitgliedschaft noch ein wenig weiter auszureizen. Da finden sich doch sicherlich noch mehr zum Thema. Mindestens die Bücher müßten zu finden sein. Und für diese unerwartete, wenn vielleicht auch nicht vollkommen unvorhersehbare Reaktion, eine respektvolle Verbeugung vor Katharina Kummer, Steffi König und Magda Lena Schlott, sowie Allen die hinter der Bühne an diesem Stück beteiligt waren.)

Mittwoch, 23. März 2011

Die goldene Gans

Für uns ging es gestern ins Dock 1. Allerdings saßen wir nicht wie sonst üblich im Zuschauerraum, sondern auf improvisierten Treppen direkt auf der Bühne. Warum, wird klar wenn das Stück erst einmal angefangen hat.
Nils Dreschke und Uwe Steinbach nehmen zuerst einmal Platz. Ihr Tisch steht zwischen den Sitzreihen und dank einer Stoffbahne und einer Kurbel kann man hier wunderbar Figuren hin und her schieben. Klingt weitaus abstrakter als es eigentlich war.
Nachdem die beiden Herren sitzen kann es auch schon los gehen.

Wir fangen, wie oft im Märchen, mit dem jüngesten Sohn einer Familie an, der (wie auch oft im Märchen) bei seiner Familie nicht unbedingt hoch angesehen ist. Nachdem seine Brüder an der eigentlich recht überschaubaren Aufgabe des Holzfällens gescheitert sind, bietet er sich an. Und da er ein gutes Herz hat, faßt er nebenbei noch eine goldene Gans ab. Und da er nicht ganz so blöd ist wie seine Familie denkt, zieht er mit der Gans in die Welt hinaus und erringt über Umwege sogar die Hand einer Prinzessin.
Damit ist der grobe Fahrplan abgesteckt. Es gibt da nur ein Problem: so richtig einig sind sich die beiden Herren nicht, was als jeweils Nächstes geschehen soll.
Und so kann es passieren, dass einer der Figuren mal aus Ärger der Arm abgebrochen wird, Einer dem Anderen Kamillentee unterjubelt, Gänse Nasen erhalten oder man sich kurz vor dem vermeintlichen Ende noch mal korrigiert, dass das doch irgendwie anders abgelaufen ist.

Nichts davon wirkt übertrieben. Man arbeitet eben einfach mit verteilten Rollen: Uwe Steinbach fallen immer noch ein paar Gemeinheiten ein, während Nils Dreschke versucht dem Happy End entgegen zu eilen, bis schließlich auch sein Geduldsfaden reißt.

Was das Ganze am Ende wirklich sehenswert macht, mal abgesehen von der schauspierlerischen Leistung, sind wieder einmal die Figuren. In diesem Fall bestehen sowohl die Figuren als auch große Teile der Requisiten aus komplexen Laubsägearbeiten. Das wird zwar immer wieder mal augenzwinkernd kommentiert, aber man sieht, dass einiges an Liebe und Tüftellei hinein geflossen ist. Auch wenn die Benennung der vorgestellten Teile mitunter etwas skurill ist. (Wer den Hund gesehen hat, weiß was ich meine.)

Am Ende ist es die Mischung aus verbalem Ping-Pong, liebevollen Holzarbeiten und der zumindest für mich neuen Umsetzung, die das Stück sehenswert macht.
Es ist nicht so, dass ich Die Goldene Gans diese Spielzeit noch mal sehen muß. Und nächste wohl auch nicht gleich. Aber: gesehen haben kann man es auf jeden Fall. Es ist eine nette Umsetzung eines Märchenklassikers, kindgerecht und überraschend präsentiert.

Sonntag, 6. Februar 2011

Der fliegende Holländer oder der Fluch der sieben Meere

Kann man im Puppentheater eigentlich noch von einem Ein-Personen Stück sprechen? Falls ja, war das hier nämlich eines. Die Hedwig Marie ist gesunken und der Kapitän, der nach zwei Jahren endlich wieder aufgetaucht ist, wird angeklagt das ganze verschuldet zu haben um in den Besitz einer doch recht ansehnlichen Versicherungssumme zu kommen.

Wir wohnen der Verhandlung bei. Uwe Steinbach als Kapitän besteht darauf sich selbst zu verteidigen, und zwar anhand eines nicht maßstabsgetreuen Meeresmodells und einiger Puppen und Masken. Und wie der Titel schon suggeriert, hatte auch der fliegende Holländer seine Hände im Spiel.

Klingt absurd? Ist es im Grunde auch, weil wir einem alten Seebären dabei zusehen, wie er sich mit Seemannsgarn um Kopf und Kragen redet, wohlgemerkt ohne dabei wirklich etwas glaubhaft zuzugeben.

Eine wirklich sehr schöne Geschichte, sogar mit ein oder zwei Tagesaktuellen Bezügen. Und mit ein paar ruhigeren Tönen zwischendrin.

Nur eines sollte man beachten: wenn der Platz es zulässt, lohnt es sich so zu sitzen, dass man auch den Bühnenboden noch sieht. Dann erspart man es sich, eine Stunde lang hin und her zu rutschen, nur weil sich ein zwei Meter Hüne vor einen gesetzt hat...

Samstag, 5. Februar 2011

Frühstück bei Tiffany

Frühstück bei Tiffany. Ich kannte den Film bisher nicht, das Buch habe ich auch erst nach dem Stück gelesen. Aber Klassiker sind das ja immer nicht ganz grundlos. Es war ein wirklich empfehlenswerter Abend.

Für alle, bei denen die Handlung schon etwas verschüttet ist, hier noch mal die Kurzversion:
Holly Golightly führt ein etwas unorthodoxes Leben, welches sich nicht nur in den Schlafenszeiten von denen ihrer Nachbarn unterscheidet.(Was man wohl als eine sehr vorsichtige Umschreibung für eine Frau werten kann, die auf keiner Party fehlt und ihr Leben unter anderem mit Prostitution finanziert. Das Stück ist trotzdem jugendfrei, keine Sorge.) Und Hollys auszeichnendste Fähigkeit ist es wahrscheinlich, dass sie sich um sehr wenige Dinge sorgt und man nur schwer sicher sein kann, wie viel von dem was sie mitunter offenherzig behauptet tatsächlich wahr ist.


Was passt dazu besser als die unverbindliche Atmosphäre einer Bar? Noch dazu wenn im Buch eine vorkommt.
Und hier hatten die Bühnenbilder eine absolut geniale Idee. Spätestens seit Night Hawks wissen wir ja, dass eine Bar durchaus ohne Tür, nicht aber ohne Glasfront bestehen kann. Man hat sich also wirklich die Mühe gemacht, im Dock 1 Teile der Verkleidung zu entfernen und den Blick auf die Schulstraße, Ecke Barfüßerstraße frei zu geben.
Und ich gestehe, ich bin absoluter Fan solcher Realitätsbrechungen, um so mehr wenn sie nicht nur Selbstzweck sind (wie etwa die herrlich augenzwinkernden Worte, die Lars Frank zu Beginn von sich gibt), sondern wirklich in das Stück integriert werden. So kommen tatsächlich viele der Darsteller von draußen auf die Bühne und fangen ihre Rolle auch nicht erst an der Tür an.
Absolut herrlich und eine wunderbare Zugabe zu einem ohnehin sehr guten Stück.


Übrigens auch sehr schön gespielt: Lars Frank als ältere, abgeklärte Version des Ich-Erzählers; Uwe Steinbach als Barbesitzer; Sebastian Fortek als junger Schriftsteller und last, but not least Kerstin Daley als Holly Golightly.

Es gab zwischendurch ein oder zwei Sachen die ich nicht verstanden habe, die Spielzeugparade zum Beispiel, aber alles in allem wirklich sehenswert. Und auch wenn ich dem Stoff nicht spontan mit Haut und Haaren verfallen bin, kann ich durchaus nachvollziehen, warum Frühstück bei Tiffany zu den Stücken, Büchern und sicherlich auch Filmen gehört, die man mal gesehen haben kann. (Den Film hole ich sicher auch noch nach, versprochen.)

Leider kann man die Aufführung hier in Halle nur noch zwei mal im Puppentheater bewundern.
Wer also neugierig geworden ist, sollte sich sputen noch Karten für die letzten zwei Veranstaltungen, am 11.2. und am 12.2.2011 zu ergattern.

Samstag, 29. Januar 2011

Ostseeballade

Ich habe mir gestern Abend die Ostseeballade angesehen.

Um den Inhalt ganz grob zusammen zu fassen: auf einer einsamen Insel erhält ein Mann einen Anruf. Die Mauer ist gefallen. Einfach so. Von einem Tag auf den anderen. Jetzt könnte er so viel tun... zum Beispiel eine alte Geschichte endlich ins rechte Lot rücken, nur...

Tja, und ab hier wird es dann langsam kompliziert.
Zum einen und in erster Linie geht es um die deutsche Geschichte. Um die unfreiwilligen Völkerwanderungen nach dem zweiten Weltkrieg, die "Flucht vor den Russen", die Menschen die es nicht geschafft haben, um Notgemeinschaften und um den verzweifelten Versuch zu überleben und darum wieder Tritt zu fassen.
Es geht aber auch um die Teilung Deutschlands, einen gescheiterten Fluchtversuch und die Konsequenzen.
Und um eine Zeit in der Menschen innere Wunden erlitten haben, die ein Leben lang nicht mehr geheilt sind.

Was es etwas schwer macht zu folgen ist die Tatsache, dass beide Geschichten im Wechsel erzählt werden. Man braucht ein wenig, das ganze im Kopf zu ordnen. Ich bin mir auch nicht ganz sicher ob ich richtig mitbekommen habe, wie die Handlungsstränge zusammen hängen. Aber die sind am Ende eigentlich auch egal, denn es ist und bleibt eine beklemmende Darstellung deutscher Geschichte.

Keine leichte Kost, aber sehr sehenswert.

Mittwoch, 26. Januar 2011

Der erste Traum des Leuchtturmwärters

Nach Shockhead Peter hatte ich wirklich vor mich näher mit dem Puppentheater zu beschäftigen. Es hat ewig gedauert, aber endlich ist es so weit. Es hat sich gelohnt. Es wird mehr folgen. Und hier beginnen wir mit dem Ersten Traum des Leuchtturmwärters.

Warum es ein Glücksfall war, dass ich so lange gewartet habe, erkläre ich zum Schluss.

Aber schauen wir erst einmal, wie weit wir mit einer konventionellen Chronologie kommen. Und wenn sich das mit dem Vorsatz beißt nicht zu viel zu verraten, dann kommen wir einfach auf den Glücksfall zurück.

Das eigentliche Stück handelt von einem Leuchtturmwärter. Ich weiß, so viel war offensichtlich. Nur hat sich bisher keiner für seine Geschichte interessiert. Und wo wir schon mal da sind...
Es geht eigentlich um die Lebensgeschichte eines Mann, der nie schlafen oder träumen konnte. Und der bisher auch nicht wusste, was ihm entgeht. Und irgendwo zwischen dem Moment, als der Sandmann zum ersten Mal begreift, dass er diesen Menschen bisher immer vergessen hat, und dem ersten Traum, erfährt der Zuschauer auf eine mitunter recht lakonische Art die wichtigsten Eckdaten dieses Lebens.

Das war das eine, dass mich wirklich beeindruckt hat: die Tatsache, dass man mit ein oder zwei Sätzen, sehr pointiert Bilder vermitteln kann, ohne diese direkt auszusprechen.

Und dann ist das Puppenspielen selbst etwas, dass mich einfach fasziniert. Ein Freund hat mir mal erklärt: als Schauspieler gibt man einer Figur ein, vielleicht zwei, höchstens drei feste Gesten oder Ticks mit und das muss als Charakterisierung neben dem Text reichen. Oft genug tut es das auch. Aber wie zeigt man, dass eine Puppe gelangweilt auf dem Bett sitzt? Klar, sitzen. Das gelangweilte hin und her schauen. Und? Das schon fast unbewusste Trommeln der Hand auf dem Kissen.
Und ich verstehe es beim sehen. Ich verstehe in dem Moment, dass es die Handbewegung ist, die das ganze wirklich lebendig werden lässt. Und ich kann trotzdem nicht aufhören fasziniert hin zu sehen. Und genau das ist es, was mich am Ende mit der Handlung mit gehen lässt.

Und ich verstehe auch endlich, warum ich schon mehrfach gehört habe, dass Puppentheater sei gar nicht in erster Linie für die Kinder da. Natürlich können Kinder hier folgen. Wahrscheinlich sogar problemlos. Aber hinter der knappen Ausdrucksart stehen manchmal sehr komplexe Gedanken - die mich in der Darstellungsart wirklich begeistert haben.

Abgesehen von vielen wirklich liebevollen Kleinigkeiten. Sei es nun das Leuchtturmlicht oder das halb-runde Bett. Oder eines der anderen...

So, genug geschwärmt. Kommen wir noch zu dem Glücksfall vom Anfang zu sprechen:
Ich bin erst eine halbe Stunde vor der Veranstaltung dazu gekommen mir die Karte zu besorgen. Und ich stellte vor Ort fest, dass sich neben mir noch mindestens eine größere Gruppe eingefunden hatte. Und, eigentlich in erster Linie denen, im Grunde aber uns allen, hat man daher eine Theaterpädagogin an die Seite gestellt, die nun versuchen durfte einen Raum Erwachsener einleitend zu bespaßen.
Auf jeden Fall hat hat sie uns schon ein Mal beruhigt, wir müssten nicht beim Stück mitspielen. Was sie aber nicht daran hinderte uns am Ende je einen Stift und ein Blatt in die Hand zu geben und uns zu bitten, alles festzuhalten, was uns dazu spontan einfällt, egal ob in Wort oder Bild. Natürlich nur für uns selbst...
Wer bei so was Mitmach-Phobien verspürt sei beruhigt: es ging eigentlich nur darum den Darstellern eine Umziehpause zu gönnen.Die standen nämlich wirklich noch Rede und Antwort.

Hier wird es dann vielleicht auch noch mal für die interessant, die schon drin waren:
Wir haben unter anderem erfahren, dass es noch zur Premiere ein komplett anderes Bühnenbild gab. Es gibt ja einen kleinen Leuchtturm, vorne auf der Bühne, auf dem zu Beginn die Handlung spielt. Und dann noch mal das Innere des Leuchtturms auf der eigentlichen Bühne, auf der ein Großteil der Handlung spielt.
Die Aufteilung ist komplett gleich geblieben. Nur haben Kommentar von Kollegen dazu geführt, dass praktisch die gesamte Kulisse auf der Bühne mit einer Art weißen Patina überzogen wurde. Sieht sehr gut aus, ist aber noch nicht lange so. Es soll einfach den Übergang einfacher machen.
In der Konzeptionsphase sind wohl auch zwei Puppen aus dem Theaterstück herausgestrichen, namentlich eine ältere Version des Jungen und... die offensichtliche Leerstelle.

Wups, da hätte ich doch fast zu viel verraten. Und ich bin mir noch nicht mal ganz sicher, ob ich Letzteres überhaupt hätte sagen sollen. Aber interessant war's durchaus.

Ich fand die Vorstellung auf jeden Fall sehr angenehm. Und vor allem beruhigend, dass fast alle Anwesenden merklich älter waren als ich.

So, und mir rennt jetzt die Zeit davon.
Das Puppentheater ist auf jeden Fall einen Versuch wert. Ich kenne auch Menschen, die mit dieser Art von Darstellung gar nichts anfangen können. Aber Alles in Allem war es ein wirklich gutes Stück, das Lust auf mehr gemacht hat.

Dienstag, 25. Januar 2011

Der Sturm

Also gut, aller guten Dinge sind drei, darum fangen wir hier noch einmal komplett von vorn an... mit der Hilfe von ein wenig Kaffee.

Und während das Koffein sich langsam seinen Weg sucht, hier noch zwei kleine Anekdoten:
Ich habe wie meistens die Karte erst wenige Sekunden vor der Angst geholt und kam daher tatsächlich in den Genuss mal einen Schauspieler zu erleben der sich (ich denke mal aus Zeitnot) an der Kasse kommentarlos vordrängelte.

Und ich habe einen Bekannten im Publikum entdeckt (passiert selten genug und ist wirklich eine eigene Erwähnung wert), der meine Meinung teilte: das Stück war umwerfend. Wir sind uns nicht darüber einig geworden wie gut oder schlecht nun der Theatermacher sei, aber hier hatten wir den gleichen Geschmack.

Und, kleiner Tipp für Alle die noch nicht waren: ruhig eine Viertelstunde eher da sein und Platz nehmen. Es gibt auf drei Seiten eine Projektion die schon einmal auf das kommende Stück einstimmt. Abgesehen davon, dass ich den Stil wirklich mochte, gehört es ja auch irgendwie mit zum Gesamterlebnis. Da kann man sich die Projektion auch mindestens einmal ganz ansehen.

Und damit geht es los: Vorhang auf, der erste Blick auf das Bühnenbild und: WOW!
Ja, in dem Fall wirklich in Großbuchstaben.
Um das ganz grob zu umreißen: Sehr verhaltene Farben, es gibt kleinere Wasserflächen, Wege dazwischen, einen Umlauf mit mehreren Ebenen und vorne noch genug Platz die Schiffsimprovisation vorbei fahren zu lassen. Dazu noch brennende Kerzen im Wasser. Und nicht nur wächst einem das Bühnenbild schnell ans Herz, es vermittelt außerdem eine sehr eigene Atmosphäre.

Oder, um langsam mal auf den Inhalt zu kommen: Der Sturm handelt von einem vertriebenen Herrscher, der mehr oder weniger forciert Rache übt. Hilfreich sind ihm dabei diverse Elementargeister und eine Prise Zufall.
Germanisten und Anglisten könnten hier jetzt noch weiter ausholen. Ob es nun wirklich Shakespeares letztes Stück war oder nicht. Und was er damit überhaupt sagen wollte. Im Rahmen dieses Blogs möchte ich eigentlich nur darauf hinweisen, dass es zwar ein bekanntes Werk ist, es aber nur bedingt die Dinge enthält für die Shakespeare berühmt wurde: es gibt keine humorvollen Liebesverwicklungen, es stirbt keiner auf besonders tragische Art. Prosperos Verhalten Caliban gegenüber würde man aus heutiger Sicht als rassistisch bezeichnen. Und Miranda, eine der wenigen weiblichen Figuren, ist mit "weltfremd" auch noch sehr vorsichtig umschrieben...

Und das soll sich jetzt wer ansehen? Warum?

Vielleicht aus einem so einfachen Grund wie der Tatsache, dass sich das Stück erst im Sehen richtig erschließt.
Ich habe den Sturm schon zwei oder drei Mal gelesen. Wobei die Standartfloskel für die meisten größeren Werke der Weltliteratur eh lautet, dass man sie immer wieder neu lesen kann und immer anders entdeckt. Mir hat sogar mal jemand gesagt, Faust könne man frühestens mit Mitte 30 richtig verstehen. Das hat keinen davon abgehalten uns schon in der 10ten... naja, das sind auch wieder andere Themen.
Fakt ist, dass ich den Sturm bisher nie so gelesen habe.
Prospero ist schon nicht mehr ganz von dieser Welt, Ariel liegt ihm mitunter scheinbar mehr am Herzen als seine eigene Tochter und... ach, nenne wir das Kind beim Namen: Jörg Lichtenstein als Vertriebener hatte - zumindest für mich - eine unglaubliche Bühnenpräsenz. Daneben wirkte Alonso mit seinen "Beratern" schon fast ein wenig blass. Nicht dass sie schlecht waren, ich war einfach nur nicht böse als sie endlich wieder verschwunden sind und es mit den Teilen der Handlung weiter ging, die mich mehr interessierten...

So, und jetzt musste ich erst mal das Programmheft wieder vor wühlen, bevor es in der richtigen Reihenfolge weiter gehen kann.
Natürlich waren die Schauspieler gut. Hilmar Eichborn gibt einen wirklich gut nachvollziehbaren Caliban, um nur ein Beispiel zu nennen. Und auch Magda Lena Schlott als Miranda hat mich beeindruckt.
Aber wer an dieser Stelle wirklich namentlich erwähnt werden muss ist Steffi König als Ariel. Was sie neben dem schauspielerischen noch gesanglich geleistet hat ist absoluter Hammer. Und das sage zur Abwechslung mal nicht nur ich als Musiklaie, sondern auch der weiter oben erwähnte Bekannte, der seines Zeichens immerhin Musikwissenschaften studiert hat. Und das sehr erfolgreich.

Zwei kleine Kritikpunkte hätte ich an der Stelle aber doch noch, nur damit es nicht ganz so einseitig aussieht:

Das Stück ist offiziell eine Co-Produktion zwischen nT und Puppentheater. Worunter ich persönlich mir so etwas erhofft hatte wie etwa in Shockhead Peter. Die Darsteller des Puppentheaters einfach mit einer Maske auf die Bühne zu stellen ist sicherlich legitim, es hat dem Stück auch keinen Abbruch getan. Alles andere wäre vielleicht auch schwer realisierbar gewesen. Ich finde es trotzdem ein klein wenig schade.

Und: Zwei Euro für das Programmheft sind eine Frechheit. Ich neige normalerweise dazu so was netter zu formulieren, aber trotzdem: hier ist auf jeden Fall was schief gelaufen. Das betrifft weniger das Heft selbst. Es handelt sich um wenig aussagekräftigen Text, unterlegt mit einer sehr schönen Fotostrecke, an der man das Entstehen von Bühnenbildern und ähnlichem verfolgen kann. Wer sich, wie ich, für solche Dinge begeistern kann, soll gerne zugreifen. Aber was war mit dem Grafiker los? Bis auf zwei Seiten ist das Heft sehr professionell gemacht, aber die zwei Seiten die es betrifft sehen aus als hätte ich fünf Minuten in Gimp gespielt, und zwar mit einem Bild dessen Auflösung eigentlich zu gering ist.
Ich weiß nicht was mutiger ist: das als Arbeit abzugeben, zu sagen dass das so gedruckt werden kann oder sich hin zu stellen und den Leuten zwei Euro dafür aus der Tasche zu ziehen, weil es so im Arbeitsvertrag steht...

Also in kurz:
Stück: absoluter Hammer. Super Inszenierung, sehr gute Darsteller, wunderschönes Bühnenbild, schöne Projektion zu Beginn, sehr schöner Gesang. Absolut sehenswert.
Programmheft: Nur für Liebhaber empfehlenswert.
Extra-Hinweis: Ruhig eine Viertelstunde eher da sein und die Projektionen genießen.

Und damit viel Vergnügen im Theater!

Sonntag, 5. September 2010

Klippenspringer 7

Wow, mein erstes Mal Klippenspringer.
Man muß fairerweise auch sagen, dass die Damen und Herren mittlerweile auch im vierten Jahr sind und es wäre traurig wenn ich auch nur in Ansätzen etwas anderes sagen könnte als: WOW!!!

Außerdem scheinen die Klippenspringer-Darbietungen sehr beliebt zu sein. Die mußten ganz schön basteln, dass sie alle Leute im Dock1 unter gebracht haben.
(Mit einer Mischung aus Freude und gespielter Verzweiflung wurde sogar gefragt, was man noch machen soll, damit weniger Leute kommen. Ein Problem das andere Einrichtungen sicherlich gerne hätten...)

Und das schöne: kostenlos. Ein Kulturabend (nun gut, heute war es ein Nachmittag) mit 10 verschiedenen Monologe, für absolut kein Geld. Wie das immer so ist: manches gefällt einem persönlich besser, anderes schlechter. Aber sehenswert waren alle 10.

Jaja, der Germanist in mir sagt, dass man Raskalnikov ohne ein wenig Ahnung vom Text nicht wirklich verstanden hat. Aber hey, das bin nur ich.
Fakt ist, dass der Pinguin wirklich gut war und ich mich daher mal wieder mit Viel Lärm um nichts und einer Decke und ein wenig Tee in die Ecke setzen werde und lese. Erstens ist Shakespeare brilliant und zweitens kommt im Fernsehen eh nichts brauchbares. *g*

(Oh, und wer wissen möchte, was ein Pinguin mit Shakespeare oder den Klippenspringern zu tun hat... nun, morgen Abend um 19:30 kann man sich die Monologe noch einmal ansehen. Auf jeden Fall eine Empfehlung von mir. Und wenn man früh genug da ist, vielleicht etwas weiter vorne hin setzen.)

Freitag, 25. Juni 2010

Shockhead Peter

Also gut, noch schnell, bevor ich mich für heute hinlege:

Ich hatte eigentlich nicht die höchsten Erwartungen an Shockhead Peter. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass ich The Tiger Lillies im letzten Dreivierteljahr hier im Opernhaus live gesehen habe, und es war... nicht mein Geschmack.

Ich bin an und für sich relativ schmerzunempfindlich. Ich war von Le Comte Ory befremdet, habe mir aber die ganze Oper angesehen. Ich saß für Freunde auch schon über zwei Stunden in Oratorien. Und ich habe auch das Wunderhorn ohne bleibende Schäden überstanden. Aber bei den Tiger Lillies kam ich an meine Grenzen. Ich war wirklich ganz kurz davor mittendrin zu gehen. Das hängt auch mit dem etwas absurden britischen Humor zusammen (was will mir ein Mann sagen, der mit einem Sexspielzeug auf das Piano einhaut? zumal die Melodie darunter leidet), mit dem etwas übertriebenen Einsatzes des Theremin (was auf Dauer echt nervt - das Ding eignet sich hervorragend Geistergeräusche in 60er Jahrestreifen zu vertonen. Das muß man auch erst mal zwei Stunden ertragen können.) und dann war da noch die Stimme von Martyn Jacques. Ich persönliche finde tiefe Männerstimmen angenehm zum zuhören und hohe Männerstimmen sind auch kein Thema - in Maßen. Aber bei Martyn Jacques Stimme ist meine persönliche Schmerzgrenze einfach erreicht. (Zumal der Schlußapplaus bombastisch war, aber die Anwesenden - zumindest die, die ich sehen konnte - während der Vorstellung alle einen Gesichtsausdruck trugen, als wären sie in diesem Moment lieber beim Zahnarzt als in der Oper.)

Und - um auf den heutigen Abend zurück zu kommen - es ist nicht weiter schlimm, dass nicht jeder Sänger mit solch einer wandelbaren Stimme "gesegnet" ist wie Mister Jacques. Die Musik war wirklich hörenswert, auch wenn das spannungsaufbauende "Ich vollende den Satz jetzt mal nicht, sondern fange noch drei Mal von vorne an, bevor ich das Wort ausspreche, das hier eh alle erwarten" vielleicht etwas oft vorkam.

Ich gebe auch offen zu, dass ich es im Moment bereue, dass ich mir bisher nichts im Puppentheater angesehen habe. Die nächste Gelegenheit ist wohl auch noch ein wenig hin, aber ich werde es auf jeden Fall im Hinterkopf behalten.

Kommen wir jetzt endlich wirklich mal zum Stück:
Ein namenloser Bengel wird von seinen Eltern für einen Abend an einen Baby Sitter abgetreten. Die Babysitterin ist ein wenig irritiert, was sie mit dem vorlauten Fratz machen soll. Und ungefähr dort setzen dann auch diverse Erzählungen aus dem Struwwelpeter an - welche der Bengel mit Begeisterung verfolgt und welche seine Aufpasserin eher in Angst und Schrecken versetzen.

So, für die, deren Kindheit etwa genauso weit zurück reicht wie die meine und daher schon etwas dunkel ist: Es ging in dem Buch, naja, in dem Büchlein, nicht nur um den Struwwelpeter. Viel mehr handelt es sich um eine gereimte "Kurzgeschichtensammlung", in der auf grob 20 Seiten kindliches Fehlverhalten vorgeführt und in der Erzählung selbst bestraft wird, untermalt mit recht einprägsamen Zeichnungen. (Wiki hilft wie immer weiter)
Man kann das Buch als eine frühe Form der Kinderpsychologie lesen. ADHS, Magersucht, Depression - wenn man das so sehen möchte ist sind das in diesem Buch beschriebene Zustände.
Etwas netter ist die Version, in der Heinrich Hoffmann anfangen mußte den Struwwelpeter zu zeichnen, um überhaupt an seine jungen Patienten heran zu kommen. Beliebte Erziehungssprüche wie "wenn du nicht aufhörst zu ..., dann kommt der Arzt und..." hatten ihm nicht gerade einen einfachen Stand eingebracht. Die Geschichten waren eine Methode an die Kranken heran zu kommen. Und der Struwwelpeter war wohl damals als eine sehr frühe Form von Kino intendiert. Aus einem anfangs normalen Jungen wird im Laufe des Zeichnens ein immer wilderer Knabe und das Reden und Zeichnen weckt die Neugier der Patienten und hoffentlich auch ihre Kooperationsbereitschaft.

Literarischer Diskurs Ende. Nur eines noch: es soll wohl vollkommen im Interesse des Autoren gewesen sein, dass Kinder die Bücher auseinander nehmen. (physisch, nicht literarisch)

Und was hat das nun mit dem Stück zu tun?

Die kleinen Geschichtchen werden in Liedern nacherzählt und gleichzeitig auf einer Bühen auf der Bühne pantomimisch nachgestellt. Klingt komplizierter als es ist, man darf nur keine durchgehende Handlung erwarten.

Die Frau zwei rechts von mir meinte am Ende, das ganze wäre etwas schwer zugänglich gewesen. Vielleicht hat es am Ende wirklich was mit Übung zu tun, aber ich persönlich fand das Stück gut verständlich... vielleicht hat es auch geholfen, dass ich den Struwwelpeter Anfang des Jahres mal wieder gelesen hatte.

Die kleinen Episoden spielen ja im Grunde fast alle zuhause. Ma und Pa wurden von richtigen Schauspieler gespielt, allerdings pantomimisch und etwas übertrieben. Der Suppenkasper, Hans Guck in die Luft, der Struwwelpeter oder die Geschichte vom bösen Friedrich wurden mit Puppen oder Menschen mit Puppenköpfen gespielt - ebenfalls pantomimisch. Gesprochen haben - wenn ich das richtig im Kopf habe - nur die beiden Hauptpersonen und der Alptraummann.

Das Schöne ist einfach, dass durch die Pantomime das ganze ein wenig ins Absurde gezogen wurde und die Geschichten nicht mehr ganz so brutal wirkten wie sie eigentlich sind. Und: ich bin immer noch hin und weg, dass man aus so einer kleinen Puppe, auch wenn sie nur einen kurzen Auftritt für ein Lied hat, eine richtige Person machen. Zwar mit starrem Gesichtsausdruck, aber mit wirkungsvoller Gestik und eigenem Charakter...

Zumindest mir tat der böse Friedrich am Ende leid. Und das muß man auch erst mal schaffen: Mitleid zu erzeugen, mit einer Handpuppe, hinter der zwei Menschen in schwarz stehen und jede Bewegung steuern...