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Samstag, 4. Oktober 2025

Music and Stuff

 Ich bin ja weiter viel im Kaulenberg.

Und ohne Ahnung bin ich mal wieder in einem der seltsameren Momente meines Lebens gelandet:

Erstens: auf einem Metalkonzert herumhüpfen ist nicht die Art von Bewegung die mein Arzt mir empfohlen hat. 

Zweitens: Xofy. Ich musste einiges googeln um heraus zu finden, dass sie am Donnerstag der Opener für die (Veranstaltungsreihe) Dose waren. Und das was Youtube dazu hat wird dem Erlebnis nur unzureichend gerecht. Es war die Sorte Musik bei der jeder da vorne seinen eigenen, perfekt gegossenen Gehörschutz trägt und die hören sich trotzdem alle problemlos auch so. Textlich habe ich kaum etwas verstanden. Aber laut können die. Und wenn ich ehrlich bin: das war alles was ich Donnerstag brauchte.

Das sie im Grunde gnadenlos überzogen haben war da eher ein Bonus.


Und weil ich jetzt wirklich zu faul bin noch einen neuen Beitrag aufzumachen kommt hier ein ganz, ganz harter Schnitt und Taylor Swift.

Eine Freundin hatte mich damals mitgenommen, als die Eras Tour im Kino kam. Ich mag Midnight. Ich habe mir die Saga von Taylor und Ihren Albenrechten erzählen lassen. Ich bin informiert. Aber jetzt nicht zwingend ein 'Swifty'.

Daher ist meine persönliche Meinung:

Das neue Album hat was. Ich war in die Musik nicht zwingend schockverliebt, aber die Texte wachsen mir nach und nach ans Herz. (Was bei mir bei Liedern normal ist. Und ich glaube das kommt Texten von Taylor Swift auch entgegen.)

Der 10er für das digital Album (The Life of a Showgirl) ist durchaus berechtigt.

Aber bei Regen und Kälte in ein Kino gehen, um dort für etwa 20 Euro grob anderthalb Stunden das neue Album vorgespielt zu bekommen? Naaahhhh~~~~ Das ist dann doch eher was für die richtigen Fans.

Aber ich hab das Album Freitag drei mal laufen lassen - neben allen anderen Terminen. Das ist doch schon mal ein guter Anfang.

Sonntag, 14. September 2025

Die letzten zwei Wochen

Ich hatte tatsächlich Urlaub, man mag es kaum glauben.

Und wir sind in einem Bereich in dem selbst die Kollegen angefangen haben zu sticheln, ob ich meinen Urlaub im Kaulenberg verbringen werde.

In kurz: Ja.

Aber nur um Euch zu ärgern fangen wir kurz anders an. ;)


Youtube hat mir in der Zeit mit Nachdruck Tim Minchin empfohlen. Da sitzt ein Mann am Klavier. Und singt. Und das klingt erst mal recht harmlos - bis man ihm zuhört. Dann ist es das mit Abstand fieseste was ich seit einer Weile gehört habe. Schon auch lustig. Aber den Humor muss man können.


Gelesen habe ich auch ein bisschen was:

Es gibt einen dritten Teil des Deadpool Mangas. Wer die ersten zwei hat kann hier nix falsch machen.

Joan Didion's Blue Nights und The Year of Magical Thinking gehören zusammen. Allerdings geht es im ersten Buch um den Tod ihrer (Adoptiv-)Tochter und im zweiten um den Tod Ihres Mannes. Dafür muss man in dem Moment auch die richtigen Nerven haben. (Das Theaterstück zu The Year of Magical Thinking gehört für mich immer noch mit zum besten was jemals über Trauer und Verlust geschrieben wurde.)

Erstaunlicherweise hat mich das neue Buch von Ferdinand von Schirach mehr verstört. Titel: Der Stille Freund. Ich mag seine persönlichen Anekdoten und seinen reduzierten Schreibstil. Die drei Seiten Body-Horror da drin hätten es aber wirklich nicht sein müssen. Ansonsten ein echter Schirach, aber...

Es gibt einen Interviewband mit Margaret Atwood: Aus dem Wald hinaus finden. Ein Gespräch mit Casper Shaller

Und was tatsächlich nicht geplant war, war Das Violette Hündchen. Große Literatur im Detail von Michael Maar. Das Ding ist lang. Es ist auch gut geschrieben. Literatur über Literatur ist aber ehrliches Niescheninteresse. Und ich fand leider, dass man den hinteren Kapiteln angemerkt hat, dass der Autor sich aus anderen Büchern selbst zitiert / paraphrasiert hat. Ich bereue nicht, dass ich das gelesen habe, habe aber ehrlich keine Ahnung wem ich das bei dem Kostenpunkt weiterempfehlen sollte.

(Apropo: es gibt etwas das nennt sich Stalking Shakespeare. A Memoir of Madness, Murder and my Search for the Poet beneath the Paint von Lee Durkee. Das Buch ist wild~! Ehrlich! Ich habe die Hälfte davon an eine Freundin live gebloggt, weil einem das sonst wieder keiner glaubt. Das ist etwas für dass es sich tatsächlich lohnt das Popcorn in Griffweite zu halten.)


Noch da?

Zeit für den Kaulenberg? ;)

Die haben die letzten zwei Wochen wirklich gut an mir verdient. Ich glaube ganz langsam habe ich da auch meine erste Türklinke querfinanziert. 

Zum Auftakt: ich habe zum ersten Mal eine Open Stage besucht. Ich habe Cordula Naumann live gehört. Kannte ich nicht. Würde ich mir wieder anhören. Dass danach Karaoke kommt und möglicherweise erwartet wird, dass auch ich mit meiner nicht vorhandenen Stimme... je weniger wir darüber reden, desto besser für alle.

Lagerfeuerotz war... was komplett anderes. Mit Seifenblasen, Mit-Sing-Teil, eigener Fanbase und Bass bis ins Schlüsselbein. Das Album der beiden gibt es kostenlos auf der Homepage der Band. Und ich gestehe, dass ich das schon zwei oder drei Mal während der Bahnfahrt gehört habe. Der Abend war geil. Wir waren - glaube ich - nur 12 Leute, aber der Abend war richtig geil.

Es gab einen Georg Kreisler Abend mit Samuel Sonderhoff am Klavier und Anton Masie übernahm den Gesang. Für Interessierte ist der nächste Termin am 18.09.2025 im Literaturhaus Halle. Ich habe an dem Tag vor allem gelernt wie viele in meiner Umgebung absolut keine Ahnung haben wer Georg Kreisler war... 

Und es gab eine Blind-Date Lesung, präsentiert von der Buchhandlung Jacobi und Müller, die so etwas jetzt scheinbar öfter machen möchten. Es laß: Jehona Kicaj. Ich weiß jetzt nicht genau wie ich meinen Rechner davon überzeuge ein e in einen Umlaut zu verwandeln, aber genau dieser Titel steht aktuell auf der Long List für den Deutschen Buchpreis. Ja, es geht um den Kosovo Krieg. Ja, es geht um Vertreibung und Trauma. Ja, man braucht auch dafür den richtigen mentalen Tag. Aber bevor ich jetzt eine weitere Lobrede auf die klare Sprache und die Herangehensweise an das Thema schreibe: man findet eine Leseprobe online. Gönnt es euch und entscheidet weiter.

Herrn Schütte habe ich möglicherweise auch ein oder zwei mal Live gesehen. Und er hat sich heute zum Tag des offenen Denkmals die Zeit genommen die Führungen durch die Volksbühne zu leiten. Man muss ja mal wissen wo man da andauernd hin geht, gell? ;)


Bonus:

Es gibt eine Banksy Ausstellung in Leipzigs Innenstadt. Mein innerer Schwabe sagt, dass 20+ Euro für Street Art zu teuer sind. Aber ich wollte es eben sehen. Es sind drei Etagen im ehemaligen Esprit. Gut verteilt - nicht zu überladen, nicht zu kahl. Und für die extra Interessierten gab es sogar einen digitalen Guide für das Handy. Ich bereue nicht, dass ich das gesehen habe. Es hat aber tatsächlich geholfen, dass ich dank Deutschlandticket die Anfahrt nicht auch noch bezahlen musste.

Dienstag, 19. August 2025

Kaulenbergfestival 2025

Ich hatte mit meiner Familie tatsächlich einen Deal, dass es drei Tages dieses Jahr gibt an denen ich für nix und niemanden erreichbar bin.

Ein Tag war das Ghost Konzert in Berlin.

Die anderen zwei Tage waren das Kaulenbergfestival am letzten Wochenende im Herzen von Halle.

Ich habe nicht alles mitgenommen. (Nur fast.) Aber es hatte etwas von einem Mini Urlaub. Man ist da wenn man da ist. Man ist weg wenn man mal eben außerhalb was essen geht. Und wenn man mal eine Stunde für sich braucht - oder einfach noch Zeit bis der Kaffee wirkt - dann setzt man sich halt irgendwo hin und atmet durch.

Es war Hammer.

Mein Samstag bestand aus:

Lenz von Büchner. (Monolog mit Jonas Friedrich Leonhardi) Lebensbejahend geht anders. Aber es ist faszinierend wie weit man mit einer Loop-Station und etwas Klebeband kommt.

Toni Geiling an Geige, Gitarre und Säge.

TNT (Metal aus Jena.)

(Musik findet man jeweils auf Youtube oder der Platform des Vertrauens.)

Meinen ersten Aussetzer hatte ich bei Niebelungen: ein Solo für Kriemhild. Das ganze war von den Theaterlandschaften e.V. und nach dem was ich gesehen habe ein gute Mischung aus Schauspiel, Musik, Tanz und Puppentheater. Aber ich hatte leider Flashbacks an das Altgermanistikseminar. (Unser Dozent hatte immer das Ziel, dass jeder von uns den Anfang der Nibelungen auswendig kann. Yep, ist noch da. Wusste ich nicht. Hätte ich auch nicht wissen müssen... sorry.)

Danach noch ein offizieller Teil und ich habe endlich mal Matthias Brenner mit Der Trinker von Fallada geschafft. Eine Werbung für Alkohol war das jetzt auch nicht, aber: ich war endlich mal da.

Am Sonntag dann:

Candlelight Dynamite - Die Giganten des Universums. Einer dieser fantastischen Moment in denen man die Kinder da hin setzt, damit sie was lustiges zu sehen haben, und die Erwachsenen anderthalb Stunden glücklich vor sich hin feixen.

Walli Wolke mit Kerstin Dathe. Was halt so passiert wenn plötzlich ein Drache schlüpft.

Bassam Abou Diab hat getanzt. Und mir fehlen immer noch die Worte dem gerecht zu werden, was da eigentlich passiert ist.

Bridge Markland hat die Räuber von Schiller interpretiert, mit viel Musik und vielen Puppen. Es war fantastisch, egal wie hart der Bruch zu dem davor war.

Dann Brecht Lieder mit Anton Masie und Holger "Scotti" Gottwald.

Noch ein Konzert mit Bastian Brandt. (Auch hier lohnt sich Youtube.)

Und eine Feuershow zum Abschied.

Zwischendrin gab es noch ein Planschbecke für die Kleinsten, einen Menschen-großen Raaben, Grenzkontrollen, Mitmach-Theater, Musik, 2 Workshops und für mich viel zu viel Mate.

Ist eine ganz schön lange Liste, oder?

Und das alles für einen wirklich humanen Preis für beide Tage! Ja, gut, plus Verpflegung. Aber essen und trinken muss man ja so oder so. ;)

Und auch wenn das alles nicht nur nach einem straffen Programm klingt, sondern auch durchaus eine Menge war: es war alles entspannt. Man hatte immer genug Zeit zwischen den Bühnen hin und her zu laufen, es blieb immer noch Zeit für ein Getränk mehr, es blieb Zeit für die Mittagspause und wenn sich Dinge zu sehr überschneiden, dann wurde eben noch mal spontan das Programm umgeplant.

Es waren unglaublich viele Freiwillige da, nicht nur für Technik, Deko, Orga, Stühle räumen, Getränke ausschenken, Einlass kontrollieren und vieles mehr, sondern im Grunde gab es immer auch irgend jemand der helfen konnte wenn man wirklich mal planlos dastand und nicht wusste wo es weiter geht.

Es war fantastisch. Es war beeindruckend. Selbst die Künstler wirkten entspannt. 

Und ich weiß, dass ich es mochte weil eben nicht halb Halle da war und es sich "gut verlaufen" hat. Und ich weiß auch, dass mein Geschmack nicht immer mit dem anderer Menschen kompatibel ist. Aber es war das zweite Jahr an dem ich da war. Es war das zweite Jahr fantastisch. Und wenn ihr mir nächstes Jahr einen guten Sitzplatz freihaltet kann ich euch das Kaulenbergfestival auch uneingeschränkt weiter empfehlen. ;) 

Donnerstag, 1. Juni 2023

Ich hätte in meinem Urlaub wahrscheinlich auch noch mehr gesehen...

 ... wenn mich nicht zwei Dinge aufgehalten hätten:


Der eigentlich nicht, aber irgendwie schon Bahnstreik, wegen dem ich am letzten Tag aus Leipzig im Zweifel nicht mehr weg gekommen wäre.

Und dann war da die unerwartete Erkenntnis, dass Tickets online zu bestellen eine mittelschwere Katastrophe ist. Die wirklich hart umkämpfte Goldkrone der Verzweifelung geht vorerst an das Konzept: "Sie benötigen einen Account um bei uns ein Ticket zu bestellen. Und erst danach werden wir Sie informieren, dass wir ausschließlich Kreditkartenzahlung akzeptieren. Und, nein, wir sehen keinen Grund so etwas in die FAQs zu schreiben."

Ja, dann behalt's halt...


Dafür habe ich mein erstes Mini-Escape-Spiel überlebt.

So viel ich in Halle ohne Begleitung mache: Escape Rooms sind etwas bei dem ich nicht allein versagen möchte.

Aber wir hatten die perfekte Mischung aus "den ersten Gedanken einfach mal raus tröten", "ich komme mit den Codes klar, so lange es Stift und Papier gibt" und "während ihr geredet habt, habe ich schon mal ein paar von euren Lösungsvorschlängen durchprobiert", also hat es tatsächlich Spaß gemacht - schon allein weil wir nirgendwo ewig festhingen.


Und was auch erstaunlich unterhaltsam war, war die Penthesilea-Inszenierung in der Volksbühne am Kaulenberg.

True Fact:

Streber-Ich wollte das Stück an sich vorher noch mal lesen und nach den ersten drei Seiten war klar, dass ich im Moment für diese Art zu erzählen einfach keine Nerven über habe. (Es ist so ein Jahr.)

Mir war auch noch vage klar, dass es eine Tragödie ist. Ich hatte drum herum aber tatsächlich viel verdrängt. (An dieser Stelle ein 'Tschuldigung an meine Lieblingsdozentin, die fast jedes Semester ein Kleist-Seminar angeboten hatte, in dem ich auch verlässlich saß.)

Und dann kam Raffaela Lanci, die das als Ein-Frau-Stück auf die Bühne bringt.

Das größte Kompliment ist wahrscheinlich: ich konnte folgen.

Ich könnte das jetzt als Tragödie mit Missverständnissen umschreiben, in welcher den Figuren vor allem Ihr eigenes Ego im Weg steht, aber das ist ja irgendwie die Universalumschreibung für Tragödien.

Es hilft natürlich, dass Raffaela Lanci den durchaus umfangreichen Figurencast übersichtlich getrennt hat. Es darf gelacht werden. Und die Musikauswahl war mitunter unerwartet, aber effektiv.

Das ich nach dem Abend ggf. nicht genau erklären kann warum Penthesilea und Achilles nun ausgerechnet umeinander so einen Aufriß machen, kann dann durchaus auch an mir liegen. 

Aber Liebe ist ja eines dieser zeitlosen Themen bei denen zum Glück jeder mitreden kann.

Und wenn man dann noch ein Publikum hat das bei dem Abend bereit ist mit zu gehen, wird das Ganze auch rund und sehenswert. (Ich bin von hier, i' weeß dat wir nich' immer so sin', aber ick verspreche och: is' jut.)


Weitere unerwartete Beiträge zur Kultur:

Peter Fox hat mal eben sein neues Album drei Wochen vor dem Erscheinungstermin auf den Markt geworfen. Ich vermute mal: es war halt fertig. Es ist etwas weniger mitgroove-fähiger Grundoptimismus und eher so... die letzte halbe Stunde einer Party, wenn alle langsam dabei sind zu gehen? So von der Stimmung her? ... Yo, Musikkritiken wird es auf diesem Blog schon mal keine geben. Aber ich hab das Album mittlerweile vier mal durch und mag's. Damit war es sein Geld wert.


Nächster Stop: 

die neue Foo Fighters Platte, die am 2ten heraus kommt.

Sonntag, 28. Mai 2023

Der Deal war ja eigentlich immer...

 ... dass Ihr entweder die schmutzigen Details oder den Titel der Veranstaltung bekommt.


Daher fangen wir erst mal anonym an:

Ich habe neulich eine durchaus interessante Vorlesung besucht, bei der ich - trotz Eintritt - aufgrund eines Planungsfehlers dazu aufgefordert wurde für die Bereitstellung von Essen zu bezahlen, auch wenn ich persönlich gar nicht darum gebeten hatte.

Vortrag war toll. Ich werde mit ziemlicher Sicherheit nicht noch mal hin gehen.


Und dann hatte mir jemand Dracula im Puppentheater wirklich empfohlen, also so richtig mit Nachdruck.

Ich muss an der Stelle einfach auch mal eine generelle Lanze für das Puppentheater brechen: rein technisch war es hervorragend gemacht. Der Punkt beim Puppentheater ist ja gerade, dass man genau sieht wie es funktioniert und man in den guten Moment trotzdem glaubt was man da sieht.

In der Beziehung war der Abend wirklich gut.

Rein von der Handlung her war es im Grunde die Geschichte von Lucy, nur dass die Figur Mina hieß. (Wer das Buch kennt weiß grob was ich meine) Und meine Lieblings-Dozentin hat durchblicken lassen, dass sich der Abend im Laufe der Zeit auch gewandelt hat. Und ich habe bei weiterführenden Fragen auch noch ein Programmheft hier... irgendwo. Nichts davon ändert etwas daran, dass ich die letzte Figur - und damit leider auch den Schluss des Abends - überflüssig und kitschig fand.

Ohne wäre es echt gut gewesen. Mit frage ich mich warum mir das sooo begeistert empfohlen wurde.


Erwähnte ich eigentlich, dass eine ehemalige Kommilitonin von mir aktuell Ihre eigene Vernisage im Neuen Theater hat? Hat Herr Brenner noch selbst am Tag der Arbeit eingeweiht.

Ich find's cool, bin da aber auch nicht neutral.


Was ich gerade richtig feiere ist, dass Peter Fox sein neues Album mal eben drei Wochen vor dem geplanten Veröffentlichungsdatum auf den Markt geworfen hat. Weil... Ist halt fertig. Oder so.

Es ist nicht ganz so schmissig wie der Vorgänger, aber der Mit-Wipp-Nerv wird getroffen.

(CD läuft gerade im zweiten Durchgang)


Für Menschen die mit Slice of Life Mangas was anfangen können habe ich mal noch drei Empfehlungen:

Days on Fes von Kanato Oka: Ursprünglichen Empfehlung kam von einem Youtuber namens BoogieSnacks. Es geht um Musikfestivals. Zum Ende hin etwas unerwartet ernst, aber gut.

Everyday Escape von Shouichi Taguchi. Selbst im Laden gefunden. Es geht um eine überarbeitete Mangaka, deren Freundin im Alltag mehr oder weniger ausschweifende Ablenkungen organisiert. 

Wakabe im Kino von Katsumi Aoyama. Mehr Fanservice als ich persönlich brauchte, aber genau was der Titel sagt: aus dem Leben einer Filmvorführerin.


Zwei Buch Kommentare:

Lesens- bzw. hörenswert ist In the Weeds: Around the World and  Behind the Scenes with Anthony Bourdain von Tom Vitale. Ich hätte gerne noch mehr von Anthony gehört und näher dran als in diesem Buch kommen wir nicht mehr.

Und Banana Yoshimoto hat ein neues Buch draußen. Ich bin noch unsicher was ich von den Aliens (?) in dem Buch halte, wobei als Inspiration wohl ein Film diente den ich nicht kenne. Aber es hat immer noch diese ruhige Akzeptanz von Leben die ich sehr zu schätzen weiß. Deswegen habe ich mir vorgenommen ihre anderen Bücher mal wieder zu lesen.


Und alles was jetzt noch fehlt hat bis morgen Abend Zeit.

Dienstag, 13. Oktober 2020

Those are the days...

Ich hatte mich letzte Woche mit einer Kollegin unterhalten und wir sind aus zwei sehr unterschiedlichen Perspektiven zur gleichen Erkenntnis gekommen:

Das Jahr kannst du abhaken.


Also nimmt man noch alles mit was nicht schnell genug flieht.

Auf die Art bin ich am Wochenende nicht nur bei einem Lightcap Konzert gelandet, sondern auch bei der mehr oder weniger offiziellen Eröffnung der neuen Räume der Volksbühne am Kaulenberg.

Was Lightcap angeht... wie umschreibe ich das? Wenn ich möchte, dass mir jemand das Trommelfell weg brüllt, gehe ich woanders hin. Lightcap ist eher die Sorte Musik bei der sich der Blutdruck nach unten regelt. (Der geneigte Interessent findet auf Youtube leicht genug ein paar Hörproben.)

Und die Volksbühne?

Ich weiß nicht genau wann ich das letzte Mal blankes Mauerwerk als gemütlich bezeichnet habe, aber die Mischung aus Bühne und 'die aktuelle Tageskarte steht mit Kreide an der Wand geschrieben' hat was.


Mal sehe wie oft solche Abende dieses Jahr noch gehen...

Sonntag, 13. September 2020

T2O

Gestern Abend noch etwas zu finden, dass ich mir tatsächlich ansehen wollte, hat tatsächlich länger gedauert.

Ich bin am Ende bei T2O gelandet.

Ja, dass ist auch eine chemische Formel. Es ist aber eben auch der Name der Band der Bühnen Halle.

Und wo auf dem Uniplatz schon einmal aufgebaut war...

Man muss der Fairheit halber sagen: alles Cover.

Aber dafür ist dann eben auch Alles dabei:

von Walk This Way, über No Doubt, bis hin zu einer erfreulich gut gesungenen Version von Bring me to Live von Evanescence. (Und seien wir ehrlich, die Noten muss man echt erst mal treffen.)

Weitere Nebenwirkungen:

Ich habe mir (glaube ich) zum ersten Mal bewusst den Text von Dire Straits - Money for Nothing angehört. (Google hat mir freundlicherweise nicht nur verraten, dass ich mich nicht verhört habe, sondern auch worum es in dem Lied überhaupt geht.)

Und Blackest Eyes von Porcupine Tree. Das Lied ist von 2002. (Und wenn man den Kommentaren auf Youtube glauben darf: es geht um Ted Bundy. Natürlich fallen mir mal wieder die besonders 'lebensbejahenden' Lieder auf.) Nun stelle ich mir seit gestern Abend die Frage: wo habe ich das Lied schon einmal gehört? (wahrscheinlich irgendwann innerhalb der letzte 18 Jahre...)

Ich bin ehrlich: da wo ich saß hat es gezogen wie Sau. Ich brauche das echt nicht mehr jede Woche. Aber von Zeit zu Zeit ist das genau die richtige Sorte Samstagsunterhaltung. Sound. Stimmung. Bekannte Lieder.

Gerne wieder...

Donnerstag, 30. Mai 2013

Stilbruch

Apropo Musik:

http://stilbruch.tv/

Die drei jungen Herren haben C. und ich während des WGT in Leipzigs Innenstadt entdeckt. Und es standen auf jeden Fall eine Menge Menschen um sie herum. Die Jungs hatten was. Auch wenn ich mir im Nachhinein nicht ganz sicher bin was.

Die zwei CDs die ich hier habe sind gut, aber irgendwie durchwachsen. Allessamt rockig, keine frage, aber die Deutschen Lieder wirken irgendwie "echter". (wie auch immer man das jetzt erklären soll)

Wer auf etwas rockigere Streichinstrumente steht kann aber auf jeden Fall mal reinhören.

Donnerstag, 10. Januar 2013

Elementary

Hab gerade Elementary gesehen. Ist... nett. Wäre netter wenn die zwei andere Namen hätten. Aber gut geplottet.
Im direkten Zusammenhang die Erkenntnis des heutigen Tages: ich mag die Musik von Zoe Keating...
Yep, genau so funktioniert mein Gehirn. Genau darum habe ich keine Ahnung wie die Menschheit ohne Google leben konnte...

Sonntag, 6. November 2011

Einen wunderschönen guten Morgen. ^^

Es ist Sonntag, es lichterfestet, der Himmel ist so halbwegs blau und wer von Euch noch gar keine Ahnung hat wo er heute Abend hin soll:
The Aberlour's spielen heute Abend im nT.
Celtic Folk'n'Beat, wie sie es selbst bezeichnen würden.

Zum Appetit holen hier mal die Homepage:
http://www.aberlours.de

Ich freue mich auf jeden Fall die Band endlich mal wieder zu sehen! ^_^
(Ich glaube das letzte Konzert von denen das auf einen Tag fiel an dem ich Zeit hatte und in der Nähe war, war so vor ungefähr fünf Jahren...)

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Subhankar Chatterjee & Suman Sarkar present Tagore songs

Also gut, weil mir mittlerweile drei Menschen unabhängig voneinander in den Ohren liegen, dass ich da unbedingt hin gehen sollte:
heute Abend, zwischen 19 und 21 Uhr werden in den Frankischen Stiftungen verschiedenste Lieder in bengalischer Sprache geboten. So weit ich das verstanden haben stammen die ursprünglich von Rabindranath Tagore - ein Name der zumindest bei den mir bekannten Musikwissenschaftlern glasige Augen auslöst.


Subhankar Chatterjee, spielt am Harmonium und singt, und Suman Sarkar spielt auf der Tabla.
Der Einführungsvortrag wird gehalten von Prof. Dr. Rahul Peter Das.


Eintritt ist frei.

Das ganze findet im Freylinghausen-Saal statt.


(Ich muß allerdings gestehen, dass ich es für wahrscheinlicher halte, dass ich 19:30 Heidi Ritter und Eva Scherf bei ihrer Lesung zu Johann Christian Reil zuhöre. Das ist dann in der Musikbibliothek.)

Freitag, 27. Mai 2011

kostenlose Musik ^^

Man kennt ja seine Pappenheimer, daher heute mal kostenlose Musik.
Praktisch als elektrolastige Einstimmung ins Wochenende. ^_~

Der erste Teil des Portal 2 OST ist kostenlos verfügbar:
http://www.thinkwithportals.com/music.php
Das ist doch recht umfangreich. 22 Titel. Ich habe das gestern in der Bibliothek nebenbei gehört und muss ehrlich sagen: sehr gut. Naja, Ghost of Rattmann fand ich etwas irritierend, wenn man nebenbei zu lesen versucht. Aber wirklich hörbar.
(Der Download-Link fürs Album ist übrigens unter dem Album Cover. Also nicht von den Klingeltönen irritieren lassen.)

Und wer CC Musik mag (Creative Commons) kann mal bei Pornophonique rein hören.
Nein, das ist nichts versautes, sondern zwei Jungs die mit einem Gameboy, einem C64, einer Gitarre und ein wenig Gesang wahre Wunder vollbringen:
http://pornophonique.de/info.php
Mein Favorit ist nach wie vor Sad Robot, ganz dicht gefolgt von 1/2 Player Games, und ich bin extrem dankbar, dass ich die dank einer Freundin wieder gefunden habe.

Und wie gesagt: es kostet nichts. Also einfach mal rein hören und wenn es den persönlichen Geschmack trifft: gut finden und weiter empfehlen. ^^

Samstag, 26. Februar 2011

Marketing...

...ist mitunter schwer zu verstehen.

Hat hier jemand in letzter Zeit was über Monty Python gehört? Zum Beispiel, dass sie ihre Sketche mittlerweile auf einem eigenen Youtube Channel online gestellt haben und damit ihren Umsatz kollosal steigern konnten?
Als ich die Nachricht das erste Mal gehört habe, waren von Umsatzsteigerung von über 100% die Rede, mittlerweile kursiert - angenommen es hat sich nicht wer, wie beim Spinat, mit einem Komma vertan - die unglaubliche Zahl von 23.000%!!! Und wir reden hier nur von den DVD Verkäufen.
Und auch wenn sich die zynische Frage stellt, mit welchen Verkaufswerten sie da angefangen haben, reden wir hier von einem Umsatz im Bereich von mehreren Millionen.

Das sind die Nebeneffekte über die man von Seiten der Plattenfirmen und Co. normalerweise nichts hört. Und dabei ist es bei weitem nicht das erste Mal, dass dieser Trick funktioniert. Ich persönlich habe mir damals Stadtaffe von Peter Fox geholt, weil man es vorher mindestens eine Woche auf MTV.de kostenlos hören konnte. Als sie den Service eingestellt haben habe ich die CD zum Erscheinungstermin gekauft. So einfach kann es sein.

Außerdem ist das für meine Generation intuitiv verständlich: reinsehen, gut finden, denken man könnte es selbst mal kaufen, schon allein um es unabhängig vom Internet in besserer Qualität sehen und/ oder hören zu können. Dazu müssen nur die Sachen gut genug sein. (Was oft genug der eigentliche Knackpunkt ist.) Und früher oder später, wenn das Angebot, die Laune oder beides stimmen, dann wird das auch gekauft.

Die Liste der Bibliotheksentleihungen die ich noch nachkaufen möchte, wächst beständig.

Die ersten zwei CD Einkäufe für den nächsten Monat liegen jetzt schon im Amazon Einkaufswagen.

Bis kommenden Dienstag werden es wahrscheinlich sogar noch ein oder zwei mehr.

Und warum? Unter anderem weil ich eine Seite gefunden habe auf der ich legal, kostenlos und in aller Ruhe komplett in Alben rein hören kann.
http://www.simfy.de/
Die Seite hat mir eine Freundin empfohlen.
Sie hat dort schon mindestens drei Indy Bands gefunden.
Ich habe mir dort zum ersten Mal die Zeit genommen in Bullet for my Valentine rein zu hören. Ich wußte gar nicht dass ich die Band mag. Zaz und Spaceman Spiff findet man dort genauso wie Funny van Dannen... und eine erstaunliche Auswahl von dem, was ich diese Woche empfohlen habe. (selbst Hoffmanns Erzählungen und La Bohème. Und ich hätte es auch nicht geglaubt, wenn ich nicht selbst nachgeschaut hätte.)

In dem Sinne: viel Spaß mit dem Link für Alle die es ausprobieren möchten. Anmelden ist kostenlos. Zumindest habe ich bisher keine Rechnung bekommen. Wer Premiumfunktionen für Musik aufs IPhone oder so was braucht, der wird schon in die Tasche greifen müssen. Aber wer mit der nur minimal umständlichen Steuerung zurande kommt, wird mit geringer Werbefrequenz und guter Musik belohnt.
Aber wie gesagt: wer einmal mit Stöbern anfängt, findet sicher auch noch etwas, dass er tatsächlich mal haben will oder wollte... und da wir ja immer ungeduldiger werden was die Wunscherfüllung angeht (mittlerweile auch statistisch bewiesen) steigt auch die Wahrscheinlichkeit doch noch etwas zu kaufen.

Und wer es nicht glaubt, der darf es gerne mal ausprobieren und versuchen mir gleichzeitig das Gegenteil zu beweisen. Viel Spaß damit. ^_~

Freitag, 25. Februar 2011

Kuhn Leibold - Außen ordentlich (oder: Seltsame Komplimente #312)

Und zum Abschluss der Woche ein wirklicher Geheimtip:
Bei der Theaterkasse im nT kann man neben den Tickets auch ein paar CDs, Programmhefte oder anderes Merchandise erwerben. Falls irgendwer eine günstige Aufnahme von Franz Liszts Faust braucht... oder eine Einspielung der Scarlett Pimpernel? CD und DVD zum Edgar Allan Poe Musical liegen auch aus...
Aber darum soll es heute ja nicht gehen.
Irgendwo auf der Liste der CD Angebote steht nämlich auch eine mit dem Titel Außen ordentlich von Kuhn - Leibold.
Hervorragendes Musik-Kabarett von und mit Björn Christian Kuhn und Boris Leibold.

Ich persönlich besitze diese Scheibe seit über einem Jahr und höre sie immer noch gerne. Was erst mal in sich ein Riesen Kompliment für jede CD ist.

Dazu kommt, dass ich damals eigentlich nur wenig Ahnung hatte, auf was ich mich da einlasse. Es gibt ein paar Lieder die im musikalischen Kabarett immer wieder auftauchen, oft genug weil sie wirklich witzig sind. Das weiß ich mittlerweile, aber zum ersten Mal hörte ich das ganze relativ unvorbereitet in den öffentlichen Verkehrsmitteln... eine dumme Idee. (Und meine Würde hält sich daran fest, dass der Bus fast leer war.)

Aber warum soll man dann eine CD kaufen, auf der sich - im Booklet übrigens mit Original-Quelle ausgewiesen - Lieder befinden, die es woanders auch gibt?

Weil sie überraschend und gut präsentiert sind. Hier ein unerwarteter Einwurf, dort ein spontaner Soundeffekt, da ein halb gemurmelter Fluch, dort eine Interaktion mit dem Publikum... erwähnte ich eigentlich schon, dass es sich hier um ein Live-Programm handelt?
Es gibt ein oder zwei Witze zu denen die Bilder fehlen. Aber als Kopfkino funktioniert die CD hervorragend. Und gerade da finden sich die Bonuspunkte. Das ist mit der Hauptgrund, warum ich die CD immer noch gerne höre. Selbst nach über einem Jahr versetzt mich die Aufnahme einfach in eine gute Stimmung...

Was übrigens den Nach-Titel dieses Beitrags erklärt. Und was überhaupt erst die Postingflut dieser Woche in Gang gesetzt hat:
Erm... nun... es gibt Dinge, bei denen ist es egal wie man sie betont, sie klingen nicht wie ein Kompliment, auch wenn sie als eines gemeint sind. Daher weigere ich mich, das folgende jemals akustisch zu artikulieren, aber: aus der Sicht meines Zahnarztes war diese CD die beste Investition die ich tätigen konnte. Seit April will er an mir Geld verdienen, letzten Freitag habe ich endlich nachgegeben. Wohl wissend, dass der Kerl mich am liebsten bewusstlos schlagen würde, damit er in Ruhe arbeiten kann. Wir haben das schon mal durch. Ich hab mir dieses Mal einfach das Trommelfell weggeblasen und versucht alles Andere weitestgehend zu ignorieren. Ich glaube mein Arzt fand mich schon fast erträglich. Es ist gute Zahnarzt-Musik. Oder direkter gesagt: zu der CD lässt sich einfach wahnsinnig schlecht leiden.

So was kann man immer mal Zuhause haben.

Und trotz der wirklich (!) brillianten Stereo-Abmischung gibt es leider drei kleine Wermutstropfen:

Die CD enthält etwa eine Hand voll Audio-Fehler. Den Prominentesten direkt im ersten Track. Ich glaube dass man da drüber hinweg hört, wenn man sich noch nicht mit Audiobearbeitung beschäftigt hat. Aber ich höre es, und das ist der erste Grund, warum ich die CD bisher nicht verschenkt habe.
Problem Nummer 2 ist eine Abmischung die bei mir damals spontan "Lautstärkeschwankungen sind kein Stilmittel" als Reaktion hervorrief. Ich weiß was fortissimo und pianissmo sind, zumindest habe ich die Begrifflichkeiten mit Hilfe von Google wieder gefunden. Aber ganz ernsthaft: wer sich die CD gönnt, sollte ein paar gute Kopfhörer dazu nehmen, sich auf Ohrenschmerzen einstellen, einen ruhigen Ort suchen und mal richtig laut drehen. (Ich bin im Moment zu faul das raus zu suchen, aber in einem Track ist ein gemurmeltes "Tschuldigung, ich war gerade abgelenkt" oder etwas ähnliches. Das habe ich zum ersten Mal zur Kenntnis genommen als ich mir endlich InEar Kopfhörer zugelegt habe - was so ungefähr ein Vierteljahr nach dem Kauf der CD der Fall war.)

Und ich bin bei den beschriebenen Dingen normalerweise echt mäklig, also kann man sich ausmalen wie mich die CD beeindruckt hat, wenn es trotz allem eine meiner absoluten Lieblings-CDs geworden ist.

Und der letzte Wehrmutstropfen: es sieht nicht so aus, als würde man das noch mal live erleben können. Also bleibt als Trost doch nur die CD.


Und auch wenn die Seite seit über einem Jahr nicht mehr aktualisiert wurde, genauso aussieht und nur noch bedingt dafür gedacht ist:
Die Kuhn Leibold Homepage
Zum mal rein hören und selbst urteilen.
Und wenn es zündet oder neugierig macht, ihr wisst wo ihr die CD kaufen könnt.
Meiner Meinung nach lohnt es sich wirklich.

(Wer Max Raabe mag wird das hier auch mögen. Und wer davon weniger begeistert ist, kann sich schon mal auf morgen freuen. Da ist sicher für jeden was bei. Und für die Fans der Bühnen Halle geht es dann Sonntag weiter. Lasst Euch überraschen. Ich habe noch was schönes für Euch gefunden.)

Donnerstag, 24. Februar 2011

Deutsch für Liebhaber

Adam Schaf hat Angst. Wie oft habe ich vor der CD gestanden. Aber der Preis... teilweise bis zu 20 Euro. Nur als es mir dann in der Musikbibliothek praktisch in die Hände gefallen ist, wusste ich einfach, dass ich die mitnehmen musste.
Georg Kreisler und Tim Fischer auf einer CD. Damit sollte eigentlich alles gesagt sein. (Und ja, Tim Fischer, nicht Kim.)
Ein altender Opernsänger lässt sein Leben Revue passieren. Zwischen Selbstbekenntnis, unter anderem zur eigenen Homosexualität, und Abrechnung mit dem Job, der Gesellschaft und dem Publikum.
Entweder man mag es oder nicht, aber mir gefällt es.
Und die CD steht für mich definitiv auf der Kaufliste.

Dann war da ja auch noch das mittlerweile nicht mehr ganz so neue Album von Max Raabe, Annette Humpe und dem Palast Orchester.
Küssen kann man nicht allein.
Die Aussage selbst stimmt ja erst mal, aber... naja, Max Raabe selbst hat es als Orchesterpop bezeichnet. Was auch einschließt, dass Teile des Sprachwitz und die gewohnt bissigen Pointen fehlen.
Es ist allgemein eher für Fans. Und meiner persönlichen Meinung nach ist der Unterschied zwischen der regulären und der Palast-Orchester-Version nicht so riesig, dass man zwingend beide haben muss. Außer natürlich man ist wirklich hartgesottener Fan. Aber Anfang der Woche hat der Download der regulären Version grob fünf Euro gekostet. Das ist das Album durchaus wert.
(Das Video zum titelgebenden Song ist ehrlich knuffig. Wer mal schauen mag wird unter anderem hier fündig.)

Und dann war da noch Der Bundesdenker und die Kopftuchmädchen. Eine Sammlung an Satire-Beiträgen, die in irgend einer Relation zu Tilo Sarazzins Buch stehen. Es geht also nicht um Sarrazin selbst, sondern um Satirebeiträge darüber. (Was an der Stelle noch mal besonders unterstrichen werden soll, auf Grund des latent entgeisterten Gesichtes des Verkäufers, der mir die CD raus suchte).
Wie immer: manches zündet mehr als anderes. Die Beiträge sind unter anderem von Jürgen Becker, Wladimir Kaminer, Wilfried Schmickler oder Dieter Hildebrand. Allein der Sprecher der das ganze verbindet - Heinrich Pacherl - hätte definitiv besser gewählt werden können.
Aber wer Neues aus der Anstalt und Co mag kann ja zumindest mal reinhören. Einiges davon zündet wirklich.
(Mal ernsthaft, auf den CDs befindet sich unter anderem die wahrscheinlich schärfste Faust Adaption die ich dieses Jahr hören werde, einiges davon ist wirklich gut, aber Heinrich Pacherl reißt die CD nach unten. Wer so was am ehesten unterwegs über Kopfhörer hört und irgendwann außer dem sprech-stöhn-gesabbere des sich überschlagenden Kommentators nichts mehr mitbekommt... ich hatte von Random House wirklich etwas Besseres erwartet. So was stört außer mich erfahrungsgemäß nur sehr wenig andere Menschen. Aber ich kann da nicht drum herum hören.)

Mittwoch, 23. Februar 2011

Deutscher "Humor"

Meine Mitgliedschaft in der Bibliothek hat mir unter anderem die Möglichkeit verschafft endlich mal wieder neues Georg Kreisler Material zu hören. Wunderbar schwarz. Meine Aufforderung: Sofort nach dem Taubenvergiften im Park googeln, reinhören, toll finden, Everblacks kaufen. Hören, für gut befinden, Everblacks 2 kaufen. Wenigstens bis zu dem Punkt mit dem Reinhören sollte jeder kommen.

Wer es schwarz, aber etwas derber mag, könnte Funny van Dannen mögen. Ich persönlich mag Menschenverachtende Untergrundmusik und An den Flügeln gepiercte Tauben. Und wem das gefällt findet definitiv noch mehr.

Und Herrenabend von Götz Alsmann. Das war eine kaufenswert Empfehlung einer Freundin. "Götzi Mausi" - wie er von den mir bekannten Musikwissenschaftlern aus irgend einem Grund immer wieder genannt wird - hat sich alte Herrenmagazine zu Gemüte geführt und einige Texte herausgesucht, die aus heutiger Sicht oft skurril sind. Eine Mischung aus Essays, wissenschaftlichen Texten, mehr oder weniger wütenden Zeitungsartikeln und Kurzgeschichten. Immer wieder mal unterbrochen von passender Musik. Definitiv eine sehr charmante Mischung.

Dienstag, 22. Februar 2011

Hörenswerte Klassik

Ich wusste bis Anfang des Monats noch nicht einmal wer Glenn Gould ist. Gut, heute weiß ich auch nur, dass er ein begnadeter Pianist war, der bevorzugt auf viel zu niedrigen Stühlen spielte. Aber hörenswert ist es. Zumal ich keinen kenne der eine Abneigung gegen Klaviermusik hat.
Bei der Gelegenheit habe ich dann auch endlich mal gemerkt dass sowohl das Wohltemperierte Klavier als auch die Goldbergvariationen von Bach sind. Wusste ich vorher auch nicht. Sowas passiert wenn man Menschen erlaubt Musik abzuwählen. Aber wer eines von beidem von Glenn Gould finden sollte: zugreifen, anhören, genießen.

Wer einfach nur mal was Bekanntes sucht, aber trotzdem nicht Unsummen für Ich mag keine Klassik, aber das gefällt mir ausgeben möchte UND keine Abneigung gegenüber Musikdownloads hat, sucht mal bei Amazon nach "99 most essential" suchen. Unschlagbar günstige Preise und wirklich viel empfehlenswertes. Einfach mal die Reinhörfunktion nutzen. Da ist erstaunlich viel Bekanntes dabei. (Und keine Sorge, Amazon sorgt schon dafür, dass das Downloadprogramm funktioniert. Der Support ist ürbigens auch 1a)

Und nicht zu vergessen: die Carmina Burana von Carl Orff. Meine CD von der Deutschen Grammophon ist leider etwas sehr leise geraten, aber wunderschöne Musik. Orff hat auf jeden Fall sehr schön geraten, wie die Lieder mal geklungen haben können...

Montag, 21. Februar 2011

Hörenswerte Opern

Halten wir das ganze mal überschaubar, mit insgesamt zwei Titeln:


Hoffmanns Erzählungen von Jacques Offenbach. Ich habe eine sehr schöne französische Version mit Neil Shicoff als Hoffmann erstanden. Keine Ahnung wer Neil Shicoff ist, aber die Aufnahme ist wirklich gut.

La Bohème von Giacomo Puccini. Von der Oper war es dann nicht mehr weit zur TV Ausstrahlung, von da zur DVD und dann zur CD.

Da ich übrigens weder des Italienischen noch des Französischen mächtig bin, sind beide Aufnahmen hervorragend zum ruhigen Arbeiten in der Bibliothek geeignet. Wenn man irgendwann mitkriegt, dass plötzlich ganz andere Musik läuft sind schon mindestens zwei Stunden um.