Eigentlich wollte ich nur ein bissel Füllmaterial für ein Paket an eine Freundin holen, greif wahllos in den Altpapierstapel, knülle vor mich hin und überlege schon ob ich das andere Blatt auch noch mit rein stopfen sollte oder ob eine Zeitungsecke reicht... und sehe dann in einer Ausgabe der MZ das Gesicht von Herrn Schütte. Kurzer Seitenkasten, Bild, wenig Text:
im alten Thalia ist noch Leben!
Ich wusste das bisher nur weil ich die Lebensgefährtin eines Arbeitskollegen sich dort engagiert.
Aber da gibt es wirklich noch Leben!
Zu finden über Google als Bude, auf Facebook, im Crowdfundin - erfolgreich - und im Freistiljugendengagementwettbewerb.
Der Link zu Letzterem war in der MZ auch mit dabei. Und ich hatte ihn mir natürlich nicht gemerkt. Weshalb ich vorhin selbst erst noch mal suchen musste. Natürlich geht es auch um Geld und Prestige, aber auch um die eigene Nachbarschaft. Es sind aus meiner Sicht erstaunlich viele Projekte dabei, die entweder mit Halle, mit der Uni oder mit Schülerzeitungen zu tun haben. Aber das muss jeder selbst wissen. Ich habe mir das vorhin mal durchgelesen und auch fair drei Stimmen vergeben und nicht nur eine
In so fern: neugierig sein, durchschauen, Mitwählen.
Und ein angenehmes Wochenende Euch Allen. ^^
Freitag, 15. Februar 2013
Samstag, 12. Januar 2013
Monika Gruber
Apropo: da hier ja erstaunlicherweise auch immer wieder mal Menschen vorbei schauen und von Zeit zu Zeit sogar kommentieren:
Vor ein paar Tagen kam das aktuelle Program von Monika Gruber im Fernsehen auf BR. Wer sich für den Aufbau von Handlungsbögen interessiert sollte sich dringen mal Zu Wahr um Schön zu sein ansehen oder anhören. Man brauch einen kleinen Moment bis man sich in den Dialekt reingehört hat. Wobei sie im Grunde Hochdeutsch spricht, nur eben mit einem etwas stärkeren Regiolekt.
Ist im Grunde auch ein anderes Thema.
Punkt ist: man amüsiert sich bei den Texten wie Bolle, da geht es um die Unterschiede in Deutschland und Männer und Frauen und eine doch recht gute Beobachtungsgabe die man Frau Gruber attestieren darf und teilweise auch nur ein gnadenlos direktes Mundwerk.
Und dann ging es um 'später'.
Und man sitzt plötzlich da und hört noch so ein leises Echo im Hinterkopf: bin ich hier nicht eigentlich im Kabarett? Soll es hier nicht lustig sein?
Und die Antwort ist: recht hat sie trotzdem. Und ja, sie nimmt sich die Zeit einen da wieder raus zu... wuchten. Ohne dass es geplagt wirkt, ehrlich, und genau darum noch beeindruckender.
Und dann ist da das neue Programm. Ich mag die Frau, aber einen Bayer im Zirkus Krone auftreten zu lassen, das ist für den Rest von uns immer ein bisschen unfair. Ich verstand plötzlich merklich weniger. Auch wenn immer noch ein oder zwei wirklich gute Dinge dabei sind. (Die Reaktion ihres Lieblingsitalieners nach ihrer Trennung... einfach Hammer....)
Und ich hatte ja immer noch die Hoffnung dass das mit dem Verstehen wieder ein wenig nach oben geht, wenn man ihr beim Gestikulieren zusieht. Ergebnis: nein, Verständnis wird nicht merklich besser. Zumal ich ein ganzes Stück zu spät eingeschalten habe.
Aber ich bin ja nichts wenn nicht dickköpfig, wenn ich mir mal was in den Kopf gesetzt habe. Ergo: Weiß einer ob das aktuelle Programm - Wenn ned jetzt wann dann - noch mal wiederholt wird? Und wann?
Vor ein paar Tagen kam das aktuelle Program von Monika Gruber im Fernsehen auf BR. Wer sich für den Aufbau von Handlungsbögen interessiert sollte sich dringen mal Zu Wahr um Schön zu sein ansehen oder anhören. Man brauch einen kleinen Moment bis man sich in den Dialekt reingehört hat. Wobei sie im Grunde Hochdeutsch spricht, nur eben mit einem etwas stärkeren Regiolekt.
Ist im Grunde auch ein anderes Thema.
Punkt ist: man amüsiert sich bei den Texten wie Bolle, da geht es um die Unterschiede in Deutschland und Männer und Frauen und eine doch recht gute Beobachtungsgabe die man Frau Gruber attestieren darf und teilweise auch nur ein gnadenlos direktes Mundwerk.
Und dann ging es um 'später'.
Und man sitzt plötzlich da und hört noch so ein leises Echo im Hinterkopf: bin ich hier nicht eigentlich im Kabarett? Soll es hier nicht lustig sein?
Und die Antwort ist: recht hat sie trotzdem. Und ja, sie nimmt sich die Zeit einen da wieder raus zu... wuchten. Ohne dass es geplagt wirkt, ehrlich, und genau darum noch beeindruckender.
Und dann ist da das neue Programm. Ich mag die Frau, aber einen Bayer im Zirkus Krone auftreten zu lassen, das ist für den Rest von uns immer ein bisschen unfair. Ich verstand plötzlich merklich weniger. Auch wenn immer noch ein oder zwei wirklich gute Dinge dabei sind. (Die Reaktion ihres Lieblingsitalieners nach ihrer Trennung... einfach Hammer....)
Und ich hatte ja immer noch die Hoffnung dass das mit dem Verstehen wieder ein wenig nach oben geht, wenn man ihr beim Gestikulieren zusieht. Ergebnis: nein, Verständnis wird nicht merklich besser. Zumal ich ein ganzes Stück zu spät eingeschalten habe.
Aber ich bin ja nichts wenn nicht dickköpfig, wenn ich mir mal was in den Kopf gesetzt habe. Ergo: Weiß einer ob das aktuelle Programm - Wenn ned jetzt wann dann - noch mal wiederholt wird? Und wann?
Donnerstag, 10. Januar 2013
Und dann gibt es da noch Fernseher...
Apropo: hat eigentlich außer mir jemand diese Doku Soap zu den Hohlbeins gesehen? Auf RTL2?
Ich hab ihn vor Jahren mal hier in Halle auf einer Buchlesung gesehen, als wir auf dem Boulevard auch noch einen Buchladen hatten. Höflich formuliert: Ich glaube es gibt bestimmte Literatur aus der man einfach raus wächst, unabhängig davon ob der Mann nun über unsere Lokalkuriosität die Himmelscheibe schreibt oder nicht.
Und selbst in merklich jüngeren Jahren fand ich es teilweise dreist wie der Mann teilweise ganze Passagen aus seinen eigenen Werken recyclt hat. (was man aber ehrlich auch nur merkt wann man viel von ihm liest und das hintereinander weg)
Aber irgendwie... ich glaube ich mochte die Bücher ein wenig lieber als ich mir noch einreden konnte, der Mann würde halbwegs normal leben und seine Seele nicht ans Privatfernsehen verkaufen.
Jaja, ich weiß schon, Polemik ahoi. Aber mal ehrlich: es war kein Frauentausch, das umstylen war auch eher verkrampft - vor allem wenn man die Garderobe am Ende gesehen hat, Fetenplanung war jetzt auch eher... normal. Tine Wittler hätte sich an dem Haus austoben können. Aber sonst? Und es tut mir leid, aber die Familie taugt einfach nicht als Osborn Nachfolger. Ozzy konnte man wenn alles schief lief immer noch hinters Mikro stellen und ein Video drehen lassen. Welches Mitglied der MTV Generation hat die Nerven einem Mann eine Stunde dabei zuzusehen wie er da sitzt und schreibt? Das bewegen von Zinnfigurn zählt da wahrscheinlich schon als Aktioneinlage. Und die Übertragung von Lesungen? Das wäre glaube ich eher was für ZDF Kultur oder meinetwegen die Dritten. Aber es wird ums verderben kein RTL 2 Format werden...
Oder habe ich da irgendwas grundlebendes verpasst?
Ich hab ihn vor Jahren mal hier in Halle auf einer Buchlesung gesehen, als wir auf dem Boulevard auch noch einen Buchladen hatten. Höflich formuliert: Ich glaube es gibt bestimmte Literatur aus der man einfach raus wächst, unabhängig davon ob der Mann nun über unsere Lokalkuriosität die Himmelscheibe schreibt oder nicht.
Und selbst in merklich jüngeren Jahren fand ich es teilweise dreist wie der Mann teilweise ganze Passagen aus seinen eigenen Werken recyclt hat. (was man aber ehrlich auch nur merkt wann man viel von ihm liest und das hintereinander weg)
Aber irgendwie... ich glaube ich mochte die Bücher ein wenig lieber als ich mir noch einreden konnte, der Mann würde halbwegs normal leben und seine Seele nicht ans Privatfernsehen verkaufen.
Jaja, ich weiß schon, Polemik ahoi. Aber mal ehrlich: es war kein Frauentausch, das umstylen war auch eher verkrampft - vor allem wenn man die Garderobe am Ende gesehen hat, Fetenplanung war jetzt auch eher... normal. Tine Wittler hätte sich an dem Haus austoben können. Aber sonst? Und es tut mir leid, aber die Familie taugt einfach nicht als Osborn Nachfolger. Ozzy konnte man wenn alles schief lief immer noch hinters Mikro stellen und ein Video drehen lassen. Welches Mitglied der MTV Generation hat die Nerven einem Mann eine Stunde dabei zuzusehen wie er da sitzt und schreibt? Das bewegen von Zinnfigurn zählt da wahrscheinlich schon als Aktioneinlage. Und die Übertragung von Lesungen? Das wäre glaube ich eher was für ZDF Kultur oder meinetwegen die Dritten. Aber es wird ums verderben kein RTL 2 Format werden...
Oder habe ich da irgendwas grundlebendes verpasst?
Lesen
Was ich im übrigen empfehlen kann: spontane Entscheidungen. Ich meine: sind die ersten Vorsätze schon über Board geworfen? Wahrscheinlich schon. Meine Teesucht werde ich dieses Jahr auf jeden Fall nicht in den Griff kriegen wenn ich so weiter mache.
Aber die spontane Idee einen Goodreads Account zu nutzen? Yo, für einen Vielleser ein nettes Spielzeug. Eine Jahreschallange? Och, nett. Vor allem weil ich weiß dass ich in einem normalen Studienjahr locker zwischen 50 und 100 Büchern geschafft habe - unter anderem weil ich kein Problem damit habe mit Reclams, Mangas und ähnlichem zu besch... erm, die Statistik zu beschönigen.
Da einfach mal eine Zahl von 150 rein zu schreiben? Möglicherweise ein kleines bissel hoch gegriffen. Aktueller Zwischenstand? 11 Bücher. Es wäre wahrscheinlich mehr wenn ich nicht zig Dinge parallel anfangen würde... Und ja, ich weiß dass das aktuelle Jahr noch keine zwei Wochen alt ist...
Kurzzusammenfassung:
Sherlock - The Casebook von Guy Adams
Für Fans empfehlenswert. Für die meisten anderen fehlt der Kontext. Ich fands gut.
Steal like an Artist - 10 Things nobody told you about being creative von Austin Kleon
Wo er recht hat...
The Alchemist von Paulo Coelho
Während ich persönlich die Moral und den Schreibstil ein wenig simpel fand ist es nett wegen einem Buch mit dem Gefühl der Wüstensonne auf dem Rücken einzuschlafen...
The Lover's Dictionary von David Levithan
Eines dieser gehypten Jugendbücher die es frührer oder später auch bei uns in die Regale schaffen werden. Es ist immer wieder erstaunlich wie gut Leerstellen funktionieren. Das ist im Grunde noch nicht mal eine Episodengeschichte. Sondern mehr oder weniger ein Puzzle in Buchform. Klappt diese Beziehung, ja oder nein? Nicht wirklich mitreißend, gerade weil man es am Ende so oder so auslegen kann. Aber interessant zu lesen. Und ich denke immer noch dass mindestens eine der Einträge von jemand anderem geschrieben wurden....
Krieg der Welt fand ich als Buch total überbewertet. Klar muss man bei so was auch das Alter bedenken, aber ehrlich... nein danke.
Ich habe keine Skrupel auch eines der Simon's Cats Bücher mit zu zählen.
The Affair of the Wooden Boy von Ian Doyle
Leseerfahrung kann sich eben auch umdrehen und einem in den A...llerwertestens beißen. Ich wußte wer oder was Mina ist. Nette Geschichte. Man erkennt den Sherlock-artigen Geschichtenaufbau irgendwann überall. Kann man für lau mal gelesen haben, muss man aber wirklich nicht.
Ich hab mal wieder meine John Buchan Sammlung raus geholt. Wird Zeit dass ich mich da auch mal ran setze... Ich bin mir allerdings noch nicht wirklich sicher was ich von der Sir Edward Leithen Reihe halte... (die 39 Stufen hingegen sind nach wie vor lesenwert.)
Und dann - auch als kleines Schmankerl für die die bis hier her durchgehalten haben - gibt es immer wieder Bücher die einen überraschen:
The Possessed - Adventures with Russian Books and the People who read them von Elif Batuman
Ich bin an die Sprache nie ran gekommen. Ehrlich nicht. Und ich hatte noch Lehrer die das wirklich versucht haben. Dinge die hingegen immer mal hängen geblieben sind waren die Erzählungen von Auslandsaufenthalten und ähnlichem. Und das hier ist tatsächlich eine sehr interessante Mischung aus Literaturwissen, Auslandsaufenthalt, Mentalitätsstudie und Erfahrungsbericht.
Als ich das in der Schule gebraucht hätte, war mein Englisch glaube ich noch nicht so weit. Aber es ist erstaunlich gut lesbar, vorallem weil viele Dinge keine klare "Auflösung" habens sondern einfach so berichtet werden wie sie sind, mit all den Widersprüchen und Brechungen die man immer wieder mitbekommt wenn man mal mit Auslandsstudenten geredet hat. Mal ganz abgesehen davon, dass der normaler Wahnsinn an einer Uni auch nicht zu kurz kommt.
(Meine persönliche Meinung ist im übrigen das Dostojewski einer der einfachsten Wege ist mit wenig Aufwand und ein bißchen Sitzfleisch erstaunlich belesen zu wirken. Der Mann hat erstaunlich gut geschrieben. So dass man auch gut mit kommt. Während zum Beispiel Edgar Wallace auch gut und nachvollziehbar geschrieben hat - The Clue of the Twisted Candle ist wirklich sehr, sehr gut - aber so wie Elif Batumann nach ihrem Auslandsaufenthalt keine Lyrik mehr lesen konnte, werde ich Amok laufen wenn ich noch einmal den Frosch mit der Maske sehen oder noch schlimmer lesen muss...)
Viel Text, wenig Sinn. Aber vielleicht hat der eine oder andere einen guten Hinweis gefunden was er sich zum Wochenende mal noch anschauen könnte... ^_~
Aber die spontane Idee einen Goodreads Account zu nutzen? Yo, für einen Vielleser ein nettes Spielzeug. Eine Jahreschallange? Och, nett. Vor allem weil ich weiß dass ich in einem normalen Studienjahr locker zwischen 50 und 100 Büchern geschafft habe - unter anderem weil ich kein Problem damit habe mit Reclams, Mangas und ähnlichem zu besch... erm, die Statistik zu beschönigen.
Da einfach mal eine Zahl von 150 rein zu schreiben? Möglicherweise ein kleines bissel hoch gegriffen. Aktueller Zwischenstand? 11 Bücher. Es wäre wahrscheinlich mehr wenn ich nicht zig Dinge parallel anfangen würde... Und ja, ich weiß dass das aktuelle Jahr noch keine zwei Wochen alt ist...
Kurzzusammenfassung:
Sherlock - The Casebook von Guy Adams
Für Fans empfehlenswert. Für die meisten anderen fehlt der Kontext. Ich fands gut.
Steal like an Artist - 10 Things nobody told you about being creative von Austin Kleon
Wo er recht hat...
The Alchemist von Paulo Coelho
Während ich persönlich die Moral und den Schreibstil ein wenig simpel fand ist es nett wegen einem Buch mit dem Gefühl der Wüstensonne auf dem Rücken einzuschlafen...
The Lover's Dictionary von David Levithan
Eines dieser gehypten Jugendbücher die es frührer oder später auch bei uns in die Regale schaffen werden. Es ist immer wieder erstaunlich wie gut Leerstellen funktionieren. Das ist im Grunde noch nicht mal eine Episodengeschichte. Sondern mehr oder weniger ein Puzzle in Buchform. Klappt diese Beziehung, ja oder nein? Nicht wirklich mitreißend, gerade weil man es am Ende so oder so auslegen kann. Aber interessant zu lesen. Und ich denke immer noch dass mindestens eine der Einträge von jemand anderem geschrieben wurden....
Krieg der Welt fand ich als Buch total überbewertet. Klar muss man bei so was auch das Alter bedenken, aber ehrlich... nein danke.
Ich habe keine Skrupel auch eines der Simon's Cats Bücher mit zu zählen.
The Affair of the Wooden Boy von Ian Doyle
Leseerfahrung kann sich eben auch umdrehen und einem in den A...llerwertestens beißen. Ich wußte wer oder was Mina ist. Nette Geschichte. Man erkennt den Sherlock-artigen Geschichtenaufbau irgendwann überall. Kann man für lau mal gelesen haben, muss man aber wirklich nicht.
Ich hab mal wieder meine John Buchan Sammlung raus geholt. Wird Zeit dass ich mich da auch mal ran setze... Ich bin mir allerdings noch nicht wirklich sicher was ich von der Sir Edward Leithen Reihe halte... (die 39 Stufen hingegen sind nach wie vor lesenwert.)
Und dann - auch als kleines Schmankerl für die die bis hier her durchgehalten haben - gibt es immer wieder Bücher die einen überraschen:
The Possessed - Adventures with Russian Books and the People who read them von Elif Batuman
Ich bin an die Sprache nie ran gekommen. Ehrlich nicht. Und ich hatte noch Lehrer die das wirklich versucht haben. Dinge die hingegen immer mal hängen geblieben sind waren die Erzählungen von Auslandsaufenthalten und ähnlichem. Und das hier ist tatsächlich eine sehr interessante Mischung aus Literaturwissen, Auslandsaufenthalt, Mentalitätsstudie und Erfahrungsbericht.
Als ich das in der Schule gebraucht hätte, war mein Englisch glaube ich noch nicht so weit. Aber es ist erstaunlich gut lesbar, vorallem weil viele Dinge keine klare "Auflösung" habens sondern einfach so berichtet werden wie sie sind, mit all den Widersprüchen und Brechungen die man immer wieder mitbekommt wenn man mal mit Auslandsstudenten geredet hat. Mal ganz abgesehen davon, dass der normaler Wahnsinn an einer Uni auch nicht zu kurz kommt.
(Meine persönliche Meinung ist im übrigen das Dostojewski einer der einfachsten Wege ist mit wenig Aufwand und ein bißchen Sitzfleisch erstaunlich belesen zu wirken. Der Mann hat erstaunlich gut geschrieben. So dass man auch gut mit kommt. Während zum Beispiel Edgar Wallace auch gut und nachvollziehbar geschrieben hat - The Clue of the Twisted Candle ist wirklich sehr, sehr gut - aber so wie Elif Batumann nach ihrem Auslandsaufenthalt keine Lyrik mehr lesen konnte, werde ich Amok laufen wenn ich noch einmal den Frosch mit der Maske sehen oder noch schlimmer lesen muss...)
Viel Text, wenig Sinn. Aber vielleicht hat der eine oder andere einen guten Hinweis gefunden was er sich zum Wochenende mal noch anschauen könnte... ^_~
Elementary
Hab gerade Elementary gesehen. Ist... nett. Wäre netter wenn die zwei andere Namen hätten. Aber gut geplottet.
Im direkten Zusammenhang die Erkenntnis des heutigen Tages: ich mag die Musik von Zoe Keating...
Yep, genau so funktioniert mein Gehirn. Genau darum habe ich keine Ahnung wie die Menschheit ohne Google leben konnte...
Im direkten Zusammenhang die Erkenntnis des heutigen Tages: ich mag die Musik von Zoe Keating...
Yep, genau so funktioniert mein Gehirn. Genau darum habe ich keine Ahnung wie die Menschheit ohne Google leben konnte...
Sonntag, 9. Dezember 2012
I go about things the wrong way...
Bonus Punkte wer den Titel oben schon jetzt erkennt.
Ich habe hier ja keinen Hehl daraus gemacht, dass ich den Kindle und das App genial finde, vor allem weil man für sehr wenig Geld geniale Dinge findet.
Ich habe - vor gar nicht so langer Zeit - einmal angefangen Frankenstein zu lesen. Das Original, von Mary Shelly. In erster Linie weil mir mal wer gesagt hatte, dass die Kreatur (Frankenstein selbst ist ja eigentlich der Schöpfer, auch wenn das mehr oder weniger Synonym verwendet wird) riesig gewesen sein soll. Miniaturisierung erfordert eben können und das war beim ersten Versuch noch nicht da. (Es gibt vom germanistischen Standpunkt noch ein paar weitere interessante Dinge über das Buch zu sagen, aber ich hab heute beim besten Willen keine Lust über Byron zu reden oder darüber was ich von Percy Shelly halte... selbst nach Polidori ist mir heute nicht mehr)
Tja... von Frankenstein habe ich vielleicht 50 Seiten geschafft. Sicher auch eine Wissennslücke die man schließen kann, aber für den Moment? Für den Moment geht es auch so. Es ist immer wieder erstaunlich wie gut man über Dinge reden kann von denen man nur begrenzte Ahnung hat.
Und dann ist mir auf Amazon, wirklich zufällig, die Version von Nick Dear in die Hände gefallen (ISBN 0571277217). Es gar vor einer Weile ein Theatestück in London, das teilweise auch in die Kinos der Welt übertragen wurde, und ja, ich und N. waren ehrlich am überlegen mal hin zu schauen, auch wenn Aufwand und Nutzen wahrscheinlich in keiner Relation gestanden hätten.
Keine Ahnung ob ich mir für 12 Euro das richtige Buch holen würde, aber für vier Euro der eBook Download? Immer her damit.
Knapp 90 Seiten. Lesbar in merklich unter zwei Stunden. Geschrieben mehr oder weniger aus der Sicht der Kreatur...
Ich weiß dass den Ansatz nur sehr wenige Verfilmungen gewählt haben, wenn überhaupt.
Es geht an die Nieren...
Das sind Abende in denen man in unter zwei Stunden mit der Welt fertig ist.
Vielleicht ist es unfair, aber danach ist mir Vikors Version offen gestanden egal. Ich will seine selbstgerechte Sicht nicht mehr lesen.
Und ich wünschte ich hätte das doch gesehen.
Ein Script das einem in zwei Stunden die gute Laune versauen kann, muss auf der Bühne Hammer sein.
Wer also noch nach was gutem zum Lesen sucht, selbst wenn Theaterskripte da normalerweise nicht dazu gehören: nehmt Euch mal die Zeit. Gerade zu Weihnachten, dem Fest der Liebe, kann so was einiges in Relation setzen...
Ach ja, der Titel weiter oben ist übrigens eine eine Zeile aus The Smiths "How Soon is Now".
Wer Zusammenhänge findet darf sie behalten.
Ich habe hier ja keinen Hehl daraus gemacht, dass ich den Kindle und das App genial finde, vor allem weil man für sehr wenig Geld geniale Dinge findet.
Ich habe - vor gar nicht so langer Zeit - einmal angefangen Frankenstein zu lesen. Das Original, von Mary Shelly. In erster Linie weil mir mal wer gesagt hatte, dass die Kreatur (Frankenstein selbst ist ja eigentlich der Schöpfer, auch wenn das mehr oder weniger Synonym verwendet wird) riesig gewesen sein soll. Miniaturisierung erfordert eben können und das war beim ersten Versuch noch nicht da. (Es gibt vom germanistischen Standpunkt noch ein paar weitere interessante Dinge über das Buch zu sagen, aber ich hab heute beim besten Willen keine Lust über Byron zu reden oder darüber was ich von Percy Shelly halte... selbst nach Polidori ist mir heute nicht mehr)
Tja... von Frankenstein habe ich vielleicht 50 Seiten geschafft. Sicher auch eine Wissennslücke die man schließen kann, aber für den Moment? Für den Moment geht es auch so. Es ist immer wieder erstaunlich wie gut man über Dinge reden kann von denen man nur begrenzte Ahnung hat.
Und dann ist mir auf Amazon, wirklich zufällig, die Version von Nick Dear in die Hände gefallen (ISBN 0571277217). Es gar vor einer Weile ein Theatestück in London, das teilweise auch in die Kinos der Welt übertragen wurde, und ja, ich und N. waren ehrlich am überlegen mal hin zu schauen, auch wenn Aufwand und Nutzen wahrscheinlich in keiner Relation gestanden hätten.
Keine Ahnung ob ich mir für 12 Euro das richtige Buch holen würde, aber für vier Euro der eBook Download? Immer her damit.
Knapp 90 Seiten. Lesbar in merklich unter zwei Stunden. Geschrieben mehr oder weniger aus der Sicht der Kreatur...
Ich weiß dass den Ansatz nur sehr wenige Verfilmungen gewählt haben, wenn überhaupt.
Es geht an die Nieren...
Das sind Abende in denen man in unter zwei Stunden mit der Welt fertig ist.
Vielleicht ist es unfair, aber danach ist mir Vikors Version offen gestanden egal. Ich will seine selbstgerechte Sicht nicht mehr lesen.
Und ich wünschte ich hätte das doch gesehen.
Ein Script das einem in zwei Stunden die gute Laune versauen kann, muss auf der Bühne Hammer sein.
Wer also noch nach was gutem zum Lesen sucht, selbst wenn Theaterskripte da normalerweise nicht dazu gehören: nehmt Euch mal die Zeit. Gerade zu Weihnachten, dem Fest der Liebe, kann so was einiges in Relation setzen...
Ach ja, der Titel weiter oben ist übrigens eine eine Zeile aus The Smiths "How Soon is Now".
Wer Zusammenhänge findet darf sie behalten.
Dienstag, 6. November 2012
Alex Jahnke & Marcus Rauchfuß - Steampunk kurz & geek + Empfehlungen
Manchmal sind die Spontankäufe im Buchhandel einfach die besten.
Auf der Suche nach etwas vollkommen anderem ist mir neulich nämlich Steampunk - kurz und geek von Alex Jahnke und Marcus Rauchfuß in die Hände gefallen.
Mitunter merkt man dem Buch an, dass es unter Zeitdruck entstanden ist, da ein oder zwei Rechtschreibfehler sich sehr hartnäckig bis in die Druckfassung gerettet haben (und man nicht bei allen Klammerkommentaren sicher sein kann ob sie wirklich für den Leser oder doch vielleicht für jemand anderen bestimmt waren), aber alles in allem ist das Buch wirklich gut.
Zum einen ist es nie verkehrt wenn man den Horizont ein wenig erweitert und mal über Dinge liest die man vorher noch nicht kannte und zum anderen fühle ich mich in dieser Art von "Do it yourself" Mentalität tatsächlich wohl. Ich kenne Menschen die aus ein paar Drähten und einer Solarzelle eine nachtaktive Alarmanlage für Camping Zelte zusammen basteln können.... was an der Stelle dann leider auch heißt: weil ich Menschen kenne die so was können, habe ich mich damit nie wirklich selbst auseinander gesetzt.
In so fern war das Buch zumindest für mich recht interessant.
Zumal ich auch schon vorher wußte, dass ich das Buchgenre mag. Es ist mehr oder weniger immer auch eine Verbeugung vor den Einfällen von Anderen. Und ob das nun Steampunk Holmes ist, die Werke von Lavie Tidhar oder einfach die Einfälle von Kim Newman... ich mag es wenn der literarische Kanon etwas spielerisches hat. (und wenn man selbst nach dem drögsten Buch - ich sag nur Robinson Cruso - noch was mit dem angelesen Wissen anfangen kann.)
Wer also generelles Interesse hat, dem sei das Buch auch schon mal ans Herz gelegt. Es ist vielleicht nicht die wissenschaftlichste aller Darstellungen, aber an sich sehr informativ. Und vor allem offensichtlich mit dem Enthusiasmus von Menschen geschrieben, die selbst über beide Ohren in der Szene drin hängen.
Vor allem sind jede Menge weiterführende Links, Empfehlungen, Informationen und Google-Schlagworte mit dabei, so dass am Ende für jedes Interessensgebiet etwas zu finden ist.
Zwei Dinge noch bei denen ich erst am überlegen war sie noch in je einen eigenen Post zu verwandeln, bei denen ich dann aber doch dachte: Ehre wem Ehre gebührt. Wenn ich die zwei Empfehlungen aus dem Buch habe und sie weiter geben möchten, dann sollte das auch in diesem Beitrag geschehen.
Das wär dann zum einen ein wirklich genialer Hörspiel Podcast mit dem Titel The Gearheart. Wer möchte kann den Soundtrack oder das eBook zum zweiten Teil kaufen. Aber das Hörspiel selbst ist kostenlos (bzw. unter der Creative Commons Lizens veröffentlicht). Gut, ja, es ist schon wieder eine Empfehlung auf Englisch, aber von dem was ich bisher gehört habe ist die Qualität wirklich gut (allein The Gearheart selbst hat über 17 Stunden, und danach gehtnes ja noch weiter). Der Trailer lohnt auf jeden Fall. Und das Hörspiel-Wetter für kuschelige Abende in dunklen Zimmern hat ja auch wieder angefangen. Wer möchte sich da nicht von Magiern, Abenteuern und Verfolgungjagden fesseln lassen?
Und, etwas das ich an der Stelle nicht linken werde, weil es tatsächlich problemlos über Youtube findbar ist: The Mysterious Exploration of Jasper Morello.
Der Kurzfilm hat Preise gewonnen und das auch zurecht. Und viel wichtiger: ich weiß einfach, dass der Mal im OTon im deutschen Fernsehen kam. Wahrscheinlich Arte, aber das ist nur eine Vermutung. Auf jeden Fall habe ich das damals mehr zufällig eingeschaltet. Ich glaube sogar erst ab Minuten 15, vielleicht sogar erst ab Minute 20. Und ich war einfach komplett gefesselt, allerdings ohne dass ich den Titel je wiedergefunden hätte oder das Ding komplett gesehen hätte. Allein der Link war für mich schon das Geld für das Buch wert.
Es geht in diesem Kurzfilm um einen jungen Mann der als Navigator auf einem Luftschiff arbeitet und dabei mehr durch Zufall eine Kur für tödliche Krankheit findet, auch wenn die Lösung...
Ich sag nur: richtig böse. Nicht wirklich kindgerecht, ebenfalls in Englisch und perfekt um es sich in einem verdunkelten Raum anzusehen.
Wer heute Abend noch nichts vor hat und neugierig ist: nur zu. Wenn Euch das gefällt, oder wenn Ihr mit der Optik des Captain America Films etwas anfangen konntet, oder... was weiß ich, wenn der Tag einfach nur so grau war das ihr ein wenig Ablenkung braucht: einfach mal Reinklicken. Vielleicht gefällt Euch das Genre ja auch.
Auf der Suche nach etwas vollkommen anderem ist mir neulich nämlich Steampunk - kurz und geek von Alex Jahnke und Marcus Rauchfuß in die Hände gefallen.
Mitunter merkt man dem Buch an, dass es unter Zeitdruck entstanden ist, da ein oder zwei Rechtschreibfehler sich sehr hartnäckig bis in die Druckfassung gerettet haben (und man nicht bei allen Klammerkommentaren sicher sein kann ob sie wirklich für den Leser oder doch vielleicht für jemand anderen bestimmt waren), aber alles in allem ist das Buch wirklich gut.
Zum einen ist es nie verkehrt wenn man den Horizont ein wenig erweitert und mal über Dinge liest die man vorher noch nicht kannte und zum anderen fühle ich mich in dieser Art von "Do it yourself" Mentalität tatsächlich wohl. Ich kenne Menschen die aus ein paar Drähten und einer Solarzelle eine nachtaktive Alarmanlage für Camping Zelte zusammen basteln können.... was an der Stelle dann leider auch heißt: weil ich Menschen kenne die so was können, habe ich mich damit nie wirklich selbst auseinander gesetzt.
In so fern war das Buch zumindest für mich recht interessant.
Zumal ich auch schon vorher wußte, dass ich das Buchgenre mag. Es ist mehr oder weniger immer auch eine Verbeugung vor den Einfällen von Anderen. Und ob das nun Steampunk Holmes ist, die Werke von Lavie Tidhar oder einfach die Einfälle von Kim Newman... ich mag es wenn der literarische Kanon etwas spielerisches hat. (und wenn man selbst nach dem drögsten Buch - ich sag nur Robinson Cruso - noch was mit dem angelesen Wissen anfangen kann.)
Wer also generelles Interesse hat, dem sei das Buch auch schon mal ans Herz gelegt. Es ist vielleicht nicht die wissenschaftlichste aller Darstellungen, aber an sich sehr informativ. Und vor allem offensichtlich mit dem Enthusiasmus von Menschen geschrieben, die selbst über beide Ohren in der Szene drin hängen.
Vor allem sind jede Menge weiterführende Links, Empfehlungen, Informationen und Google-Schlagworte mit dabei, so dass am Ende für jedes Interessensgebiet etwas zu finden ist.
Zwei Dinge noch bei denen ich erst am überlegen war sie noch in je einen eigenen Post zu verwandeln, bei denen ich dann aber doch dachte: Ehre wem Ehre gebührt. Wenn ich die zwei Empfehlungen aus dem Buch habe und sie weiter geben möchten, dann sollte das auch in diesem Beitrag geschehen.
Das wär dann zum einen ein wirklich genialer Hörspiel Podcast mit dem Titel The Gearheart. Wer möchte kann den Soundtrack oder das eBook zum zweiten Teil kaufen. Aber das Hörspiel selbst ist kostenlos (bzw. unter der Creative Commons Lizens veröffentlicht). Gut, ja, es ist schon wieder eine Empfehlung auf Englisch, aber von dem was ich bisher gehört habe ist die Qualität wirklich gut (allein The Gearheart selbst hat über 17 Stunden, und danach gehtnes ja noch weiter). Der Trailer lohnt auf jeden Fall. Und das Hörspiel-Wetter für kuschelige Abende in dunklen Zimmern hat ja auch wieder angefangen. Wer möchte sich da nicht von Magiern, Abenteuern und Verfolgungjagden fesseln lassen?
Und, etwas das ich an der Stelle nicht linken werde, weil es tatsächlich problemlos über Youtube findbar ist: The Mysterious Exploration of Jasper Morello.
Der Kurzfilm hat Preise gewonnen und das auch zurecht. Und viel wichtiger: ich weiß einfach, dass der Mal im OTon im deutschen Fernsehen kam. Wahrscheinlich Arte, aber das ist nur eine Vermutung. Auf jeden Fall habe ich das damals mehr zufällig eingeschaltet. Ich glaube sogar erst ab Minuten 15, vielleicht sogar erst ab Minute 20. Und ich war einfach komplett gefesselt, allerdings ohne dass ich den Titel je wiedergefunden hätte oder das Ding komplett gesehen hätte. Allein der Link war für mich schon das Geld für das Buch wert.
Es geht in diesem Kurzfilm um einen jungen Mann der als Navigator auf einem Luftschiff arbeitet und dabei mehr durch Zufall eine Kur für tödliche Krankheit findet, auch wenn die Lösung...
Ich sag nur: richtig böse. Nicht wirklich kindgerecht, ebenfalls in Englisch und perfekt um es sich in einem verdunkelten Raum anzusehen.
Wer heute Abend noch nichts vor hat und neugierig ist: nur zu. Wenn Euch das gefällt, oder wenn Ihr mit der Optik des Captain America Films etwas anfangen konntet, oder... was weiß ich, wenn der Tag einfach nur so grau war das ihr ein wenig Ablenkung braucht: einfach mal Reinklicken. Vielleicht gefällt Euch das Genre ja auch.
Montag, 5. November 2012
MacGyver
Ich besitze mittlerweile - Entspannungsfernsehen ahoi - auch die erste MacGyver Staffel.
Auch so etwas, bei dem man die einzelnen Folgen nicht unbedingt wegatmet, bei dem man sich aber irgendwie wieder... jung fühlt...
Zumindest bis man sich die ersten Folgen wirklich mal ansieht.
Das was die Meisten von uns noch wissen ist, dass MacGyver mit seinem Taschenmesser und ein paar herumliegenden Kleinigkeiten so ziemlich alles machen konnte was ihm helfen konnte aus Ärger raus zu kommen in den er meistens gar nicht erst rein gelangt wäre wen er nicht so viel Basteln und Menschen retten würde.
Wenn man sich die ersten Folgen aber mal ansieht... Hilfe, das ist allertiefster Kalter Krieg. Sicherlich auch mit pädagogischem Anspruch und allem, aber eben auch mit klarem Freund-Feind Denken.
Meine Einschätzung ist nach wie vor, dass eine der anschaulichsten Darstellungen des kalten Krieges von Hans Koch u.a. in Gift in Bunten Heften geleistet wurde. Aber MacGyver... das ist auch ziemlich nah dran... was in so fern überraschen ist, weil mir das einfach so nicht in Erinnerung geblieben ist.
So ein kleiner Realitätscheck hat von Zeit zu Zeit hat wirklich was für sich...
Auch so etwas, bei dem man die einzelnen Folgen nicht unbedingt wegatmet, bei dem man sich aber irgendwie wieder... jung fühlt...
Zumindest bis man sich die ersten Folgen wirklich mal ansieht.
Das was die Meisten von uns noch wissen ist, dass MacGyver mit seinem Taschenmesser und ein paar herumliegenden Kleinigkeiten so ziemlich alles machen konnte was ihm helfen konnte aus Ärger raus zu kommen in den er meistens gar nicht erst rein gelangt wäre wen er nicht so viel Basteln und Menschen retten würde.
Wenn man sich die ersten Folgen aber mal ansieht... Hilfe, das ist allertiefster Kalter Krieg. Sicherlich auch mit pädagogischem Anspruch und allem, aber eben auch mit klarem Freund-Feind Denken.
Meine Einschätzung ist nach wie vor, dass eine der anschaulichsten Darstellungen des kalten Krieges von Hans Koch u.a. in Gift in Bunten Heften geleistet wurde. Aber MacGyver... das ist auch ziemlich nah dran... was in so fern überraschen ist, weil mir das einfach so nicht in Erinnerung geblieben ist.
So ein kleiner Realitätscheck hat von Zeit zu Zeit hat wirklich was für sich...
Samstag, 3. November 2012
Sherlock Holmes - Dinge die sonst noch interessieren könnten
So, auf ein neues.
Dann haben wir vom großen Detektiv aber wahrscheinlich auch erst mal eine Weile genug gehört.. bis zur dritten BBC Staffel oder so... *g*
Auf jeden Fall gibt es noch ein paar Dinge mit denen ich tatsächlich liebäugle, bei denen ich mir aber denke: naja, das hat noch Zeit. Lieber langsam machen, dann hat man immer noch was auf das man sich freuen kann, wenn der Tag mal wirklich grauenhaft war.
So habe ich hier zum Beispiel Sherlocks Home: The Empty House von Steven Emecz, dessen Gewinn, so weit ich das verstanden habe, dem Undershaw Preservation Trust zu gute kommt. Wie wichtig Undershaw jetzt wirklich für Doyle war ist wieder eine andere Frage. Aber als Germanist fühle ich mich bei so was immer mehr oder weniger moralisch verpflichtet.
The Baker Street Boys von Anthony Read waren zwischendurch mal günstig. Ein bisschen so wie die Drei Fragezeichen in der Baker Street. Zumindest nach dem Klappentext. Also ideale Entspannungsliteratur.
Überhaupt gibt es was das angeht mehr als genug Auswahl:
Da gibt es einmal Young Sherlock Holmes von Andrew Lane, von der Serie gibt es mittlerweile auch die ersten Ausgaben in Deutscher Übersetzung.
Etwas dunkler, aber für mich nach dem Klappentext interessanter klang die The Boy Sherlock Holmes Serie von Shane Peacock.
Und wenn man den Rezensionen zu Anthony Horowitz The House of Silk/ Das Geheimnis des weißen Bandes glauben will, ist das auch etwas, auf das man sich freuen kann. Ich war ja schon mal an einem Tag durch die Hälfte durch gekommen, bevor sich das Leben mal wieder in den Weg stellte und andere Dinge dringender wurden...
Wer eher ein Fable für Lovecraft hat, sollte mal in The Shadow over Bakerstreet reinlesen, von John Pelan, Michael Reaves und anderen. Nach dem was ich in der Leseprobe gesehen habe ist das eine der gelungeneren Zusammenführungen zweier unterschiedlicher Werke...
Dann gibt es noch ein Crossover zwischen Sherlock Holmes und Dr. Jekyll und Mr. Hyde, unter dem Titel Sherlock Holmes and the two Professors von George Gardner. Damit liebäugle ich jetzt wirklich schon eine ganze Weile.
Carole Nelson Douglas hat außerdem noch eine interessant klingende Reihe geschrieben, deren Titelheldin Irene Adler ist.
Und während ich mit Mary Russell - eine Serie von Laurie R. King in der ein junges Mädchen beim Bienenzüchter in der Nähe in Lehre geht, der dann natürlich kein anderer als Sherlock Holmes ist - bisher nicht so ganz warm geworden bin, klingt A slight Trick of the Mind von Mitch Cullin über einen alternden Sherlock Holmes durchaus vielversprechend.
Und das schöne ist, dass es wenn es um Sherlock geht, eigentlich keine Idee gibt, die so seltsam ist, dass sie nicht doch schon mal jemand ausprobiert hätte:
Rendevous at the Populaire von Kate Workman etwa. Was wäre gewesen, wenn Holmes sich bei einem seiner Einsätz richtig verletzt hätte? Jetzt mal abgesehen davon, dass ich das Phantom der Oper noch nicht gelesen habe... die Leseprobe dazu war... naja, das schlimmste was ich bisher je gelesen habe war eindeutig die Beschreibung wie man Verbrennungsopfer behandelt. Aber das? Kommt gleich auf Platz zwei...
Und es gibt tatsächlich die Theorien, dass Holmes eine Frau gewesen sein könnte. Auch daraus sind Bücher entstanden. Etwa The Final Deduction von David W. Walker.
Am interessantesten sind natürlich immer wieder die Dinge die man selbst findet. Für Leseratten und Bücherwürmer ist das auf jeden Fall ein lohnendes Feld. Vor allem wenn man sich einen Abend - oder auch mal an zwei oder drei Abenden ^_~ - die Zeit nimmt sich durch eBook Leseproben durchzuschmöckern und sich selbst ein Bild von möglicherweise interessanten Titeln zu machen.
Dann haben wir vom großen Detektiv aber wahrscheinlich auch erst mal eine Weile genug gehört.. bis zur dritten BBC Staffel oder so... *g*
Auf jeden Fall gibt es noch ein paar Dinge mit denen ich tatsächlich liebäugle, bei denen ich mir aber denke: naja, das hat noch Zeit. Lieber langsam machen, dann hat man immer noch was auf das man sich freuen kann, wenn der Tag mal wirklich grauenhaft war.
So habe ich hier zum Beispiel Sherlocks Home: The Empty House von Steven Emecz, dessen Gewinn, so weit ich das verstanden habe, dem Undershaw Preservation Trust zu gute kommt. Wie wichtig Undershaw jetzt wirklich für Doyle war ist wieder eine andere Frage. Aber als Germanist fühle ich mich bei so was immer mehr oder weniger moralisch verpflichtet.
The Baker Street Boys von Anthony Read waren zwischendurch mal günstig. Ein bisschen so wie die Drei Fragezeichen in der Baker Street. Zumindest nach dem Klappentext. Also ideale Entspannungsliteratur.
Überhaupt gibt es was das angeht mehr als genug Auswahl:
Da gibt es einmal Young Sherlock Holmes von Andrew Lane, von der Serie gibt es mittlerweile auch die ersten Ausgaben in Deutscher Übersetzung.
Etwas dunkler, aber für mich nach dem Klappentext interessanter klang die The Boy Sherlock Holmes Serie von Shane Peacock.
Und wenn man den Rezensionen zu Anthony Horowitz The House of Silk/ Das Geheimnis des weißen Bandes glauben will, ist das auch etwas, auf das man sich freuen kann. Ich war ja schon mal an einem Tag durch die Hälfte durch gekommen, bevor sich das Leben mal wieder in den Weg stellte und andere Dinge dringender wurden...
Wer eher ein Fable für Lovecraft hat, sollte mal in The Shadow over Bakerstreet reinlesen, von John Pelan, Michael Reaves und anderen. Nach dem was ich in der Leseprobe gesehen habe ist das eine der gelungeneren Zusammenführungen zweier unterschiedlicher Werke...
Dann gibt es noch ein Crossover zwischen Sherlock Holmes und Dr. Jekyll und Mr. Hyde, unter dem Titel Sherlock Holmes and the two Professors von George Gardner. Damit liebäugle ich jetzt wirklich schon eine ganze Weile.
Carole Nelson Douglas hat außerdem noch eine interessant klingende Reihe geschrieben, deren Titelheldin Irene Adler ist.
Und während ich mit Mary Russell - eine Serie von Laurie R. King in der ein junges Mädchen beim Bienenzüchter in der Nähe in Lehre geht, der dann natürlich kein anderer als Sherlock Holmes ist - bisher nicht so ganz warm geworden bin, klingt A slight Trick of the Mind von Mitch Cullin über einen alternden Sherlock Holmes durchaus vielversprechend.
Und das schöne ist, dass es wenn es um Sherlock geht, eigentlich keine Idee gibt, die so seltsam ist, dass sie nicht doch schon mal jemand ausprobiert hätte:
Rendevous at the Populaire von Kate Workman etwa. Was wäre gewesen, wenn Holmes sich bei einem seiner Einsätz richtig verletzt hätte? Jetzt mal abgesehen davon, dass ich das Phantom der Oper noch nicht gelesen habe... die Leseprobe dazu war... naja, das schlimmste was ich bisher je gelesen habe war eindeutig die Beschreibung wie man Verbrennungsopfer behandelt. Aber das? Kommt gleich auf Platz zwei...
Und es gibt tatsächlich die Theorien, dass Holmes eine Frau gewesen sein könnte. Auch daraus sind Bücher entstanden. Etwa The Final Deduction von David W. Walker.
Am interessantesten sind natürlich immer wieder die Dinge die man selbst findet. Für Leseratten und Bücherwürmer ist das auf jeden Fall ein lohnendes Feld. Vor allem wenn man sich einen Abend - oder auch mal an zwei oder drei Abenden ^_~ - die Zeit nimmt sich durch eBook Leseproben durchzuschmöckern und sich selbst ein Bild von möglicherweise interessanten Titeln zu machen.
Freitag, 2. November 2012
Sherlock Holmes - Buchempfehlungen
So, legt die Beine hoch und lehnt Euch zurück. Das hier wird ein wenig länger dauern. Mit dem Genre habe ich nämlich seit letztem Weihnachten Spaß.
Das Problem ist, dass ich mich bei einigem auch einfach zurück gehalten habe. Man kann viele Sachen ja nur ein einziges Mal zum ersten mal lesen. Und so habe ich mir ein paar Dinge aufgehoben. Gehen wir mal das durch, was ich bisher wirklich gelesen habe und empfehlen kann.
Ich habe letztes Weihnachten direkt mit dem Sherlock Holmes Mystery Magazin angefangen. Die Kindleausgaben waren sehr preisgünstig. Und man hat einiges zu tun, auch wenn nicht alle Geschichten etwas mit Sherlock Holmes zu tun haben.
Es ist eine wirklich angenehme Mischung aus Quasi-Wissenschaftlichen Beiträgen, Kurzgeschichten und der tatsächlich sehr angenehmen Kollumne von Mrs. Hudson.
Außerdem sind schon einige Beiträge von Kim Newman enthalten, die später in Professor Moriarty: The Hound of the D'Ubervilles veröffentlicht wurden. Ich bin bei so etwas ohnehin nicht zurechnungsfähig, einfach weil Kim Newman für mich einer der größten Schriftsteller unserer Zeit ist. Eine Meinung mit der ich glaube ich relativ allein da stehe, da ihn außer mir wohl kaum jemand kennt, aber... naja. In Kim Newmans Vampirserie gab es auch ein oder zwei Verbeugungen von Stoker und Doyle, aber das hier ist einfach Hammer. Der Hauptprotagonist ist wie der Titel schon sagt Professor Moriarty. Die Fälle sind teils an Doyle, teils an andere Geschichten angelehnt... das ist einfach fantastisch. Wobei es hier wirklich hilft, wenn man die zugrunde liegenden Erzählungen mal gelesen hat.
Was ich aus den Mystery Heften auch mitgenommen habe, was ich aber auch schon vorher kannte, ist die wirklich fantastische Krimi Serie rund um Oscar Wilde geschrieben von Gyles Brandreth. Das hat mit Sherlock jetzt wirklich nur noch sehr am Rande zu tun, ist aber ebefalls absolut genial. Vor allem wenn man Wilde mag. Ich meine... es ist Wilde, was kann man da überhaupt falsch machen?
Und dann gibt es was Sherlock angeht noch eine kleine Reihe, mit den Titeln Gaslight Arcanum, Gaslight Grotesque und Gaslight Grimoire. Wer damals Poe in der Oper gesehen hat sollte wirklich mal über The Gaslight Arcanum nachdenken. Wer viel liest kennt das vielleicht: es ein breites Mittelmaß, Dinge die so schlecht sind, dass man sich fragt wie es dafür nur einen Verleger geben kann und ganz selten, von Zeit zu Zeit, auch mal eine echte Perle. Bei der ersten Geschichte? The Comfort of the Seine von Stephen Volk? Ich hab mich gefühlt als hätte mir ein Pferd in die Magengrube getreten. Allein das war den Preis des eBooks wert... musste es auch, weil in dem ganzen Band zwar sonst auch gute Geschichten dabei waren, aber nichts hat hier ran gereicht... (erwähnte ich eigentlich mal, dass Poes August Dupin als der einer der ersten, wenn nicht sogar als der erste Detektiv der Literaturgeschichte gilt?)
Und früher oder später muss natürlich die Frage aufkommen, die sich gerade zu aufdrängt: Toll, der zweite Beitrag über Holmes... und was ist eigentlich so toll daran?
Ich könnte jetzt einbissel in meiner germanistischen Trickkiste knobeln und erzählen warum ich mir bisher das Ende der zweiten BBC Staffel verkniffen habe... oder warum Doyle sich zwischendurch sehr unbeliebt gemacht hat. Ich könnte auch einfach versuchen einzuwerfen, das Doyle - der mit Holmes wahrscheinlich den größten Rationalisten der Welt geschaffen hat - von Spiritismus absolut fasziniert war und sich deshalb nach einer kurzen Freundschaft sogar mit Harry Houdini zerstritt.
Oder, und das ist wahrscheinlich gewinnbringender, ich könnte einfach das Buch von Graham Moore empfehlen. Je nachdem auf welcher Seite des 'Großen Teiches' man bestellt, heißt der Titel entweder The Sherlockian oder The Holmes Affair.
Da sind wirklich die einen oder anderen Ansätze aus der Realität verarbeitet. Und man erfährt unter anderem wie die damalige Zeit auf Doyles Einstellung zu Holmes reagiert hat, dass man sich mit Sherlock Geschichten auch gut besaufen kann, dass das ein teures Hobby ist und dass sich um die Erzählugnen eine eigene Subkultur entwickelt hat... Neben einem Krimi in dem es unter anderem um einen Mord, einen Mordversuch, das Frauenwahlrecht, Bram Stoker und einige andere zeithistorische Einbindungen geht...
Der Mix macht's. Neben einem guten Krimi fällt das Ganze schon fast in den Bereich Infotainment. Auf jeden Fall sehr zu empfehlen!
Wirklich gut den Geist des Originals haben damals The Outstanding Mysteries of Sherlock Holmes von Gerard Kelly vermittelt. Gerade jetzt wo es draußen wieder dunkler und kälter wird ist das genau das richtige für lange Herbstabende.
Und ein oder zwei Bücher aus der Unibibliothek waren auch sehr interessant:
Das wäre zum einen Sherlock Holmes: Historizität von Exotik und Alltäglichkeit von Peter J. E. Malborn. Zugegeben, der Titel ist ein wenig sperrig, aber es geht im Grunde darum mal aufzuschlüsseln, dass während wir uns heute eher über Pferdedroschken und ähnliches Wundern, den damaligen Lesern eher ein Fahrrad exotisch erschienen sein muss.
Ich mag solche Perspektivwechsel einfach.
Und dann gab es da noch Sherlock's Men: Masculinity, Conan Doyle and cultural history von Joseph Aloysius Kestner. Der Vorteil hier war, dass das Buch aufgeschlüsselt hat wie sich die englische Gesellschaft gewandelt hat, während Doyle schrieb. Die Serie erschien immerhin verteilt auf mehrere Jahrzehnte. (Ich wusste vorher auch nicht, dass ich Kulturgeschichten mag, aber die Dinger sind echt gut.)
Erstaunlicherweise war auch Sherlock Holmes and Philosophy von Josef Steiff sehr gut. Ich mag die Buchserie generell, also den Versuch philosophische Konzepte dadurch greifbar zu machen, dass man sie an bekannten Serien veranschaulicht. Aber das war definitiv eines der besten Bücher die ich jemals in der Reihe gelesen habe...
Und, als kleines Schmankerl für alle, die bis hier her durchgehalten haben.
Eines der besten Pastiches die ich bisher gelesen habe ist Steampunk Holmes: The Legacy of the Nautilus von P.C. Martin. Wer mal reinschauen oder reinlesen will sei an der Stelle auf die Webseite verwiesen. Zum reinhören und reinschauen auf jeden Fall ideal. Und ich hibble hier mehr oder weniger dem Veröffentlichungstermin des Audiobooks sowie des zweiten Teils entgegen. Das Buch war wirklich klasse. Wer Steampunk mag, vor allem dann wenn es immer noch nah am original bleibt... unbedingt zugreifen!
Das Problem ist, dass ich mich bei einigem auch einfach zurück gehalten habe. Man kann viele Sachen ja nur ein einziges Mal zum ersten mal lesen. Und so habe ich mir ein paar Dinge aufgehoben. Gehen wir mal das durch, was ich bisher wirklich gelesen habe und empfehlen kann.
Ich habe letztes Weihnachten direkt mit dem Sherlock Holmes Mystery Magazin angefangen. Die Kindleausgaben waren sehr preisgünstig. Und man hat einiges zu tun, auch wenn nicht alle Geschichten etwas mit Sherlock Holmes zu tun haben.
Es ist eine wirklich angenehme Mischung aus Quasi-Wissenschaftlichen Beiträgen, Kurzgeschichten und der tatsächlich sehr angenehmen Kollumne von Mrs. Hudson.
Außerdem sind schon einige Beiträge von Kim Newman enthalten, die später in Professor Moriarty: The Hound of the D'Ubervilles veröffentlicht wurden. Ich bin bei so etwas ohnehin nicht zurechnungsfähig, einfach weil Kim Newman für mich einer der größten Schriftsteller unserer Zeit ist. Eine Meinung mit der ich glaube ich relativ allein da stehe, da ihn außer mir wohl kaum jemand kennt, aber... naja. In Kim Newmans Vampirserie gab es auch ein oder zwei Verbeugungen von Stoker und Doyle, aber das hier ist einfach Hammer. Der Hauptprotagonist ist wie der Titel schon sagt Professor Moriarty. Die Fälle sind teils an Doyle, teils an andere Geschichten angelehnt... das ist einfach fantastisch. Wobei es hier wirklich hilft, wenn man die zugrunde liegenden Erzählungen mal gelesen hat.
Was ich aus den Mystery Heften auch mitgenommen habe, was ich aber auch schon vorher kannte, ist die wirklich fantastische Krimi Serie rund um Oscar Wilde geschrieben von Gyles Brandreth. Das hat mit Sherlock jetzt wirklich nur noch sehr am Rande zu tun, ist aber ebefalls absolut genial. Vor allem wenn man Wilde mag. Ich meine... es ist Wilde, was kann man da überhaupt falsch machen?
Und dann gibt es was Sherlock angeht noch eine kleine Reihe, mit den Titeln Gaslight Arcanum, Gaslight Grotesque und Gaslight Grimoire. Wer damals Poe in der Oper gesehen hat sollte wirklich mal über The Gaslight Arcanum nachdenken. Wer viel liest kennt das vielleicht: es ein breites Mittelmaß, Dinge die so schlecht sind, dass man sich fragt wie es dafür nur einen Verleger geben kann und ganz selten, von Zeit zu Zeit, auch mal eine echte Perle. Bei der ersten Geschichte? The Comfort of the Seine von Stephen Volk? Ich hab mich gefühlt als hätte mir ein Pferd in die Magengrube getreten. Allein das war den Preis des eBooks wert... musste es auch, weil in dem ganzen Band zwar sonst auch gute Geschichten dabei waren, aber nichts hat hier ran gereicht... (erwähnte ich eigentlich mal, dass Poes August Dupin als der einer der ersten, wenn nicht sogar als der erste Detektiv der Literaturgeschichte gilt?)
Und früher oder später muss natürlich die Frage aufkommen, die sich gerade zu aufdrängt: Toll, der zweite Beitrag über Holmes... und was ist eigentlich so toll daran?
Ich könnte jetzt einbissel in meiner germanistischen Trickkiste knobeln und erzählen warum ich mir bisher das Ende der zweiten BBC Staffel verkniffen habe... oder warum Doyle sich zwischendurch sehr unbeliebt gemacht hat. Ich könnte auch einfach versuchen einzuwerfen, das Doyle - der mit Holmes wahrscheinlich den größten Rationalisten der Welt geschaffen hat - von Spiritismus absolut fasziniert war und sich deshalb nach einer kurzen Freundschaft sogar mit Harry Houdini zerstritt.
Oder, und das ist wahrscheinlich gewinnbringender, ich könnte einfach das Buch von Graham Moore empfehlen. Je nachdem auf welcher Seite des 'Großen Teiches' man bestellt, heißt der Titel entweder The Sherlockian oder The Holmes Affair.
Da sind wirklich die einen oder anderen Ansätze aus der Realität verarbeitet. Und man erfährt unter anderem wie die damalige Zeit auf Doyles Einstellung zu Holmes reagiert hat, dass man sich mit Sherlock Geschichten auch gut besaufen kann, dass das ein teures Hobby ist und dass sich um die Erzählugnen eine eigene Subkultur entwickelt hat... Neben einem Krimi in dem es unter anderem um einen Mord, einen Mordversuch, das Frauenwahlrecht, Bram Stoker und einige andere zeithistorische Einbindungen geht...
Der Mix macht's. Neben einem guten Krimi fällt das Ganze schon fast in den Bereich Infotainment. Auf jeden Fall sehr zu empfehlen!
Wirklich gut den Geist des Originals haben damals The Outstanding Mysteries of Sherlock Holmes von Gerard Kelly vermittelt. Gerade jetzt wo es draußen wieder dunkler und kälter wird ist das genau das richtige für lange Herbstabende.
Und ein oder zwei Bücher aus der Unibibliothek waren auch sehr interessant:
Das wäre zum einen Sherlock Holmes: Historizität von Exotik und Alltäglichkeit von Peter J. E. Malborn. Zugegeben, der Titel ist ein wenig sperrig, aber es geht im Grunde darum mal aufzuschlüsseln, dass während wir uns heute eher über Pferdedroschken und ähnliches Wundern, den damaligen Lesern eher ein Fahrrad exotisch erschienen sein muss.
Ich mag solche Perspektivwechsel einfach.
Und dann gab es da noch Sherlock's Men: Masculinity, Conan Doyle and cultural history von Joseph Aloysius Kestner. Der Vorteil hier war, dass das Buch aufgeschlüsselt hat wie sich die englische Gesellschaft gewandelt hat, während Doyle schrieb. Die Serie erschien immerhin verteilt auf mehrere Jahrzehnte. (Ich wusste vorher auch nicht, dass ich Kulturgeschichten mag, aber die Dinger sind echt gut.)
Erstaunlicherweise war auch Sherlock Holmes and Philosophy von Josef Steiff sehr gut. Ich mag die Buchserie generell, also den Versuch philosophische Konzepte dadurch greifbar zu machen, dass man sie an bekannten Serien veranschaulicht. Aber das war definitiv eines der besten Bücher die ich jemals in der Reihe gelesen habe...
Und, als kleines Schmankerl für alle, die bis hier her durchgehalten haben.
Eines der besten Pastiches die ich bisher gelesen habe ist Steampunk Holmes: The Legacy of the Nautilus von P.C. Martin. Wer mal reinschauen oder reinlesen will sei an der Stelle auf die Webseite verwiesen. Zum reinhören und reinschauen auf jeden Fall ideal. Und ich hibble hier mehr oder weniger dem Veröffentlichungstermin des Audiobooks sowie des zweiten Teils entgegen. Das Buch war wirklich klasse. Wer Steampunk mag, vor allem dann wenn es immer noch nah am original bleibt... unbedingt zugreifen!
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