Samstag, 17. Mai 2014

Nightvale...

Ich bin mittlerweile mit Nightvale auf dem aktuellen Stand. Das hat mich etwas über zwei Wochen gekostet.
Und ich verfluche gerade meine eigene Neugierde.
Das Programm läuft offiziell als Comedy Podcast, wahrscheinlich weil keiner "lovecraftian desert news" als eigenes Genre anlegen wollte. Manches von den Dingen da drin sind verstörend. (I am looking at you, Desert Bluffs!) Aber im großen und ganzen sind die Folgen klasse... mit einem sehr schwarzen, sehr zurückgelegten Humor.
Auch wenn die Folgen nicht direkt zusammen hängen, gibt es immer Dinge die hier und da wieder aufgegriffen werden. So wachsen einem die Leute dann einfach irgendwann auch ans Herz... ich meine, grob 50 Folgen? Das ist etwa ein ganzer Tag voller Radio... mit Josie, dem Indianer, Carlos, Cecile natürlich, mit dem Kater, und the faceless old woman who secretly lives in your house..., dem Farmer, Dana, Tamika... all den Leuten deren Leben man irgendwie begleitet. The Major, The fiveheaded Dragon... selbst The Bowling Alley wächst einem irgendwie ans Herz.

Gut, die Lebenserwartung in dieser Stadt scheint nicht besonders hoch zu sein, aber... sie sind da irgendwie recht direkt.

Und dann, die aktuelle Folge? 47? Also im Grunde alles seit The Visitor? Also im Grunde Alles seit Folge 43? Das läuft offiziell als Comedy! Es war nicht Teil der Abmachung, dass dieser Podcast mein armes Herz heraus reißt und darauf Samba tanzt!

Und es war nicht abgemacht, dass ich gerade in so einem Moment etwa 2 Wochen warten muss, bis die nächste Folge heraus kommt. Das ist unfair. Brilliant, aber unfair.

My thoughts are with you, Nightvale. May you... survive.

Donnerstag, 15. Mai 2014

Unmechanical

Und dann gibt es immer noch die kleinen, schadenfrohen Momente des Lebens.

Ich habe meinem Vater in einem günstigen Moment Unmechanical aufgeschwatzt.
Ist ein Computerspiel. Rein von der Optik her hat es eine kleine Ähnlichkeit mit Machinarium, das Pa wirklich ausdauernd gespielt hat. Und es ist von dem Studio, das auch Runaway gemacht hat. Das ist erst mal kein schlechter Anfang. Und Pa mag Physik-Puzzle.

Das Ganze ist eine Mischung aus Logik-, Physik- und Gedächtnisaufgaben.
Knuffig und gewaltfrei.

Und was Pa inhaltlich nicht verstanden hat, was mir beim Starten aber ein extrem breites Grinsen auf das Gesicht gezaubert hat:
das ganze Läuft über die Unreal Engine.

Mein Vater, der im Leben nie Unreal Tournament spielen würde, ist fasziniert von einer der besten Physikengines die es gibt. Und arbeitet sich mit Hingabe durch Röhren, Spiegelrätsel, Wasser und was das Spiel sonst noch hergibt.

Yep, I am a nerding Nerd a-nerding.
And, no, I would never troll my family.

Dienstag, 13. Mai 2014

Bored Panda

Und dann gibt es auch Seiten auf denen hervorragend seine Zeit totschlagen kann:

http://www.boredpanda.com/

Hier gibt es immer wieder Fotostrecken zum bewundern, toll finden oder einfach nur staunen.

Und einiges davon ist tatsächlich faszinierend.

Und wenn einer von Euch soziale Netzwerke nutzt, folgt einfach. Die Seite hat schon merklich mehr als einen Tag bereichert.

Sonntag, 11. Mai 2014

Und ich hab ab morgen Urlaub, daher...

... hier mal noch zwei Dinge die mich entspannen:

da wäre einmal von Avery Monsen und Jory John:
Alle Meine Freunde sind Tot
und
All my Friends are Still Dead

Das ist eine recht... zynische Art auf das Leben zu schauen.
Und gleichzeitig muss man über so viel gebalten Lebens-un-Mut einfach lachen.
Um so mehr, weil das Ganze aufgemacht ist wie ein (bzw. zwei) Kinderbuch (bzw. Bücher).
An meinen schlechteren Tagen ist das mein Humor...

Und wer schon immer mal wissen wollte wie viel man ohne Text sagen kann:
Das Leben in 5 Sekunden von Matteo Civaschi.
Und weil es hier wirklich nicht auf die Sprache ankommt:
Es gibt auch Film in 5 Seconds vom gleichen Autor.
Das ist im Grunde genauso wie die Black Stories eher für einen ruhigen abend für Freunde gedacht, bei dem man einfach gemeinsam raten und lachen kann.
Leider ist der Wiederholungswert nicht zuuu hoch.
Aber einige der Abbildungen sind bei erstaunlich wenig Details erstaunlich aussagekräftig.
Als Medien-Heinzel kann man das auf jeden Fall mal... naja, lesen ist übertrieben. Aber man kann mal durchblättern.

Montag, 5. Mai 2014

SMS von gestern Nacht

Ich hab mich neulich auch tatsächlich mal wieder hingesetzt und die mittlerweile 4 Bände von SMS von gestern Nacht durchgelesen.
Gibt es für Menschen mit Zeit auch alles hier:
http://www.smsvongesternnacht.de/

Ist nicht zwingend das was einem das Vertrauen in die Menschheit wieder gibt, aber es ist nett. Für einen Tag....

Und... ich würde das jetzt nicht zwingend kaufen, aber wenn Ihr von Wylie Overstreet "Adam ist jetzt mit Eva befreundet: die Geschichte der Welt - und Facebook ist dabei"...
Es ist wirklich nichts was man haben muss.
Aber für einen netten Abend ist es an sich ganz angenehm.
Keine 10 Euro wert. Aber kann man mal durchblättern.

Sonntag, 4. Mai 2014

Root Beer

Heilige Sch****

Ich bin generell bereit so ziemlich alles mal zu probieren.

Ich hab neulich Shawarma gekostet. Kann man durchaus essen. Auch wenn sich mir der genaue Unterschied zu einem normalen Döner noch nicht erschlossen hat.
Baklava geht auch immer.
Nur Börek wird meist zu trocken.
(Wir hatten wirklich schon welches mit dem man Meere hätte austrocknen können.)
Und Samosas erschließen sich mir bisher auch noch nicht so ganz.

Und dann gab es gestern Root Beer.
Stand so da.
Und ich dachte mir: man kann es ja mal versuchen.
Hab damit bisher drei Leute verekelt.
Bisheriger Input:
hat was von Hustensaft, Desinfektionsmittel oder Zahnpasta.
Und erinnert mich persönlich irgendwie an DDR Chemie.

Wikis hilfreicher Hinweis:
"Es wird häufig mit dem deutschen Malzbier gleichgesetzt, unterscheidet sich im Geschmack aber erheblich."

Wird durch die überbordende Zugabe von Eiswürfeln kurzfristig genießbar.

Hat allerdings im Gegensatz zu den Salz-Essig-Chips irgendwie nicht den "is widerlich, macht aber trotzdem süchtig" Faktor.

Würde ich persönlich auf jeden Fall die Finger von lassen.

Ich werde N. das hier mal linken, nachdem ich ihr die zweite Dose geschenkt habe...

*schauder*

Stibruch

Falls gestern wer in Leipzig war:
Stilbruch hat mal wieder in der Innenstadt gespielt.
Und bei der Gelegenheit habe ich mir auch deren neues Album zugelegt.

Wer mal reinhören möchte:
http://stilbruch.tv/

(die standen auch schon ein oder zwei Mal in Halle auf dem Markt)

Was mich im Moment wundert ist, dass ich überhaupt zugegriffen habe.
Der Sänger hat, zumindest bei den englischen Titeln, einen unglaublichen S-Fehler. Und gleichzeitig würde man ohne wahrscheinlich gar nicht erst hinhören. Live auf jeden Fall hörenswert, auch wenn ein Mikro für den Gesang nett wäre, die Instrumente sind ja nicht gerade leise. Und als CD... erschreckenderweise trotzdem Ohrwurm-Potential. Also zumindest bei dem Live-Album das ich hier habe. Bei dem neuen? Ich lass mich überraschen.

Aber CD Probehören ist für einen Sonntag doch eigentlich auch eine nette Beschäftigung, oder?

Gerade bei dem Wetter und ein bisschen Frischluft...

Samstag, 3. Mai 2014

The Ship of Theseus

Es gibt immer mal ein oder zwei Bücher die man liest und bei denen man spontan weiß: das könnte mein Buch des Jahres werden. Oder das zumindest "bei einem bleibt".

Darunter fällt zum Beispiel House of Leaves von Mark Z. Danielewski.
(Brilliant und zäh und brilliant... und eines der wenigen Bücher von denen ich Alpträume bekommen habe. Leider hat er bisher nichts vergleichbares wieder geschrieben.)
Oder Scarlett Thomas The End of Mr. Y.
(Ich hab gut zwei Drittel ihrer Bücher gelesen und das ist mit Abstand das Beste.)

Und dann gab es Anfang des Jahres, eher als Zufallsfund:
S. von J.J. Abrams und Doug Dorst.

Wer jetzt die Stirn runzelt: ja, der J.J. Abrams. Der, den man auf IMDB findet.

S. ist die Abkürzung für The Ship of Theseus.
Dabei handelt es sich um eines dieser alten Gedankenexperimente:
Es gab ein Schiff, es gehörte Theseus. Man stellte es an Land und besserte immer mal was aus. Und irgendwann gab es nicht auch nur ein einziges Originalteil mehr an dem ganzen Schiff. Ist es immer noch Theseus Schiff? (Ich hab mich da nicht zu genau eingelesen. Meine Antwort ist: ja. Allerdings haben sich darüber schon weitaus klügere Menschen den Kopf zerbrochen. Also fragt vielleicht wen anders.)

Und S. ist außerdem die Abkürzung für V. M. Straka.
Einen wohl eher fiktiven Autor, dessen letztes Buch auch The Ship of Theseus hieß.

Und um den sich einige Verschwörungstheorien ranken.

Was aber nicht zwingend das ist, was das Buch so lesenwert macht.

Dieser Klopper - der neu erbärmlich  nach Chemikalien stinkt - ist aufgmeacht wie ein altes Bibliotheksbuch. (Noch richtig mit Ausleihzettel zum Abstempeln)
Dieses Buch ist irgendwann mal... aus der Bibliothek heraus genommen worden. Und in den Händen von zwei mehr-oder-weniger Jugendlichen, wurde das ganze mehr oder weniger zu einem Austauschtagebuch. Richtig mit Postkarten, Briefen, ein oder zwei Kopien oder Zeitungsausschnitten zwischen den Seiten. Und um den eigentlichen Text herum immer wieder mal Kommentare - je nachdem wann sie geschrieben wurden sind sie in unterschiedlichen Farben - in unterschiedlich lesbaren Handschriften. (Ich kam mit seiner gut klar, ich fand ihre auf Dauer aber anstrengend.)

Die Geschichte ist chronologisch betrachtet bei weitem nicht das Mystery-Abenteuer, als das es beworben wurde.
Aber als non-lineare Erzählung macht das ganze durchaus was her.
Zumal wirklich viel Zeit und Liebe in das Design geflossen ist.

Allein von der Handlichkeit her würde ich die eBook Version empfehlen. Wer besondere Bücher lieber im Regal hat um den nächsten Besuch zu beeindrucken, sollte wirklich mal darüber nachdenken, die grob 20 Euro zu investieren.

Ist auf jeden fall mal was anderes.

Donnerstag, 1. Mai 2014

So

Frohen ersten Mai erst einmal.
Und für die, die es betrifft, natürlich auch ein angenehmes verlängertes Wochenende.

Nachdem ich kürzlich erinnert wurde, dass es den Blog hier auch noch gibt, und ich diesen Monat wohl ein wenig Zeit haben werde, überlege ich gerade: gibt es eigentlich was, dass hier mal wieder rein könnte?

Jetzt weniger weil wer mitliest, sondern eher weil es mich selbst begeistert hat?

Mal schauen.

Das einzige was mir jetzt spontan einfällt, und das mich irgendwie selbst überrascht hat, war Capsicle 2.
Für weniger ver-nerdete: Captain America 2 - The Winter Soldier.
Ich hatte N. mit in die Vorpremiere geschleift und war mehr oder weniger der Meinung: "Yut, nu weiß man wie es weiter geht... muss man nicht zwingend im Kino sehen."
(Bei mir kommt erschwerend hinzu, dass ich Brillenträger bin und 3D und diese Brillen nicht für uns gemacht wurden.)

Ein re-run von The Avengers, der Soundtrack und ein oder zwei Internetseiten später hab ich mir den noch mal angesehen, und ich muss ehrlich sagen:
it grows on you.

Tasha is Hammer. Sam ist genial. Und laut Netz hat der Wintersoldat ziemlich genau... acht Sätze? Und ist trotzdem der beeindruckendste Charakter in dem ganzen Film. Und während ich selbst von Captain America 1 ehrlich underwhelmed war... muss ich sagen, dass der zweite Teil eine sehr angenehme Mischung aus Humor und Drama hat. Das Ganze hat tatsächlich einige sehr gute aktuelle Bezüge.
(Wer ihn schon gesehen hat: ihr erinnert euch an "Kommt auf die Liste?" Die ändert sich, abhängig davon in welchem Land man das gerade sieht. Im Netz kursieren glaube ich acht Versionen davon. In so fern...)

Tja... und sonst?

Der Film hat mich dazu verführt mal wieder meine Comicssammlung durch zu gehen.
Aber dann hört es langsam auch auf...

Sonntag, 2. März 2014

Frankenstein

Erstaunlich genug: mich gibt es auch noch.
Und es ist mal wieder was passiert, was tatsächlich hier in den Blog könnte.

erinnert sich noch wer an den Eintrag zu Frakenstein von Nick Dear?
Nein?
Kein Thema:
hier ist er:
lang, lang ist's her

Und wir haben es tatsächlich geschafft:
eine Live Übertragung kam vor etwa einer Woche im Light Cinema in Neustadt und ja, wir waren da.

Ich bin ehrlich, ich habe es mir nach dem lesen ein klein wenig anders vorgestellt.
Ich habe zum Beispel absolut keine Ahnung was mir dieser improvisierte Zug aus Ingolstadt sagen sollte und warum die anfingen zu tanzen wie die Bejeckten.
Aber es war gut.
Auch wenn man sich in der einen oder andere Szene ein ganzes Stück zurück hält, wenn man schon weiß wie das ganze am Ende ausgehen wird. (ich sage nur Elisabeth...)

Das eigentlich erstaunlich ist, dass es sich um ein... zweifellos hervorragendes und erstaunliches Stück handelt. Wahrscheinlich eines der Besten das ich je gesehen habe... auch wenn ich mit der Adaption vielleicht nicht zu 100% zufrieden bin.

Aber sie wurden komplett verschieden aufgenommen.

Auf der Leinwand: hier und da vielleicht ein kleines Husten, vielleicht ein leises Rascheln, aber an sich herrschte im Publikum Totenstille.

Bei uns?

Aller 10 Minuten ein Lacher. Vielleicht auch um mit der nicht ganz einfachen Thematik fertig zu werden, aber... manches traf einfach perfekt diesen britisch unterkühlten Humor. ("The food was... unbelievable.")

Es war einer dieser Tage die man wirklich nicht missen möchte. Zum Teil wegen des Stücks, zu einem großen Teil aber auch wegen der Gesellschaft. Und nach so langer Zeit wirklich mal wieder mehr als nötig.

(um so mehr wenn man bedenkt, dass dieses Werk wahrscheinlich nie auf DVD heraus kommen wird...)