Sonntag, 10. April 2022

Musik

Etwas leicht unerwartetes ist passiert, und zwar höre ich wieder Musik.

Damit meine ich nicht "lass mal nebenbei das Radio laufen", sondern eher den Teil bei dem man sehr tief durch Youtube stöbert und sich aus Dummdusel einfach mal wieder CDs kauft.

Im Grund hat es mit dem Metal-Album der Foo Fighters angefangen, weil ich es absolut fantastisch finde, dass eine Band "Ihren" Sound macht, das Dee Gees Projekt laufen hat (ich weiß was ihr denkt, und ja, es ist genau das) und dann mal eben denkt: "Hey, wir hatten einen Film. Für ein Album nennen wir uns Dream Widow und quälen unsere Instrumente bis das als Metall durchgeht."

Tja... und dann ist Taylor Hawkins gestorben - der offensichtlich von jedem Menschen auf diesem Planeten verehrt wurde, nur ich hatte mal wieder keine Ahnung.

Und Youtube bemüht sich nach Kräften mich immer wieder daran zu erinnern.

Da zählt es wahrscheinlich fast als Selbstverteidigung wenn man anfängt drum herum zu suchen.

Natürlich bin ich vorhersehbar. Meine Foo Fighters Sammlung nimmt Formen an und ich habe Sound City gesehen. (Und das Album dazu geholt.)

Und ja, auch Taylor Hawkins hatte seine eigenen Projekte, von denen ich besonder Get The Money von Taylor Hawkins and the Coattail Riders empfehle (das Frontcover sagt alles) sowie die The Birds of Satan Platte.

Und, nein, vor zwei Wochen war mir auch noch nicht klar, dass diese Musik existieren, sonst hätte ich sie eher gekauft.

Aber das eigentlich absurde ist: wenn man wirklich lange nicht aufgepasst hat, steht man plötzlich vor erstaunlich viel Unerwartetem:

Lady Gaga hat zum Beispiel ein Cover von Bang Bang - My Baby Shot Me Down gesungen.

Es gibt eine White Stripes Version von I Just Don't Know What To Do With Myself. (Das Wort Cover trifft das schon nicht mehr.)

Metallica haben sich noch mal mit einem Orchester zusammen gesetzt.

Ville Valo macht noch Musik. Oder wieder. Je nach Standpunkt.

Placebo klingt immer noch wie Placebo.

Und auch in diesem Haushalt wird nicht mehr über Bruno geredet, sondern nur noch gesungen.


Eine Freundin hat mich die Tage aufgehalten, bevor ich mir die Konzeptalben von Pink Floyd reindöngeln konnte (oder das Dylan-Projekt von Niedecken), und mich statt dessen vor ein Konzert von Coldplay gesetzt. War wahrscheinlich besser so. XD 


Aber ungefähr so müsst ihr euch das vorstellen, wenn man mich zwei Wochen unbeaufsichtigt mit dem Internet allein lässt.

Mir ist selbst klar, dass das musikalisch nur am Rande zusammen passt.

Aber wenigstens habe ich für die nächsten Straßenbahnfahrten was zu tun. ^^; 

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